Reiten: Nationenpreis-Turnier in Cabourg

Vicky Venschott holt Silber

Greven

Durchaus überraschend erhielt die Grevener Reiterin Vicky Venschott eine Einladung zum Nationen-Preis in Carbourg. Die talentierte Reiterin nahm dankend an und sorgte bei den Jungen Reiter Reitern für eine echte Überraschung.

Von Martin Weßelingund

Vicky Venschott präsentierte sich in Cabourg in einer tollen Verfassung und landete mit ihrem Pferd Quite Water auf dem zweiten Rang bei den Jungen Reitern. Foto: Venschott

Hinter der Grevener Reiterfamilie Venschott liegt eine aufregende, vor allem aber erfolgreiche Woche. Die 19-Jährige Vicky Venschott, begleitet von ihrer Mutter Anja, hatte relativ spontan eine Einladung zu einem Nationenpreis-Turnier in Cabourg (Frankreich) erhalten. Die Chance, quasi im Dress der Nationalmannschaft an einer international hochkarätig besetzten Reitsport-Veranstaltung teilnehmen zu können, wollte sich das Grevener Nachwuchs-Talent natürlich nicht entgehen lassen.

So machten sich die Grevener bereits Anfang der vergangnen Woche auf den Weg nach Frankreich, um die deutschen Farben in Cabourg nahe der Atlantikküste zu vertreten. „Damit war gerade in Corona-Zeiten, aber auch wegen der grassierenden Herpes-Epidemie, einiger Aufwand verbunden“, verrät Anja Venschott. „Aber das haben wir natürlich gerne in Kauf genommen für dieses einmalige Erlebnis.“

Vor Ort waren die Grevener dann begeistert von der Atmosphäre und von der Veranstaltung selbst. Viele hochkarätige und international erfahrene Reiter waren gekommen, um sich beim Nationen-Turnier zu messen, zudem waren in Frankreich erstmals wieder Zuschauer zugelassen. „Das war natürlich eine Riesen-Erleichterung und ein Ansporn für alle. Einfach toll“, schwärmte Anja Venschott.

Offenbar sorgten die äußeren Umstände auch dafür, dass Vicky Venschott und ihr Pferd Quite Water besonders konzentriert und motiviert an den Start gingen. Zwar schaffte es die junge Grevenerin zunächst nicht, sich einen Platz im Mannschaftskader zu ergattern und landete bei einem Qualifikations-Springen auf dem undankbaren fünften Platz (die ersten vier Reiter bildeten das Nationen-Team), doch als Einzelreiterin drehten Venschott und Quite Water dann auf. Als einzige deutsche Teilnehmerin blieb sie im Wettbewerb der Jungen Reiter ohne Strafpunkt und belegte am Ende den hervorragenden zweiten Platz.

Auch am Abschlusstag zeigte die junge Reiterin noch einmal eine tolle Leistung, verpasste mit einem Fehler auf der Spring-Runde aber knapp den Einzug ins Stechen. „Nach dem Vicky es anfangs verpasst hatte, sich einen Platz im Team zu erkämpfen, hat sie als Einzelreiterin eine tolle Antwort gegeben“, weiß Anja Venschott.

Nun steigen die Chancen auf einen weiteren Anruf von Bundestrainer Peter Teeuwen, denn Im Juli stehen zwei internationale Turnier in Italien und Tschechien auf dem Programm. Gut möglich, dass sich Familie Venschott dann wieder auf den Weg machen wird.

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