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Fußball: Stimmen zum Saisonabbruch

„Die einzig richtige Entscheidung“

Kreis Borken

Aus und vorbei. Nun hat auch der Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen das Saisonende verkündet. Die Spielzeit 20/21 wird annulliert.

Stefan Hoof

Vorwärts Epe setzte sich im Oktober gegen den VfL Ramsdorf 1:0 durch. Das spielt jetzt keine Rolle mehr, die Saison wird annulliert. Foto: aho

Es gibt keine Auf- und keine Absteiger. Überrascht hat diese Entscheidung niemanden mehr. Die WN-Redaktion hat einige Stimmen dazu eingeholt.

Rick Reekers, Spielertrainer des A-Ligisten RW Nienborg: „Ja, ist sehr schade, dass die Saison abgebrochen wird. Wir hätten gerne zumindest die Hinrunde zu Ende gespielt. Sehr ärgerlich ist das für die Mannschaften, die oben stehen und natürlich sehr glücklich für die Mannschaften, die unten stehen. Die Gesundheit aller Menschen geht aber vor. Ich hoffe einfach, dass wir bald wieder zurück auf den Platz kommen und wir unserem Hobby nachgehen können, weil die jetzige Situation sehr unbefriedigend ist.“

Dirk Werenbeck, Sportlicher Leiter von Vorwärts Epe: „Davon war ja auszugehen. Ich habe vor drei Wochen schon aus Niedersachsen die Annullierung der Saison mitgeteilt bekommen, wo ich ja in Bad Bentheim das Torwarttraining leite. Eine Vorlaufzeit von nur zwei Wochen für die Weiterführung der aktuellen Saison wäre viel zu knapp und auch gefährlich für die Spieler gewesen. Hoffentlich können wir im Juli ganz normal in die Vorbereitung für die neue Saison gehen.“

Bernd Pohlschröder, Sportlicher Leiter des VfB Alstätte: „Eine Annullierung der Saison ist aus meiner Sicht und auch der des Vereins alternativlos und folgerichtig. Eine faire, sportliche Lösung ist bis zum 30. Juni nicht mehr zu erreichen. Natürlich ist es schade für die Mannschaften, die aufsteigen wollen, und auch für die Spieler und Trainer, die zum Saisonende den Verein verlassen bzw. ihre Aufgabe beenden. Wir werden mal schauen, wie wir unsere Trainer der 1. und 2. Mannschaft vernünftig verabschieden können.“

Rafael Figueiredo, Spielertrainer des A-Ligisten ASC Schöppingen: „Ja, da war ja schon mit zu rechnen. Ich finde es schade, dass es soweit kommen musste, dass die Saison annulliert werden muss. Aber man muss auch an die Gesundheit der Spieler denken, die fast ein halbes Jahr nicht am Ball waren. Da kann man nicht verlangen, dass die Spieler innerhalb von zwei oder drei Wochen wieder unter Wettkampfbedingungen spielen können, nur damit 50 Prozent der Spiele erreicht werden, um dann die Saison werten zu können. Jetzt haben die Vereine wenigstens Gewissheit und können sich auf die Sommervorbereitung und die neue Saison vorbereiten. Jetzt hoffe ich, dass wir bald zumindest in Kleingruppen wieder auf den Platz dürfen.“

Sven Terglane, Leiter der Seniorenabteilung des FC Epe: „Nach dem Verlauf der Pandemie haben wir nichts anderes erwartet. Ich finde es persönlich natürlich schade, aber unausweichlich. Ich hoffe, dass die neue Saison Mitte August planmäßig starten und vor allem dann auch durchgezogen werden kann.

Markus Hohensee, 1. Vorsitzender von Fortuna Gronau: „Das ist die einzig richtige Entscheidung. Alle Vereine können jetzt vernünftig planen. Auf der einen Seite gibt es Mannschaften, die sich freuen, weil sie vielleicht in Abstiegsgefahr waren. Und es gibt andere, die sich ärgern, weil sie nicht aufsteigen können. Da man es nicht allen recht machen kann, ist das so die beste Lösung.“

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