1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Greven
  6. >
  7. Viele verpasste Chancen

  8. >

Fußball: Warum der SCR trotz einer 1:0-Führung im Pokal die Segel streicht

Viele verpasste Chancen

Reckenfeld

Nach der Auftaktpleite in der Meisterschaft hat sich der SC Reckenfeld nun auch aus dem Pokal verabschiedet. Trotzdem herrscht am Wittlerdamm keine Untergangsstimmung. Warum, erklärt Trainer Thorben Zilske.

-th-

Sein Führungstreffer genügte am Donnerstag nicht, um in die nächste Pokalrunde einzuziehen: Kalle Hoffmann. Foto: th

Erst die Auftaktniederlage in der Meisterschaft, dann das Pokal-Aus gegen den Ligakonkurrenten Gellendorf. Dem bescheidenen Saisonstart zum Trotz läuten beim A-Liga-Aufsteiger SC Reckenfeld keine Alarmglocken. Ganz im Gegenteil: Nach der denkbar knappen 3:5-Niederlage am Donnerstagabend im Elfmeterschießen beteuerte Thorben Zilske: „Kämpferisch haben mich beide Spiele überzeugt.“

Will heißen: Die in der vergangenen Saison so erfolgsverwöhnten SCR-Fußballer befinden weiterhin nicht im Krisen-Modus. Zumal die Pokal-Partie auch einen anderen Verlauf hätte nehmen können, aus Zilskes Sicht sogar hätte nehmen müssen. Denn sein Team, das am Donnerstag auf die verletzten Jonas Müller (Bänderriss) und Lukas Wentker (Handbruch) verzichten musste, war zunächst die klar tonangebende Mannschaft. Pech nur, dass ein vermeintliches Foul an Fabian Merfeld im Strafraum der Gellendorfer nicht geahndet wurde. Auch die beiden aussichtsreichen Gelegenheiten von Mittelstürmer Fabian Schmelter, den SCR in Führung zu bringen, blieben ungenutzt.

Zur Stelle war dafür Neuzugang Kalle Hoffmann. Der fasste sich nach 32 Minuten ein Herz, umkurvte die halbe Gellendorfer Hintermannschaft und vollendete zum 1:0. „Eine schöne Einzelleistung“, urteilte Zilske, der weitere gute Chancen notiert hatte, mit denen seine Mannschaft das Ergebnis in die Höhe hätte schrauben können. Dazu gehörten auch ein Tor, dem der Schiedsrichter die Anerkennung versagte wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung von Fabian Merfeld. „Kurios“, so der Reckenfelder Trainer, der im zweiten Durchgang mitansehen musste, wie sich das Blatt wendete.

Die „dusselige“ (Zilske) gelb-rote Karte, die sich Luca Köster Mitte der zweiten Halbzeit einhandelte und das verletzungsbedingte Ausscheiden von Spielmacher Kalle Hoffmann brachten die Partie aus Sicht Zilskes zum Kippen. Richtig ärgerlich wurde es für ihn und die Zaungäste am Wittlerdamm, die dem SCR die Daumen drückten, als Gellendorf fünf Minuten vor dem regulären Ende ausglich. Und auch im Elfmeterschießen stand den SCR-Kickern am Donnerstag nicht das nötige Glück zur Seite. Zwei SCR-Treffern von Vargin Der und Kai Beckmann standen vier auf Gellendorfer Seite gegenüber. Das bedeutete das Pokal-Aus der Reckenfelder, die in der ersten Runde den Bezirksligisten Burgsteinfurt souverän aus dem Weg geräumt hatten.

In der Kreisliga A empfängt der SCR an diesem Sonntag den TuS St. Arnold (Anstoß: 15 Uhr, Wittlerdamm).

Startseite
ANZEIGE