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Schießen: Relegation zur 2. Liga Luftgewehr

Eper Schützen haben noch Zeit

Dortmund/Epe

Die Zeit ist noch nicht reif: Mitmischen wollten die Vereinigten Sportschützen Epe (VSS) im Kampf um die 2. Liga. Daran hatte der ambitionierte Meister der Westfalenliga im Vorfeld der Aufstiegsrelegation auch keine Zweifel gelassen. Aber sehr schnell wurde im Landesleistungszentrum in Dortmund deutlich, dass es nicht reicht – noch nicht.

Stefan Hoof

Mannschaft, Vorstandsmitglieder und Fans der Vereinigten Sportschützen Epe stellten sich im Landesleistungszentrum in Dortmund zum Foto auf. Die Gruppe ist sich sicher: „Nächstes Jahr kommen wir wieder zur Aufstiegsrelegation.“ Foto: Stefan Hoof

Gleich die ersten Schüsse passten nicht perfekt, leuchtete das Ergebnis auf dem Display nicht rot (für eine 10) auf. Schnell baute sich ein Rückstand auf, der kaum zu kompensieren war. Insbesondere das Team Wetterau setzte sich im ersten Durchgang mit 1962 Ringen von der gesamten Konkurrenz deutlich ab und steigerte sich später auf 1968. Da konnte selbst Zweitligist Emsdetten nicht mithalten (1948/1938). Damit war einer von zwei Aufstiegsrängen schon vergeben.

Die Eperaner ließen deshalb die Köpfe nicht hängen. Das junge Team lieferte solide, aber keine herausragenden Ergebnisse ab. Eine bessere Tagesform wäre aber vonnöten gewesen, um den Anspruch auf den Zweitliga-Aufstieg zu untermauern. „Dazu braucht es zwei, drei 390er-Runden und zwei im guten 380er-Bereich“, rechnete Trainerin Christiane Broders vor.

Ihr Team mit Katharina Rekers, Lucy Werner, Sophia Benterbusch, Johanna Buntkowski und Leonie Kühlkamp kam auf 1921 Ringe: eine einheitliche Leistung mit Resultaten zwischen 386 und 382 Ringen.

Der Aufstieg war nach Durchgang eins in unerreichbare Ferne gerückt. Broders nutzte deshalb die Chance, auch Anna-Lena Loick und Hanna Sundermann auf den Schießstand zu schicken. „Weil Erfahrungen auf diesem Niveau und in dieser Atmosphäre so wichtig sind“, betonte die seit vier Jahren in Epe sehr erfolgreiche Trainerin.

VSS Epe, vom SV Deiringsen bedrängt (1918 Ringe), kämpfte unverdrossen weiter. Broders und die Eper Fans durften sich freuen: „Im zweiten Durchgang haben wir uns auf 1934 Ringe verbessert“, war auch der Sportliche Leiter, Jochen Perrefort, zufrieden. Deiringsen kam nicht heran, VSS aber mit insgesamt 3855 Ringen noch fast an SV Wissen 2 heran (3859). Den Aufstieg verdienten sich Wetterau (3930) und Erdbach (3888) – knapp vor Emsdetten (3886).

Nach dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“ hatte Katharina Rekers in Runde zwei 394 Ringe (98/98/99/99) erzielt und mit einer Zehn abgeschlossen. Sophia Benterbusch verbesserte sich auf 390 Ringe, war die formstabilste Eper Schützin in Dortmund und durfte sich zwischendurch über eine 100er-Serie freuen. Leonie Kühlkamp hatte es eilig und bestätigte ihre 384 Ringe in nur 21 Minuten. Youngster Hanna Sundermann (16 Jahre; 379 Ringe) unterstrich ihr Talent, steigerte sich in ungewohnter Umgebung auf 98 Ringe in ihrer dritten 10er-Serie. Anna-Lena Loick (387 Ringe) freute sich über eine 100er-Serie, haderte nur mit ihrem letzten Schuss (8).

„Alles okay, ich bin mit allen meinen Schützinnen zufrieden“, freute sich Broders nicht nur über dieses gute Finish. „Heute kam es auf die Tagesform an. Die war gut, reichte aber nicht für den Aufstieg. In der Meisterschaft muss die Form an vier Spieltagen stimmen. Deshalb sind wir Meister der Westfalenliga geworden. Wir werden hier wieder angreifen – nächstes Jahr“, bilanzierte Christiane Broders.

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