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Fußball: Weltmeisterschaft

Umfrage unter Trainern: Argentinien wird hoch gehandelt

Baumberge

Die umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft beginnt am Sonntag. Vorher tippten einige Trainer aus den Baumbergen den Weltmeister.

Jamal Musiala vom FC Bayern München ist ein Hoffnungsträger bei der deutschen Nationalmannschaft. Foto: Imago/Poller

Am Sonntag beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Im Eröffnungsspiel stehen sich der Gastgeber und Ecuador um 17 Uhr deutscher Zeit gegenüber. Sportredakteur Johannes Oetz hat unter den heimischen Trainern nachgefragt, ob sie das umstrittene FIFA-Turner boykottieren oder nicht. Außerdem bat er die Coaches darum, Tipps abzugeben: Wo landet Deutschland und wer wird Weltmeister?

Matthias Feitscher, Co-Trainer der Nottulner Frauenmannschaft:

„Ich habe nicht ein solch gutes Gefühl wie bei früheren Weltmeisterschaften. Ich werde nicht mit einem Fähnchen am Auto herumfahren. Trotzdem möchte ich mir die deutschen Spiele angucken; auch unter dem Aspekt, ob es im taktischen Bereich Neuerungen gibt. Für die Deutschen ist das Erreichen des Achtelfinales möglich, vielleicht sogar das Viertelfinale. Meine Hoffnungen setze ich auf Musiala. Weltmeister wird Argentinien. Die Mannschaft ist seit 36 Spielen ungeschlagen.“

Markus Linder, Trainer SW Havixbeck:

„Die deutschen Spiele und das ein oder andere interessante Spiel werde ich mir anschauen. Katar gegen Ecuador gucke ich definitiv nicht. Der Zeitpunkt ist für eine WM natürlich völlig daneben. In dieser Jahreszeit gibt es andere Aktivitäten, der Fußball wird deshalb nicht vorgezogen. Die deutsche Mannschaft kommt nicht über das Viertelfinale hinaus. Im letzten Drittel haben die Deutschen kein internationales Top-Niveau. Weltmeister wird eine Mannschaft aus Südamerika: Brasilien oder Argentinien.“

Bernd Westbeld, Trainer des SV Bösensell:

„Ich werde mir die deutschen Spiele anschauen. Schon wegen meiner beiden Söhne, die neun und fünf Jahre alt sind. Sie sind im Fußball-Fieber, aber nicht im WM-Fieber. Die Deutschen scheiden im Achtelfinale oder spätestens im Viertelfinale aus, denn vorne fehlen die Leute, die die Tore schießen und hinten ist die Mannschaft einfach nicht sattelfest. Am Ende sehe ich Frankreich ganz vorne.“

Mahmoud Abdul-Latif, Trainer GW Nottuln 2:

„Ich werde mir die WM-Spiele anschauen, weil ich den Fußball zu sehr liebe. Ich setze mich allerdings auch mit den kritischen Berichten und Reportagen auseinander. Der deutschen Mannschaft wird in diesem Jahr wieder einmal nicht viel zugetraut. Ich denke aber, dass es viele gute deutsche Einzelspieler gibt. Vielleicht gelingt es ja Bundestrainer Hansi Flick, aus ihnen eine schlagkräftige Mannschaft zu bilden. Ich traue es ihm jedenfalls zu. Mein Weltmeister-Tipp heißt daher Deutschland oder Frankreich. Mein Geheimfavorit ist, wie seit Jahren, Belgien.“

Dirk Teichmann, ehemaliger Torwarttrainer von GW Nottuln:

„Ich stehe den Entwicklungen im Profifußball schon seit einiger Zeit kritisch gegenüber. Diese Kommerzialisierung macht mir einfach keinen Spaß. Auch deshalb sehe ich gerade die WM in Katar äußerst kritisch. Ich habe mich zudem mit den Skandalen rund um die WM beschäftigt und kürzlich etwa die bedrückende Dokumentation von Thomas Hitzlsperger gesehen. Das macht mich betroffen. Ich bin aber auch kein Verweigerer und werde mir daher einige Spiele anschauen. Seit der schwachen Leistung der deutschen Mannschaft im Testspiel gegen den Oman, bin ich der Meinung, dass sie die Vorrunde nicht überstehen wird. Weltmeister wird Japan (lacht). Ehrlich: Letztlich ist es mir egal.“

Dirk Nottebaum, Co-Trainer von GW Nottuln:

„Ich habe mich über das Thema mit meinen Kindern unterhalten und entschieden, dass ich mir die WM anschauen werde. Die Spieler können für die Umstände am wenigsten. Ich glaube, dass Deutschland ins Viertelfinale kommt, dann ist aber Schluss. Mein Weltmeister-Tipp lautet Argentinien.“

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