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Fußball: SC Greven 09 - Erste und Zweite haben beide noch Chancen auf den Aufstieg

Wo führen die Wege hin?

Greven

Wird beim SC Greven 09 am Ende der Saison ein Aufstieg bejubelt? Ausgeschlossen ist es nicht, denn die Erste kann durch Nachholspiele auf drei Punkte an den Spitzenreiter aus Albachten ran rücken. Noch tiefer drin im Aufstiegsrennen steckt jedoch die Reserve, die sich im Saisonendspurt wohl über Unterstützung freuen kann.

Von Tom Veltrup

Neue Hoffnung für Ahmed Ali und Co: Durch noch drei ausstehende Nachholspiele ist der Spitzenreiter Concordia Albachten wieder in Greifweite. Foto: Johannes Oetz

Lange Zeit schien der SV Concordia Albachten in der Bezirksliga 12 als uneinholbar. Da der Spitzenreiter aber am vergangenen Sonntag bei Germania Hauenhorst bereits zum dritten Mal im neuen Jahr Punkte liegen ließ, schrumpfte der Abstand auf den ersten Verfolger erneut ein wenig. Und genau dieser erste Verfolger ist die erste Mannschaft vom SC Greven 09. Sie machte nämlich ihre Hausaufgaben und ließ nun auch im Verfolgerduell die Ibbenbürener Spielvereinigung ins Leere laufen (5:2).

Mit drei Nachholspielen in der Hand könnten die Nullneuner den Albachtern also ziemlich nah auf die Pelle rücken. Sollten alle drei Duelle gewonnen werden, betrüge der Rückstand nur noch drei mickrige Zähler. Allerdings ist das dritte davon erst für den 5. Mai terminiert. Bis dahin ist also noch viel Zeit – auch das direkte Duell beim Ligaprimus (Donnerstag, 14. April) steht vorher noch an.

„Unsere Konzentration liegt jetzt erstmal auf der kommenden Woche, in der mit Münster 08 und BW Aasee zwei schwierige Gegner auf uns warten“, will 09-Coach Ahmed Ali nichts von irgendwelchen Rechenspielchen wissen. „Wir müssen erst einmal liefern und schauen dann weiter.“

Eins ist für den Grevener Trainer dabei von besonderer Bedeutung: „Im Vordergrund steht, dass wir Hobbykicker sind und nicht etwa Berufssportler. Von daher sollten wir ganz befreit und ohne irgendeinen Druck aufspielen.“ Dennoch bestehe natürlich auch in der Bezirksliga der sportliche Anspruch darin, „das Maximum herauszuholen.“ Das hat bis jetzt ganz gut geklappt: Nach dem Jahreswechsel sammelte der Tabellenzweite zehn von möglichen zwölf Zählern. Lediglich beim 3:3 gegen Emsdetten 05 punkteten sie nicht dreifach. Der Höhepunkt der Gefühle war der 5:2-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Ibbenbüren.

Die positive Entwicklung ist für Ali kein Wunder, zumal in der jungen Grevener Elf noch reichlich Potenzial vorhanden ist: „Vor der aktuellen Saison sind sieben oder acht Jungs aus der A-Jugend dazugestoßen. Die haben sich allesamt extrem gut eingebracht.“ Der Schlüssel zum Erfolg sei dabei vor allem der gute Mix: „Wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader. Neben den Jungen haben wir auch einige erfahrene Leute wie Philipp Brüggemeyer dabei.“ Noch rosiger als die jüngste Form sei allerdings der Blick in die Glaskugel: „Die Jungs sind richtig hungrig. Die meisten spielen von Kind auf zusammen und besitzen Grevener Wurzeln. Sie haben allesamt eine gute Zukunft hier bei 09 vor sich.“

Reserve lauert Kinderhaus auf den Fersen – Ali sichert Unterstützung zu

Noch ein wenig dicker im Aufstiegsrennen ist die „Zweite“ der Nullneuner. Bei ihr ist jedoch zumindest ergebnistechnisch ein leichter Abwärtstrend zu erkennen. In der Hinrundentabelle belegten sie mit nur einem Unentschieden und einer Niederlage den ersten Rang. Das 2:2 gegen den direkten Konkurrenten Borussia Münster II war nun jedoch schon das dritte Remis im vierten Spiel 2022. Zuvor wurden bereits gegen IKSV Münster und SV Mauritz II die Punkte geteilt. Westfalia Kinderhaus II ist nicht nur an den Grevenern vorbeigezogen, sondern nun auch fünf Punkte enteilt.

Für Chefcoach Srdjan Kosoric ist das allerdings kein Grund zur Panik: „Ich habe schon die ganze Saison lang gesagt, dass wir bis zum Ende oben dran bleiben wollen. Das sind wir weiterhin.“ Auch trotz einer leichten Pechsträhne: Gegen Borussia war durchaus der Sieg drin, doch mehrere gute Chancen wurden vergeben. Außerdem fiel der Gegentreffer zum 2:2 gegen IKSV vor zwei Wochen in der dritten Minute der Nachspielzeit.

„Wir hatten in den vergangenen Wochen so unsere Probleme, vor allem corona-technisch. Da will ich aber gar nicht meckern, weil es ja fast jedem Team so geht“, suchte Kosoric keine Ausreden für die Mini-Krise. „Wir dürfen uns jetzt nicht mehr viel erlauben. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, hat der Übungsleiter den Aufstieg keinesfalls abgeschrieben. „Wenn Kinderhaus patzt, müssen wir da sein.“

Dabei kann sich Kosoric auf Unterstützung von oben verlassen. „Wir sind ein Verein und wir stehen in der Pflicht, uns gegenseitig zu helfen“, sicherte Ali seinem Trainerkollegen zu, gelegentlich mit ein paar Spielern auszuhelfen. „Nur auf uns zu schauen, wäre nicht richtig. Andersrum hat uns die Zweite ja auch immer geholfen, wenn es personell eng wurde.“

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