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Fußball-Kreisliga A: TuS Wüllen auf Talfahrt

„Am Ende ist‘s eine Qualitätsfrage“

Wüllen

Noch super in die Saison gestartet, ist beim TuS Wüllen derzeit der Wurm drin. Coach Jens Roßmöller und Co befinden sich derzeit nicht weit weg von einem erneuten Abstieg. Der Umbruch im Sommer hat ihnen spürbar wehgetan.

Von Sascha Keirat

Eine verkorkste Hinserie liegt hinter dem TuS Wüllen. Hier klatscht Trainer Jens Roßmöller mit seiner Nummer sechs Hendrik Almering (l.) ab. Die Gesichtsausdrücke sprechen Bände. Foto: Sascha Keirat

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga im Frühjahr läuft es für die Wüllener auch in der A-Liga alles andere als rund. Trainer Jens Roßmöller kennt die Gründe und hofft aufs neue Jahr.

Dass es für den TuS Wüllen nach dem Abstieg und dem damit verbundenen Umbruch im Kader auch eine Etage tiefer nicht einfach werden würde, hatte sich bereits im Sommer abgezeichnet. Dass der TuS nun aber tief im Tabellenkeller überwintert, war nicht unbedingt zu erwarten.

Vor allem nicht zu Beginn der Kreisliga-A-Saison, als die Wüllener mit zwei Siegen aus den ersten drei Begegnungen einen vielversprechenden Start hinlegten. Allerdings: Bis heute ist es bei diesen zwei Siegen geblieben. Seit dem 28. August, als der TuS das Derby bei den Sportfreunden Graes mit 3:1 gewann, ging es für die Wüllener sukzessive bergab.

Der freie Fall hat das Team um das neue Trainerduo Jens und Michael Roßmöller bis auf den vorletzten Platz befördert, seit dem vergangenen Sonntag trennen sie nur noch zwei Punkte vom Tabellenende, dem aktuell einzigen Abstiegsplatz. Den belegen derzeit die Sportfreunde Ammeloe, die aber mit ihrem neuen Trainerduo auf eine Trendwende hoffen und bei dessen Premiere direkt mit 4:0 beim SuS Stadtlohn II gewonnen haben.

Umbruch tut noch immer weh

Auf andere Mannschaften zu schauen, das ergibt für Jens Roßmöller aber aktuell wenig Sinn. Die Baustellen im eigenen Team stehen im Vordergrund. „Wir müssen einfach festhalten, dass der personelle Umbruch der Mannschaft sehr wehgetan hat. Wenn gefühlt zehn Stammspieler auf einmal weg sind, dann fängst du das als Dorfverein nicht mal eben so auf“, sagt der Coach, der im Sommer vom SuS Stadtlohn mit seinem Bruder Michael an die Friedmate gewechselt ist.

Zwar habe sich im aktuellen Kader ein Stamm herausgebildet, mit dem der TuS in der Liga konkurrenzfähig sei. „Aber sobald ein, zwei Leute ausfallen, wird es schon dünn“, sagt der Coach. Und das sei im Laufe der Hinrunde immer wieder der Fall gewesen, die Startelf musste ständig neu zusammengesetzt werden.

Und in den Spielen, in denen der TuS das bessere Team oder zumindest gleichwertig war, kam dann das große Manko der bisherigen Saison zum Tragen: das Offensivspiel. In 16 Partien haben es die Wüllener erst auf 20 Tore gebracht, obwohl Chancen für deutlich mehr vorhanden waren. Roßmöller: „Am Ende ist‘s eine Qualitätsfrage.“

Ob die Schwarz-Weißen im letzten Spiel des Jahres am Sonntag beim FC Epe II noch etwas mitnehmen können, erscheint bei den personellen Vorzeichen fraglich: Mit Hendrik Almering, Kevin Pieper und Luca Böwing fehlen drei der wichtigsten Spieler allesamt gelbgesperrt. „Da müssen wir uns irgendwie durchwurschteln und dann sind wir froh, dass es in die Winterpause geht“, so Jens Roßmöller.

Diese wolle der TuS dazu nutzen, den Kader wenn irgend möglich zu verstärken. Die zweite Mannschaft, die mit einigen gestandenen Akteuren eine ordentliche Serie in der Kreisliga B spielt, wäre da eine Anlaufstelle. Spieler von anderen Klubs in der Winterpause nach Wüllen zu lotsen, sei eher keine Option, so der Trainer.

Eine weitere Frage ist, wie es in der Saison 2023/24 auf der Wüllener Trainerbank weitergeht. Aktuell gebe es da noch nichts zu vermelden, sagt Jens Roßmöller.

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