Fußball-Bezirksliga 11: Interview mit VfB Alstättes Trainer Markus Krüchting

„Wir müssen ans Limit gehen“

Alstätte

Der Bezirksliga-Aufsteiger hat einen Vorgeschmack auf das bekommen, was ihn in der neuen Saison erwartet. Mit 3:7 musste sich der VfB Alstätte im Pokalwettbewerb seinem zukünftigen Klassenkonkurrenten TSG Dülmen geschlagen geben.

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Der VfB Alstätte (hier mit Tobias Terweh am Ball) hatte ersatzgeschwächt einen schweren Stand gegen die TSG Dülmen. Foto: Stefan Hoof

Zwar erzielten die Rot-Weißen drei Treffer, aber eklatant waren die Mängel in der Defensive. Jedoch traten die Gastgeber mit einer personell stark geschwächten Mannschaft an, sodass diese Pokalpartie nur bedingt als Messlatte für kommende Aufgaben taugt.

Nach dem Abpfiff sprach WN-Redakteur Stefan Hoof mit Alstättes Spielertrainer Markus Krüchting über die schwierige Vorbereitung und die Aussichten für das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den VfL Billerbeck.

Welche Erkenntnisse hat dieses Spiel geliefert?

Markus Krüchting: Dass wir drei Tore machen, so weit vor das gegnerische Tor kommen und auch mal für Entlastung sorgen, ist schon einmal sehr positiv zu bewerten. Denn gerade offensiv fehlt im Moment viel Qualität. Da bin ich schon positiv überrascht. Aber unsere individuellen Fehler, noch dazu in der eigenen Hälfte, hat die TSG auch gleich mit Gegentoren bestraft. Aber wir haben auch gesehen, dass, wenn man alles abruft und der Gegner wie im zweiten Durchgang etwas runterschaltet, wir auch mal die Null halten und selbst Tore machen können.

Die Vorfreude auf den Saisonstart wird durch diese Niederlage nicht getrübt?

Krüchting: Nein, die Freude ist da, keine Frage. Und auch unsere Fans brennen auf den Saisonstart. Die Jungs sollen das am Sonntag einfach genießen. Und wenn die dann 100 Prozent Laufbereitschaft zeigen, sitzt auch gegen die eine oder andere Mannschaft in der Bezirksliga definitiv für uns etwas drin. Wir müssen sehen, dass wir wie gegen Dülmen in der zweiten Halbzeit alles rausholen, um zu punkten.

Der VfL Billerbeck ist zum Saisonauftakt ein angenehmer Gegner?

Krüchting: Angenehmer als die TSG Dülmen, die ich zusammen mit Nordkirchen, TuS Haltern 2 und Vorwärts Epe unter den besten fünf Teams erwarte. Aber das darf nicht dazu verleiten, von einer wesentlich leichteren Aufgabe zu träumen. Wenn Billerbeck hier komplett antritt und wir auch nur ein paar Prozent zu wenig geben, wird auch da eine Niederlage stehen. Da müssen wir unbedingt ans Limit gehen, um auch Punkte zu holen.

Die Vorbereitung verlief nicht wie gewünscht.

Krüchting: Überhaupt nicht. Wenn wir nicht so viele verletzte Spieler gehabt hätten, wäre auch ein ordentliches Training möglich gewesen und hätten wir die Testspiele vernünftig durchziehen können. Aber so hat sich jede Woche Schlag auf Schlag unser Lazarett gefüllt. Und schlecht gespielt haben wir auch. Es fehlte einfach so viel Personal, dass wir nur noch rotiert haben und unseren Kader mit Spielern aus der 2. Mannschaft und A-Jugend aufgefüllt haben, um überhaupt spielen zu können. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, da kann ich nicht mit zufrieden sein. Und dann müssen sich einige Leute auch hinterfragen, ob da im Training nicht noch mehr Leistung kommen konnte.

Ändert sich der Kader bis zum Sonntag noch?

Krüchting: Johannes Terhaar, der jetzt verhindert war, wird wieder dabei sein. Und vielleicht kann ich selbst mitspielen, wenn die Schulterverletzung es zulässt. Aber viel mehr wird sich da nicht tun, zumindest nicht bis Sonntag. Auch unsere Urlauber, die aus Kroatien mit dem Auto zurückkehren, werden es bis zum Spiel nicht schaffen und haben ja auch nicht trainiert.

Wenn du jetzt für ein Bezirksliga-Tippspiel ein Ergebnis eintragen müsstest?

Krüchting: Kann ich das gut eine Woche vorher kaum beantworten. Vielleicht würde ich ein 2:2 eintragen.

Oder ein 2:1?

Krüchting: Klar, das wünsche ich mir, das wünschen wir uns alle. Ein Heimsieg zum Auftakt, das wäre toll, da werden wir alles für tun. Aber man muss auch ehrlich bleiben, die personelle Situation ist so bescheiden wie gerade beschrieben.

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