Fußball: Kreisliga A1

Der Aufsteiger will keinen Frust schieben

Epe

Für Eper Fußballfans gibt es in der Saison 2019/20 gleich doppelten Grund zur Freude. Denn das Ortsderby findet nicht nur in der Bezirksliga statt. Auch in der Kreisliga A1 heißt es ab sofort: Blaue gegen Grüne – oder umgekehrt. Denn als Meister der B-Liga folgte der FC Epe 2 der Vorwärts-Reserve nun in die A-Klasse.

Nils Reschke

Der ernste Blick täuscht. Vielleicht grübelt Bernd Meyer schon über seine Idealformation. Denn sein oberstes Gebot lautet: Mit Spaß und Begeisterung soll der Aufsteiger die A-Liga angehen. Foto: aho

Für einen Fußball-Heißsporn wie Bernd Meyer bleibt das natürlich definitiv etwas ganz Besonderes. Doch der Übungsleiter sieht ebenso eine Gefahr: „Die Euphorie, die nach einem Aufstieg grundsätzlich herrscht, kann dann ganz schnell und noch intensiver zur Enttäuschung werden.“

Daher wolle Meyer auch gar nicht erst irgendwelche Saisonziele, und sei es der Klassenerhalt, formulieren. „Ich möchte viel lieber in Werten denken. Mit möglichst wenig Druck, dafür mit ganz viel Begeisterung – so wollen wir diese Aufgabe angehen. Nur das macht Sinn. Ich habe keine Lust, dass nach einer eventuellen Serie von Niederlagen die Trainingsbeteiligung mehr und mehr schrumpft, weil der Frust wächst.“

Mit Stolz, für den Verein spielen zu dürfen, noch dazu jetzt in der A-Liga, sollen seine Kicker aufs Feld gehen. Mit Spaß um jeden Punkt, den es zu verteilen gibt, kämpfen.

„Der Kader ist stabil geblieben“

Dass sich personell bei der Reserve vom FC Epe dabei wenig getan hat, ist eher als Vorteil einzuordnen. „Der Kader ist stabil geblieben“, sagt auch Bernd Meyer. Frederic Klümper wurde für die erste Mannschaft nominiert und fehlt ihm nun. Aus dem Nachwuchsbereich darf sich Meyer dafür über junge, hungrige und talentierte Spieler wie Tobias Röttger, Moritz Niehoff und Robert Hinkelmann freuen. Außerdem habe sich Max Mensing aus beruflichen Gründen dazu entschlossen, nur für die Zweite zu spielen.

Bei allen Youngster braucht es zudem erfahrenere Akteure, auf die sich der Coach besonders verlassen kann. „Philipp Ravers ist so ein Spieler“, meint Bernd Meyer, „weil er für unseren Spielaufbau besonders wichtig ist. Julian Nordholt, der leider lange verletzt war, zähle ich ebenso zu den Führungsspielern. Unser Keeper Simon Peters-Kottig ist ebenfalls so ein Ankerpunkt, auch außerhalb des Platzes, der sich um viele Dinge kümmert.“ Und dann wäre da noch Amandip Singh zu nennen.

Meyers Tormaschine

Meyer: „Er ist gesetzt, besitzt bei mir offensiv alle Freiheiten. In der B-Liga war Amandip eine Tormaschine. Mal schauen, wie das eine Klasse höher aussieht.“ So oder so: „Ich habe der Mannschaft schon nach der Meisterschaft direkt gesagt, dass ab sofort nun sicherlich von jedem 20 Prozent mehr gefordert sind, der Fußball in der Kreisliga A noch ein wenig mehr als bisher im Fokus stehen sollte. Sonst wird es eben verdammt schwer.“

Und dann wird Bernd Meyer noch einmal geheimnisvoll. Vielleicht habe er noch ein As im Ärmel, was die Kaderplanung betrifft. „Ein echtes Fußball-Juwel“, verspricht der Coach. Noch sei nichts spruchreif, aber: „Wenn das klappt, ist es eine absolute Bereicherung und Verstärkung für uns.“

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