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Fußball: Helmut Bruns baut seinen Jungs einen eigenen Fußballplatz

Team Bruns hat immer Heimrecht

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Familie Bruns hat sich den Traum aller Jungs erfüllt - zumindest der sportbegeisterten Fraktion. Um ihren Kindern das Fußballspiel zu ermöglichen, baute Helmut Bruns auf seinem Privatgelände einen Fußballplatz mit allem Drum und Dran.

Martin Weßeling

Julia und ihr Mann Helmut haben dafür gesorgt, dass Tim, Mattis und Jannick jetzt nach Herzenslust kicken können. Foto: Martin Weßeling

Endlich mal eine Geschichte, die nicht mit dem bösen „C“-Wort anfängt. Nein, hier geht auch nicht um weltweite Krisen, das Klima und oder um das britsche Königshaus, das sich aktuell ja gerade von innen heraus auflöst irgendwie und medial die Aufmerksamkeit einer wahrhaftigen Ufo-Landung erreicht. Nein, hier geht es um wirklich wichtiges: nämlich um Fußball, drei Jungs, die mit ihrem Papa spielen wollen und Mutter Julia, die den schönen grünen Rasen ihres Vorgarten leiden sah.

Und im Frühjahr des Jahres 2020 im Gespräch mit ihrem Mann Helmut Bruns mahnend den Zeigefinger hob. „So geht´s nicht weiter. Die Jungs brauchen einen Fußballplatz“, sprach die Mutter der ballverliebten Jungs Jannick (10), Tim (8) und Mattis (6) ein Machtwort, woraufhin Ehemann Helmut kurz innehielt und sich an eine große Freifläche an der Schmedehausener Straße erinnerte. Die lag viele Jahre ungenutzt brach, war vielleicht ein geliebter Tummelplatz für Regenwürmer, Maulwürfe und weiteres Getier, wurde aber sonst kaum genutzt.

Das sollte sich dann flugs ändern. Der zuvor hügelige Unterboden wurde begradigt, feinster Fußballrasen eingesät. Einer Umrandung der 30 mal 15 Meter großen Fläche mit Holzpaletten folgten schließlich Fangnetze – im Internet erstanden – und zu guter Letzt sogar eine kleine Flutlichtanlage für dunkle Herbstabende. Nach Wochen der gemeinschaftlichen Plackerei war es dann geschafft und das eigene Privatspielfeld der Familie Bruns fertig. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss – und seine Frau sagt ihm, was das ist. . . Getreu diesem Motto haben im Hause Bruns jetzt alle etwas von der Idee, die eigentlich dem Schutz des eigenen Vorgartens dienen sollte.

So kann man sie jetzt öfters kicken sehen an der Schmedehausener Straße 15. Jannick, Tim und Mattis Bruns, die auch schon mal ihre Kumpels einladen, um den Ball in die heimischen Maschen zu jagen. Und sollten die mal keine Zeit haben, stehen ja immer noch Julia und Helmut Bruns bereit, die quasi als Ersatzspieler herhalten. „Was aktuell zeitlich auch besser passt, weil Corona einen ja lässt“, sagt Helmut Bruns. Da war es dann also doch noch, das böse Wort mit „C“ – das in diesem Fall aber Gutes bewirkt.

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