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„Schnelle“ Mitgliederversammlung beim TVE Greven

Weichen für die Fusion gestellt

Greven

Frank Simon ist seit knapp einem Jahr Vorsitzender des TVE. Für ihn und die durch Corona gebeutelten Mitglieder war es ein in jeder Hinsicht bemerkenswertes Jahr.

Die Pläne für den Umbau der TVE-Halle sind schon weit vorangeschritten. Sie wurden im Rahmen der Mitgliederversammlung von Paula Windau und Frank Simon vorgestellt. Foto: Sven Thiele

Länger als 60 Minuten haben die Jahreshauptversammlungen beim TVE Greven in den vergangenen Jahren selten gedauert. Auch im Online-Modus gilt offenbar das Motto: in der Kürze liegt die Würze. 32 Mitglieder winkten am Samstag den Geschäfts- und Finanzbericht des Vorstandes durch und ebneten den Weg für zwei große Vorhaben des Vereins. Dazu benötigten sie weniger als eine Stunde.

Frank Simon ist seit knapp einem Jahr Vorsitzender des TVE. Für ihn und die durch Corona gebeutelten Mitglieder war es ein in jeder Hinsicht bemerkenswertes Jahr. Simon und seine Vorstandskollegen Paula Windau und Robert Scheper waren vor allem als Krisenmanager und Improvisationskünstler gefordert.

Entsprechend las sich der Bericht, den der 60-jährige Simon präsentierte. Statt sportlicher Erfolgsmeldungen ging es um Online-Programme, einen Malwettbewerb, Schwimmkurse und eine Corona-Challenge.

Auch ein aus seiner Sicht „unschönes Thema“ ließ Simon nicht unerwähnt, indem er zum „Runden Tisch Schwimmen“ Stellung bezog. „Wir wollen dem Schwimmen lernen in Greven neuen Schub geben. Doch das gestaltet sich als überaus schwierig“, klagte der Vorstandsvorsitzende über die schwierige Zusammenarbeit mit der Grevener Bäder GmbH.

Deutlich besser läuft es hingegen in finanzieller Hinsicht. Schatzmeister Robert Scheper berichtete von stabilen Beitragseinnahmen. Nur im Kursbereich muss der TVE Einbußen verkraften, was einen Rückgang der Gesamteinnahmen um 20 000 auf 273 000 Euro zur Folge hat.

Noch deutlicher wirkt sich das vergangene Jahr auf der Ausgabenseite aus. Deutlich geringere Personalkosten und weniger Aufwendungen für den Sportbetrieb machen sich in dem Jahresabschluss bemerkbar. Weil das vereinseigene Sportzentrum mittlerweile schuldenfrei ist, ist der finanzielle Spielraum spürbar größer geworden. 70 000 Euro weist der TVE für Rückstellungen zur Sanierung der Kroner Heide aus.

Auch die Mitglieder profitieren von der guten Kassenlage. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres verzichtet der Verein auf den Einzug von Zusatzbeiträgen.

Rücklagen und in Aussicht gestellte Landesmittel in Höhe von 175 000 Euro sollen in eines von zwei großen Vorhaben fließen, die die Bezeichnung „große Zukunftspläne“ verdienen. Der TVE plant, das Sportzentrum zu sanieren: eine neue Heizung, zwei neue Sporträume und weitere Umkleiden. „Damit wollen wir die Voraussetzung schaffen, unser Angebot auszuweiten“, so Simon.

Der TVE setzt auf Wachstum. Und will dafür nicht nur die räumlichen, sondern auch die strategischen Voraussetzungen schaffen. Das Jahr 2021 könnte ein Wendepunkt in der Geschichte des Vereins werden, plant er doch den Zusammenschluss mit der DJK. Corona zum Trotz: Die Zusammenarbeit laufe gut, das Personal für die künftigen Gremien stehe bereit, erste Projekte seien angeschoben, berichteten Paula Windau und Frank Simon. „Wir haben die Fusion mit der DJK zum 1. Juli im Visier“, unterstrich Simon den ambitionierten Fahrplan.

Rückenwind erhielt er auch in diesem Punkt von den Mitgliedern, die einer Satzungsänderung zustimmten, die im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss steht. „Das Jahr 2021 wird spannend und sportlich“, meinte Simon. Dass sie ihre sportlichen Qualitäten trotz Dauerlockdown nicht eingebüßt haben, bewiesen die TVE-Mitglieder am Samstag. Denn diese richtungsweisende Versammlung war im Sinne von schnell in jedem Fall eine durchaus sportliche Leistung.

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