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Fußball | Eper Derby in der Bezirksliga 11

Dusan Temelkov findet die Lücke

Gronau-Epe

Sportkamerad Schicksal stand im Eper Derby am Sonntagnachmittag als 23. Spieler mit auf dem Feld. Denn wer weiß, ob dieser Ortsvergleich tatsächlich 1:0 (0:0) für die Grünen geendet wäre, wenn Jochen Wessels nicht schon nach 27 Minuten zum Wechsel gezwungen worden wäre. Und wenn der FC Epe nicht hätte seinen Stammkeeper hätte austauschen müssen.

Nils Reschke

Geh bloß nicht rein! Fast scheint es so, als wolle FC Epes Keeper Dirk Wöltering den Ball am Tor „vorbeigucken“. Er hat Glück: Der Lupfer landet knapp neben dem Pfosten. Foto: nre

Für Vorwärts-Spieler Stefan Kurtdili (Muskelfaserriss) kam Dusan Temelkov. Der fand in der 65. Minute genau die Lücke. Der Ball schlug flach zum alles entscheidenden Treffer direkt neben dem Pfosten ein. Keine Chance für Christian Hollekamp? Wohl eher nicht. Da waren viele Beine im Weg. Oder hätte solch ein Teufelskerl wie Dirk Wöltering den gehabt?

Glück im Unglück hatte der FC-Schlussmann anscheinend. Die Verletzung, die weitaus schlimmer aussah, entpuppte sich nur als schmerzhafter Pferdekuss im Oberschenkel. In der 51. Minute war Wöltering mit Oliver Temelkov zusammengerauscht, klärte in höchster Not, wie er es auch schon zum Start des insgesamt spielerisch eher dürftigen Derbys tat. Gerard Monnikhof hatte sich da den Ball etwas zu weit vorgelegt, FC Epes Nummers eins begrub das Leder reaktionsschnell unter sich (8.).

Damit kein falsches Bild entsteht: Auch wenn der Derby-Sieg knapp ausfiel, war er mehr als verdient. Vorwärts war optisch überlegen und besaß auch die besseren Chancen – wie Oliver Temelkov bei einem Heber kurz vor der Pause, als der Ball einen Meter vorbei rauschte (41.). Indes: Auch die Gäste in den blauen Trikots hätten einen Treffer erzielen und einen Punkt vom Wolbertshof entführen können. Schon im ersten Abschnitt hatte die Abwehr der Hausherren ein einziges Mal nicht aufgepasst. Der FC Epe forderte nach einem Freistoß von Boy Kamphuis lautstark Elfmeter, weil Richard Schopf der Ball an die Hand gesprungen sein soll. Der Schiedsrichter ließ sich auf keine Diskussionen ein und weiterspielen. Also ging es torlos in die Kabine. Bis hierhin war der Plan der Gäste, möglichst wenig zuzulassen und auf Konter zu lauern, ganz ordentlich aufgegangen. Und trotz des späteren Rückstandes: Der FC Epe sollte die große Chance auf das 1:1 noch bekommen.

Die beste Möglichkeit dafür bot sich nämlich fünf Minuten vor dem Abpfiff, wieder nach einem Kamphuis-Freistoß. Den entschärfte Keeper Philipp Gröber zwar. Doch den Abpraller hätte Moritz Göckener, der Anfang der zweiten Hälfte eingewechselt worden war, fast per Seitfallzieher zum Ausgleich genutzt.

Trifft der FC-Stürmer den Ball besser, wird dies das Tor des Monats. Er traf ihn aber nicht perfekt. So wurde die Chance doch noch leichte Beute für Gröber. Es spielte also nicht noch ein weiterer Einwechselspieler mit Sportkamerad Schicksal Doppelpass. Zum Leidwesen des FC.

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