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Saerbecker Triathlon für den 4. Juli geplant

„Werfen die Flinte nicht ins Korn“

Saerbeck

Der Saerbecker Triathlon soll am 4. Juli tatsächlich stattfinden. Nur in welcher Form, dass steht noch nicht fest.

Von Martin Weßeling

Per Massenstart ins kalte Nass. Dieses Bild wird es in Saerbeck im Jahr 2021 auf gar keinen Fall geben. Der Verein Wasser+Freizeit plant mit Einzelstarts. Foto:

2017 sorgte der Eichenprozessionsspinner für lange Gesichter bei den Triathleten, 2020 machte Corona dem Verein Wasser+Freizeit einen dicken Strich durch die Organisation der Saerbecker Traditionsveranstaltung. Doch Schwimmer, Radrennfahrer und Läufer sind offenbar zähe Genossen. Sie lassen sich nicht so leicht abschütteln – auch nicht vom unsäglichen Virus und den Folgen für die Weltbevölkerung. „Wir werfen die Flinte nicht ins Korn“, sagt Ralf Pander, Vorsitzender von W+F Münster. „Sollten die aktuellen Verordnungen eine Sportveranstaltung zulassen, wird der Saerbecker Triathlon am 4. Juli stattfinden – egal, in welcher Form.“

Das wäre dann auch ein echter Sieg im Kampf um die Rückkehr zur sportlichen Normalität. Wer sich allerdings an Bilder erinnert, in denen zu sehen ist, wie spektakulär hunderte von Schwimmern gleichzeitig losspurten und wie die Athleten anschließend von tausenden Zuschauern lautstark an der Strecke angefeuert werden, der dürfte enttäuscht werden. „Unser Konzept sieht vor, dass wir alle coronabedingten Hygiene-Regeln einhalten werden. Was in der Praxis bedeutet, dass wir auf Massenstarts verzichten und Einzelstarts beim Schwimmen anbieten. Entsprechend wird es auch bei der Rad- und der Laufdisziplin aussehen. Es wird keine großen Zuschauermengen geben, die Athleten werden nach dem Wettbewerb direkt wieder auseinander gehen. Das wird also eine reine Sportveranstaltung für die Triathleten“, blickt Pander auf eine ziemlich „nackte“, schlichte Veranstaltung.

Wenn sie denn überhaupt stattfinden kann. Ausrichter Wasser+Freizeit Münster befindet sich in einem ständigen Austausch mit der Gemeinde Saerbeck und den zuständigen Institutionen. Am Ende dürften dann die Infektionszahlen darüber entscheiden, ob der Triathlon stattfinden kann, oder erneut gestrichen wird. Pander: „Wir sind auf alles vorbereitet. Sollten wir zusätzlich ein Test-Zentrum einrichten müssen, um die entsprechenden Testungen für die Athleten zu ermöglichen, werden wir auch das hinbekommen.“

Die Anmeldungen für die beiden Wettbewerbe in Saerbeck – den Volkstriathlon und die Olympische Distanz – laufen aktuell bereits sehr gut, zumal alle Triathleten natürlich für einen „echten“ Wettkampf brennen dürften. So könnte die Veranstaltung Anfang Juni tatsächlich mit 600 bis 700 Athleten stattfinden, sollten die Inzidenz-Zahlen zu den Planungen passen. „Wir können den Triathlon aber auch auf 200 Sportler reduzieren, falls das nötig sein sollte. Hauptsache, er findet statt“, hofft Ralf Pander und spricht damit wohl allen Amateur-Sportlern aus der Seele.

Der Rückkehr in den normalen Wettkampf-Modus hat sich quasi mittlerweile zu einer eigenen Disziplin entwickelt. Und auch hier gelte es, einen langen und herausfordernden Kampf zu gewinnen.

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