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Fußball: Volksbank-Baumberge-Cup

GS Hohenholte und SC Nienberge schon weiter

Hohenholte

Am kommenden Samstag ist Finaltag beim 8. Volksbank-Baumberge-Cup von GS Hohenholte. Der Turnierausrichter und der SC Nienberge sind nach zwei Siegen schon sicher dabei.

Von Johannes Oetz

Wille pur: Im letzten Moment Foto: Johannes Oetz

Sechs Punkte aus zwei Spielen: Die Kreisliga-A-Fußballer des SC Nienberge lösten am Sonntag beim Volksbank-Baumberge-Cup das erste Halbfinal-Ticket. Wenig später qualifizierten sich in der Gruppe A auch die Akteure von Gastgeber GS Hohenholte, die aus den ersten beiden Partien ebenfalls die optimale Punkteausbeute holten. Der Sieg wurde allerdings von einer schweren Verletzung überschattet. Am ersten Spieltag der Gruppe B hatte am Samstag SW Havixbeck mit einem Sieg über die favorisierte Mannschaft von GW Nottuln 2 überrascht, während die ersatzgeschwächte Truppe von Fortuna Schapdetten eine erwartbare Niederlage gegen den BSV Roxel 2 einstecken musste.

Gruppe A

SC Nienberge -

Langenh.-Welbergen  5:1

Leicht und locker fuhr der SC Nienberge die nächsten drei Punkte ein und steht damit als Halbfinal-Teilnehmer fest. Langenhorst-Welbergen war in dieser einseitigen Begegnung chancenlos, kam aber zwei Minuten vor dem Abpfiff wenigstens noch zum Ehrentreffer.

GS Hohenholte -

Brukteria Rorup:  2:1

Titelverteidiger GS Hohenholte steht durch den knappen Erfolg gegen Brukteria Rorup als Halbfinalist fest und spielt am Mittwoch im direkten Vergleich gegen Nienberge um Platz eins in der Gruppe. Die Partie gegen die Brukteria begann mit einem Schock, denn nach einem äußerst unglücklichen Zusammenstoß zwischen Björn Wildermann und einem Roruper Spieler blieb der Hohenholter verletzt liegen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Diagnose stand bei Redaktionsschluss noch aus. Die Begegnung wurde nach der Verletzung eine Viertelstunde unterbrochen. Danach sahen die Zuschauer viel Kampf und Krampf. GSH-Torjäger Stephan Waltring brachte seine Farben nach 18 Minuten mit 1:0 in Führung. Dem Gast gelang indes nach einer halben Stunde der Ausgleich. Kurz vor der Pause hatte Waltring Pech, dass sein Kopfball nur an die Latte klatschte. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hektisch. Immerhin gelang Marvin Niehoff in der 82. Minute noch der Siegtreffer für den Platzherren. „Wir haben zwei glasklare Elfer nicht bekommen. Aber egal, wir sind weiter“, erklärte GSH-Trainer Lukman Atalan.

Gruppe B

Fortuna Schapdetten -

BSV Roxel 2  0:5

Diese Szene sagte alles: Fortunas Torhüter Nils Appelhans, der aus Personalnot im Schapdettener Sturm ran musste, schoss in der zweiten Halbzeit einen Elfmeter neben das BSV-Tor. Kein Platzfehler, sondern einfach nur richtig dumm gelaufen. Die letzten aufrechten Fortunen hatten im Spiel gegen die BSV-Reserve, die auch noch mit drei Akteuren aus der Erstvertretung verstärkt worden war, nicht den Hauch einer Chance. Zur Pause führte Roxel schon mit 3:0, am Ende hieß es 5:0. „Wir sind nur hinterhergelaufen. Für uns war das eine Konditionseinheit“, erklärte SVF-Trainer Christopher Muck.

SW Havixbeck -

GW Nottuln 2  3:2

Im Baumberge-Derby gab es mit SW Havixbeck zwar einen Sieger, die Trainer der Mannschaften fühlten sich jedoch beide als Verlierer. „Das war heute völlig frustrierend. Wir hätten viermal in Führung gehen müssen, doch stattdessen macht Havixbeck aus vier Chancen drei Tore“, ärgerte sich Mario Popp, Übungsleiter von Nottulns U23. Doch auch bei Havixbecks Mario Zohlen war die Stimmung nicht besser: „Ich bin echt genervt. Jetzt hat sich auch noch Jens Könemann mindestens eine Zerrung zugezogen. Wir haben akute Personalprobleme und gehen echt auf dem Zahnfleisch.“

Dabei hatte die Begegnung für die als Außenseiter ins Spiel gegangenen Habichte – GWN 2 hatte mit Oliver Leifken und Fabian Schöne auch zwei Spieler aus dem Westfalenliga-Kader aufgeboten – super begonnen. Die Grün-Weißen waren zwar deutlich feldüberlegen, die Schwarz-Weißen in der Defensive jedoch glänzend organisiert. Und so hieß es nach 17 Minuten prompt 1:0 für Havixbeck: Nach einem Konter, den Könemann umsichtig einleitete, traf Julius Mersmann.

Die Nottulner verstärkten nun ihre Angriffsbemühungen und hatten beste Einschussmöglichkeiten durch Linus Sonneborn (21.), Aaron Schölling (23.) und Schöne (29.). Der Ausgleich gelang Schöne dann aber erst ein wenig später, als er einen zu kurzen Rückpass auf SWH-Torhüter Christian Thier erlief und zum 1:1 einschob (32.). Als Leifken in der 40. Minute das 2:1 für die Westfalenliga-Reserve markierte, deutete vieles darauf hin, dass die Nottulner die Partie jetzt in den Griff bekommen würden. Doch weit gefehlt! Die mit viel Herzblut agierenden Schwarz-Weißen schafften noch vor dem Pausenpfiff den Ausgleich: Nach einem Freistoß von Chris Abstiens versenkte Jens Könemann mit dem Hinterkopf das Spielgerät in die Nottulner Maschen. Diese Art von Toren hat der Goalgetter auch schon vor 20 Jahren genau so gemacht.

Nach dem Wiederanpfiff kamen die Nottulner entschlossen auf den Platz zurück. Prompt wäre Leifken beinahe der Ausgleich gelungen, doch er scheiterte an Christian Thier (49.). Nur 180 Sekunden später lag die Zohlen-Elf wieder vorne, denn Jonathan Klossok schloss einen Konter zum 3:2 ab. Havixbeck igelte sich nun noch mehr ein. Da den Grün-Weißen keine zündende Idee kam, plätscherte die Partie vor sich hin. Einmal noch vergaben Klossok und Moritz Kortüm eine Doppelchance, um auf 4:2 zu stellen (57.), anschließend verpasste Aaron Höing eine scharfe Hereingabe von Schöne nur um Zentimeter (59.). Das war´s.

„In der ersten Halbzeit haben wir richtig guten Fußball gezeigt. Insgesamt haben die Jungs diszipliniert gegen den Ball gearbeitet. Zu dieser Leistung kann ich meiner Mannschaft nur gratulieren“, erklärte Zohlen. Popp wiederum hatte schlechte Laune. „Wir wurden für das Auslassen der Chancen bitterböse bestraft. Jetzt müssen wir schnell die Köpfe wieder frei bekommen, denn wir brauchen nun zwei Siege, um den Finaltag noch zu erreichen“, so Popp.

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