Leichtathletik: Fabiane Meyer (Epe) überzeugt in Karlsruhe

Ein großer Schritt Richtung EM

Gronau

Fabiane Meyer hat große Ziele vor Augen. Die Läuferin vom TV Westfalia Epe blickt nicht nur der DM entgegen, sondern auch internationalen Herausforderungen.

Günter Poggemann

Fabiane Meyer überzeugte auch bei der 5. Langen Laufnacht in Karlsruhe und nimmt Kurs Richtung Tallinn, wo im Juli die U20-Europameisterschaften ausgetragen werden. Foto: Günter Poggemann

Auf die lange Fahrt nach Karlsruhe hatten sich am Samstag Fabiane Meyer und ihr Trainer Reinhard Wittland gemacht. Dort ging es für die Läuferin vom TV Westfalia Epe bei der 5. Langen Laufnacht um die Qualifikation für die Europameisterschaft der U 20 im Juli in Tallinn. Gefordert war dazu die Unterbietung der Norm von 4:24,00 Min. für die 1 500 m.

Bei guten äußeren Bedingungen traf die Eperanerin auf insgesamt 14 Läuferinnen nicht nur aus Deutschland und aus ihrer Altersklasse. Vom Start weg legte das Feld ein flottes Tempo vor, sodass sich nach etwa 600 m zwei Gruppen mit einem Abstand von etwa zehn Metern bildeten. Fabiane Meyer fand sich dabei in der zweiten Gruppe wieder. An dieser Konstellation änderte sich bis eingangs der Schlussrunde nur wenig. „Auf den ersten 300 m war ich zeitlich noch im Plan, die nächsten zwei Runden lag ich allerdings einige Sekunden darüber. Reinhard hat mich dann auch mächtig angetrieben“, berichtete die 18-Jährige später.

Auf ihre schnelle Schlussrunde konnte sich Fabiane Meyer dann aber erneut verlassen. Ganz vorne war Sara Benfares schon recht weit enteilt. Auch Vera Coutellier blieb unerreicht. Aber nicht nur die Läuferinnen aus der zweiten Gruppe konnte Fabiane Meyer abschütteln, am Ende sprintete sie noch bis auf Platz drei vor und überholte dabei auf den letzten Metern auch noch Verena Meisl, der sie am vergangenen Wochenende über die 800 m noch unterlegen war. Erste wurde Sara Benfares (LC Rehlingen) in 4:15,06 Min. vor Vera Coutellier (ASV Köln) in 4:16,88 Min. In 4:20,36 Min. verpasste Fabiane Meyer ihre im Februar in der Halle in Dortmund erzielte Bestmarke zwar um 0,7 Sek., die Norm für die Europameisterschaften in Tallinn und auch für die Weltmeisterschaften im August in Nairobi, die bei 4:22,00 Min. liegt, unterbot sie damit deutlich.

Da in diesem Jahr bisher auch keine Läuferin der U 20 schneller war als die Eperanerin, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie am Ende zu den drei Läuferinnen gehört, die pro Nation bei den Europameisterschaften in Estland startberechtigt sind, und auch zu den zwei deutschen Läuferinnen bei der Weltmeisterschaft in Kenia.

Zuerst geht der Blick aber zum nächsten Wettkampf in zwei Wochen in Dortmund und dann zu den Deutschen Meisterschaften der Frauen am ersten Juni-Wochenende in Braunschweig.

Startseite