1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Gronau
  6. >
  7. Endlich wieder Wettkämpfe

  8. >

Leichtathletik: TV Westfalia Epe beim Jump ‚n‘ Run Meeting

Endlich wieder Wettkämpfe

Epe

Endlich wieder Wettkämpfe! Seit dem Herbst des vergangenen Jahres war Fabiane Meyer als Bundeskaderathletin die Einzige des TV Westfalia Epe, die sich auf der Laufbahn mit anderen messen durfte.

Von Günter Poggemannund

Die Leichtathleten des TV Westfalia Epe nahmen Foto: Verein

Jetzt fuhr Trainer Wittland erstmals wieder mit fünf Läuferinnen nach Dortmund zum Jump ‚n‘ Run Meeting. Jan Friedrich Büscher startete in die Saison beim Restart-Meeting in München.

Am Ende genossen die Läuferinnen in Dortmund im altehrwürdigen Stadion Rote Erde nicht nur das Zusammentreffen mit rund 600 Aktiven, sondern freuten sich allesamt über Bestzeiten. Einen kleinen Wermutstropfen gab es dennoch.

Den Auftakt machte beim Lauf der Altersklasse W 13/12 über die zwei Stadionrunden im Schatten des Signal-Iduna-Parks Charlotte Buscholl. In einem gleichmäßigen Rennen kam die Eperanerin schließlich als Vierte ins Ziel und steigerte sich auf 2:44,44 Min. für die 800 m. In der Jahrgangswertung W 13 landete sie damit auf Platz drei.

Nicht zu schnell angehen, dies hatte Reinhard Wittland auch Anastasia Krabbe und Hanna Wissing für ihre 800 m beim Lauf der W15/W14 mit auf dem Weg gegeben, zumal beide nur wenig Wettkampferfahrung mitbrachten. Eine Zeit unter 2:36 Min. war die Vorgabe für Anastasia Krabbe. Diese setzte sie perfekt um und lief als Sechste nach 2:35,17 Min. über die Ziellinie. Damit war Krabbe die Drittschnellste des Jahrgangs 2007. Wissing beendete ihren Lauf als Zehnte und Fünfte des Jahrgangs 2007.

Jubel und Enttäuschung lagen bei Elissa Albers sehr nahe beieinander. Die 16-Jährige startete über die 800 m im D-Lauf der W 18, W 20 und Frauen. Taktisch sehr geschickt ließ sie an sechster Position laufend den Kontakt zur Spitze nicht abreißen. Zur Mitte des Rennens lag sie bereits auf Platz fünf und 200 m und vor dem Ziel hatte sie sich schließlich bis auf die dritte Position vorgearbeitet. Eingangs der Zielgerade setzte die Eperanerin – angefeuert von den Vereinskameradinnen – zum Endspurt an, flog geradezu an den bis dahin Führenden vorbei und kam mit fast zehn Metern Vorsprung nach 2:20,15 Min. und damit einer Verbesserung der persönlichen Bestzeit um rund fünf Sekunden ins Ziel. Zur Qualifikation für die Deutschen Meisterschaft hätten mit dieser Zeit nur noch rund zwei Sekunden gefehlt.

Allerdings währte die große Freude über den Sieg und die Bestzeit nur kurz. Ein Kampfrichter monierte, dass Elissa Albers kurz nach dem Start, bevor die Läuferinnen auf die Innenbahn eingebogen waren, auf die Begrenzungslinie ihrer Bahn getreten sei. Die Disqualifikation und große Enttäuschung bei Elissa Albers waren die Folge.

Fabiane Meyer hatte sich ebenfalls für die 800 m entschieden und traf im A-Lauf der W 18, W20 und Frauen u. a. auf Majtie Kolberg von der LG Kreis Ahrweiler, deren Ziel es war, sich mit einer Zeit unter 2:03,80 Min. für die Europameisterschaften der U 23 zu qualifizieren. Entsprechend schnell war das Anfangstempo, vorgegeben von Rieke Emmrich aus Nordhorn als Tempomacherin. Nach 1:00,18 Min. gingen Emmrich und Kolberg in die Schlussrunde. Fabiane Meyer fand sich bei dem schnellen Anfangstempo zunächst mit einigem Abstand zur Spitze in vorletzter Position wieder. Mit einer Durchgangszeit nach 400 m von etwa 1:03 Min. war sie aber durchaus auf Kurs. Ganz langsam gelang es ihr auch, sich nach vorne zu arbeiten. Als die 18-Jährige etwa 200 m vor dem Ziel wieder einmal zum Schlussspurt ansetzte, zog sie schnell an mehreren Läuferinnen vorbei. Majtie Kolberg, die als Erste nach 2:03,13 Min die Ziellinie überlief, und auch die Zweite Jolanda Kallabis aus Freiburg, die in 2:05,75 Min. folgte, konnte sie aber nicht mehr erreichen. Als Dritte hatte Fabiane Meyer am Ende mehr als drei Sekunden Vorsprung auf die Vierte Lena Posniak. Und der Blick auf die Uhr zeigte zudem noch, dass sie in 2:07,72 Min. ihre vor fünf Wochen in Wetzlar erzielte Bestzeit um genau eine Hundertstelsekunde verbessert hatte.

„Ich wollte unbedingt wieder an einem Wettkampf teilnehmen. Und in Dortmund wurde erst sehr spät klar, dass dort auch Nicht-Kaderathleten können“, antwortete Jan Friedrich Büscher auf die Frage, warum er die lange Fahrt nach München auf sich genommen hat. „Außerdem konnte ich dort einen Freund besuchen.“

Sportlich war der 16-Jährige nicht ganz zufrieden. Im B-Lauf der M 18, M 20 und Männer über 1500 m kam er als Sechster unter elf Startern ins Ziel; als Jüngster im Feld war er aber Erster der W 18. Mit der Zeit 4:30,27 Min. verpasste Jan Friedrich Büscher seine Bestzeit um rund drei Sekunden.

Startseite