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Tennis: 17. Gronau Open

Favoritin Steur scheitert an Bartone

Gronau

War das ein Match. Eine Top-Partie auf Endspielniveau. Und das im Achtelfinale. Schließlich gab es auch noch ein überraschendes Ergebnis im Achtelfinale der Gronau Open.

Nadine Sattler

Silvia Ambrosio Foto: sh

Wirklich keinen Punkt schenkten sich die an Nummer 1 der Gronau Open gesetzte, für den Tennispark Versmold spielende Julyette Steur, und die an 14 gesetzte Kamilla Bartone (TEC Waldau). Vier Stunden lang feuerten beide Spielerinnen im Achtelfinale die kleine gelbe Filzkugel über das Netz.

Den ersten Satz entschied Favoritin Steur noch 6:4 für sich. Doch Bartone wehrte bei eigenem Aufschlag im zweiten Satz mehrere Matchbälle gegen sich ab, sie rettete sich nach einem spannenden Satz-Tiebreak in den dritten Satz, in dem Steur gleich zu Beginn mehrfach souverän punktete. Jedoch setzte sie sich nicht entscheidend ab.

So war es die DTB-Ranglisten 82., die mit einer enormen kämpferischen Leistung am Ende eine weitere Favoritin mit 4:6, 7:6, 6:4 aus dem Turnier warf und jubelte.

Bartone spielte ein hervorragendes Match, sie verlangte ihrer Gegnerin alles ab. „Die beiden haben mit ihrem endspielwürdigen Achtelfinale über vier Stunden den Turnierzeitplan schon durcheinander gebracht, aber solche Spiele sieht man gerne“, kommentierte Turnierleiter Sven Gabbe dieses lange Match.

Nur von kurzer Dauer war hingegen den Auftritt von Steffi Bachofer (TC Bernhausen). Nachdem die dreimalige Finalistin der Gronau Open ihr Spiel gegen Alice Violet (Braunschweiger THC) schon kurz nach Spielbeginn verletzungsbedingt aufgeben musste, stand Violet am Samstagmorgen als erste Viertelfinalistin der 17. Auflage der Gronau Open fest. Auch Physiotherapeut Enrico Kneepkens konnte der Mitfavoritin auf den Turniersieg nicht mehr weiterhelfen. Mit Tränen in den Augen beendete Bachofer vorzeitig das Turnier an der Losserstraße. „Die Enttäuschung war sicherlich groß, aber die Gesundheit geht bei all dem Ehrgeiz nun mal vor. Und die Spielerinnen benötigen vor allem eine intakte Schulter,“ war sich Sven Gabbe sicher, dass die Aufgabe Bachofers die einzig richtige Entscheidung war.

Mit Michelé Tongers vom Tennisclub Bredeney kippte gleich eine weitere Favoritin aus dem Turnier. Gegen eine stark aufspielende Silvia Ambrosio (Tennis 65 Eschborn) hatte Tongers keine Chance und musste ihrer Gegnerin zum 6:2, 6:3-Sieg gratulieren.

Die Ergebnisse des Achtelfinales: Steur - Bartone 6:4, 6:7, 4:6; Tongers - Ambrosio 2:6, 3:6; Matviyenko - Melosch 6:3, 4:6, 7:6; Violet - Bachofer 1:0 Aufgabe; Hodzic - Rennert 6:2, 6:3; A. Schmidt - Makarova 0:6, 2:6; Sziedat - A. Schmitz 6:4, 6:7, 1:6; M. Schmidt - Werner 4:6, 0:6.

Ihr vierstündiges Achtelfinale merkte man Kamilla Bartone nicht an. Die aktuelle Nummer 10 der Jugend-Weltrangliste siegte im Viertelfinale gegen Silvia Ambrosio (Tennis Eschborn) mit 6:0, 6:4. Ambrosio haderte sehr mit ihrem fehlerhaften Spiel und ließ das auf dem Platz auch vernehmen.

Ähnlich gestaltete sich das Match zwischen der in Gronau an Nummer 2 gesetzten Caroline Werner (BASF TC Ludwigshafen) und Alissa Schmitz (TC Karken). Werner löste klar mit 6:3, 6:1 ihr Ticket für das Halbfinale.

Zum letzten Spiel des Viertelfinales betraten Mina Hodzic (Tennisclub Bredeney) und Ektarina Makarova (TC Parkhaus Wanne-Eickel) den Platz. Gestalte Hodzic im ersten Satz die Partie noch auf Augenhöhe und gab diesen nur 6:7 ab, so legte Makarova im zweiten Satz noch einmal einen Zahn zu und gewann diesen mit 6:1.

Zuvor hatte Lisa Matviyenko (Der Club an der Alster) kurzen Prozess in ihrem Match gegen Alice Violet (Braunschweiger THC) gemacht. Mit 6:3, 6:1 entschied Matviyenko dieses Nordderby für sich.

Das Viertelfinale auf einen Blick:

Bartone - Ambrosio 6:0, 6:4; Matviyenko - Violet 6:3, 6:1; Hodzic - Makarova 6:7, 1:6; Schmitz - Werner 3:6, 0:6.

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