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Fußball: Hohenholtes Coach Lukman Atalan blickt auf die Saison zurück

Es muss nicht immer schön sein

Hohenholte

Nein, mit dem Abschneiden in der Saison 2021/22 waren die Fußballer der ersten Mannschaft von GS Hohenholte überhaupt nicht zufrieden. Im Rückblick machte Trainer Lukman Atalan dafür vor allem die Schwäche vor dem gegnerischen Tor aus.

Von Theresa van den Berg

Das Toreschießen war in der vergangenen Saison nicht die Kernkompetenz von GS Hohenholte. Hier versucht es einmal Ferdinand Vogelsang – und trifft! Foto: Johannes Oetz

Ja, ja – die gute, alte Chancenverwertung. Davon kann Lukman Atalan, Trainer von GS Hohenholte, ein Lied singen. Denn: Zu oft standen er und sein Team in der vergangenen Saison trotz einer guten Leistung mit leeren Händen da – und den einzigen Vorwurf, den Atalan seinen Jungs nach 90 Minuten machen konnte, war die schlechte Chancenverwertung: „Du machst ein gutes Spiel, doch der Gegner holt die Punkte.“

Das brachte die Hohenholter vor allem zu Beginn in die abstiegsgefährdete Zone der Kreisliga A. Zu oft verloren die Gelb-Schwarzen „dumm und unglücklich“ (O-Ton Atalan). Und weiter: „Wir waren selbst Schuld, dass wir auf einmal so tief unten drin standen.“

Erst im Herbst wurde es besser. Knackpunkt sei das 3:2 gegen Schapdetten gewesen, das für die Wende sorgte. „Diesen Sieg haben wir unbedingt gebraucht. Ab da lief es, wir haben die Punkte geholt und anschließend gute Spiele abgeliefert.“ Am Ende kamen dabei 26 Punkte und Platz zehn heraus, was durchaus anders geplant war. Mit dem Abstieg hatte die Mannschaft aufgrund der Tatsache, dass nur einer runter musste, zwar nicht mehr viel zu tun, das Ziel von Rang eins bis sechs wurde jedoch klar verfehlt und auch die Punkteausbeute hätte in Atalans Augen höher ausfallen können.

Damit das in der neuen Spielzeit anders läuft, sei das A und O ein guter Saisonstart. Dafür dürfen in Zukunft gerne auch mal dreckige Siege her. „Wir müssen nicht immer schön spielen, um zu gewinnen. Wir müssen einfach cleverer werden und uns in den richtigen Momenten mehr Ruhephasen gönnen.“

Neben der Torausbeute sei eine weitere Schwäche die fehlende Konstanz über das gesamte Spiel gewesen. Auf eine gute erste Halbzeit folgte immer wieder eine schwache zweite, was die Gegner nur zu gerne ausnutzten.

Doch trotz der Kritik – Atalans Schützlinge legten sowohl fußballerisch als auch taktisch eine sehr gute Entwicklung hin. Allen voran Jeremias Lefert, der als einer der Jüngsten auf und neben dem Platz eine starke Leistung gezeigt hat. „Egal, ob als Sechser, vorne drin oder außen, er hat alles überragend gemeistert und ist aus dem Team nicht mehr wegzudenken.“ Doch auch der Rest der Mannschaft zeigte, was er gelernt hat: Die Defensivleistung stimmte, das Stellungsspiel konnte sich sehen lassen und darüber hinaus wuchsen die Hohenholter als Team zusammen, was sich auch auf dem Rasen bemerkbar machte. „Wir haben nie aufgehört, wenn wir mal zurücklagen. Das beste Beispiel ist da das Spiel gegen Altenberge, in dem wir aus einem 0:2 mit einer überragenden zweiten Halbzeit noch ein 2:2 gemacht haben.“

Diese positive Entwicklung will Atalan mit in die neue Saison nehmen. Los geht es bereits am kommenden Dienstag (5. Juli) – auf einen ersten Fitnesscheck soll vor allem Spielpraxis folgen, bevor es wenige Wochen vor Saisonbeginn noch einmal um taktische Feinheiten gehen wird. Nicht mehr mit an Bord sind dann Patrick Hinkerohe, Serwen Agirman, Michael Wildermann, Chris Fohrmann und Thimo Fohrmann, wohingegen Simon Hanning, Fynn-Luca Hölscher und Marvin Wesseler aus der A-Jugend zur Mannschaft hinzustoßen.

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