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Triathlon in Saerbeck / Schöppinger Volkslauf abgesagt

Nur ein schmaler Silberstreif am Horizont

Gronau

In den Sommermonaten sind vielleicht wieder Wettkämpfe möglich. Das war die Hoffnung vieler Läuferinnen, Läufer, Triathletinnen und Triathleten. Geblieben ist von diesen Hoffnungen nur ein schmaler Silberstreif am Horizont. Der möglicherweise einzige Triathlon in der Region in dieser Saison startet am Sonntag in Saerbeck.

Von Günter Poggemann

Auf die Unterstützung der Zuschauer müssen Rolf Schweiger und die anderen Aktiven am Sonntag beim Triathlon in Saerbeck verzichten. Hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2011. Foto: gp

Viele Veranstalter von Volks- und Straßenläufen hatten schon frühzeitig die für Juni, Juli und August geplanten Läufe abgesagt. Anderenorts wartete man zunächst mit der Absage, zog aber schließlich auch die Reißleine. So wurde der für Mitte Juni geplante Schützenfestlauf in Ellewick auf den 11. September verschoben, in Rorup veranstaltet man einen virtuellen Lauf und in Schüttorf hat man sich noch nicht festgelegt, ob der Citylauf eventuell im Herbst nachgeholt wird.

In Schöppingen haben sich die Verantwortlichen vor einigen Tagen ebenfalls schweren Herzens für eine Absage des Laufes „Rund um den Schöppinger Berg“ entschieden. Das 25-jährige Jubiläum dieses ganz besonderen Laufs findet daher voraussichtlich erst am 19. August 2022 statt.

Reinhard Wittland vom TV Westfalia Epe dagegen hofft, dass der Michaelislauf am 26. September über die Bühne gehen kann. „Letztlich hängt das davon ab, ob der Michaelismarkt stattfindet“, betont er. Für den Survivallauf dagegen sieht er nur wenig Chancen.

Der September ist nun der Monat, auf den sich die Hoffnungen richten. In Borken-Gemen steht am 3. September der Burglauf auf dem Programm, für den im April abgesagten Citylauf in Stadtlohn haben die Veranstalter den 24. September ins Visier genommen . In Nordhorn hält man sich mit eindeutigen Aussagen zur „Nordhorner Meile“, die am 11. September im Kalender steht, noch zurück. Und die Marathonis hoffen natürlich, dass das Laufhighlight der Region, der Münster-Marathon, am 12. September wie geplant stattfinden kann. In diesen Tagen soll, so hat das Team um Michael Brinkmann angekündigt, die endgültige Entscheidung fallen, ob die Veranstaltung mit mehreren Tausend Läuferinnen und Läufern durchgeführt werden kann.

Ähnlich ist die Situation bei den Triathlonveranstaltungen – mit dem Unterschied, dass für den Ausdauerdreikampf mit Schwimmen, Radfahren und Laufen der September nur noch sehr eingeschränkt in Frage kommt. Nachdem viele Triathlon-Events in der Region ebenfalls frühzeitig gestrichen wurden, kam Anfang Juni auch das Aus für den Triathlon in Münster. Nachdem es Anfang Juni zunächst geheißen hatte, die Veranstaltung im Hafengebiet könne am 27. Juni stattfinden, folgte wenige Tage später die Absage, da die Veranstalter nicht gewährleisten konnten, dass das Event im Hafengebiet im Blick auf die Corona-Situation sicher durchgeführt werden kann.

Anders sieht dies bei Veranstaltungen aus, die nicht in städtischen Umgebungen stattfinden. Daher steht der Triathlon am Torfmoorsee in Hörstel-Riesenbeck am 29. August bisher noch im Kalender. Und daher hat man sich in Saerbeck entschlossen, den Triathlon rund um den Badesee am kommenden Sonntag in Saerbeck durchzuführen – allerdings unter ganz besonderen Bedingungen: Auf dem Programm steht nur der Sprinttriathlon mit 600 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen, zugelassen sind maximal 300 Sportlerinnen und Sportler, starten darf nur, wer genesen, geimpft oder getestet ist, und der Start erfolgt in Wellen mit jeweils 20 Startenden. Siegerehrungen finden nicht statt.

Vom TV Gronau konnten sich Silke Teuber, Andreas Fröhner, Rolf Schweiger und Alexander Winterholler einen Startplatz sichern und wollen zumindest einmal in diesem Jahr unter Beweis stellen, dass sie topfit sind.

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