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Fußball: Hohenholte vergibt beim 0:1 gegen den BSV Roxel 2 zig Torchancen

Lukman Atalan hört in Hälfte zwei auf zu zählen

Hohenholte

„Wie man so ein Spiel verlieren kann, weiß ich auch nicht.“ Lukman Atalan, Trainer der GS Hohenholte, war bedient an diesem späten Dienstagabend.

Von Theresa van den Berg

Serwen Agirman (l.) hatte einige Chancen, den Ausgleich zu erzielen. Jedoch: Der Stürmer traf nicht. Foto: Johannes Oetz

„Wie man so ein Spiel verlieren kann, weiß ich auch nicht.“ Lukman Atalan, Trainer der GS Hohenholte, war bedient an diesem späten Dienstagabend. Mit 0:1 verlor sein Team gegen die Reserve vom BSV Roxel und das, obwohl es Chancen für mindestens zwei Spiele gegeben hatte.

„In der ersten Halbzeit hatten wir zehn, in der zweiten habe ich aufgehört zu zählen.“ Vom besten Spiel seiner Mannschaft in dieser Saison sprach Atalan nach den 90 Minuten auf heimischem Platz. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Die Einstellung hat gestimmt. Die Taktik wurde umgesetzt und spielerisch war das ebenfalls echt gut.“

Nur das Toreschießen wollte einfach nicht gelingen. „Hätten wir noch 20 Minuten weitergespielt, hätten wir uns wahrscheinlich noch fünf weitere Hundertprozentige herausgespielt und trotzdem nicht getroffen.“ Der Frust saß tief, denn nicht nur die Niederlage schmerzte, auch die Entstehung war für Atalan nur schwer nachzuvollziehen. Bereits in der zweiten Minute gingen die Gäste in Führung. „Durch einen Freistoß, der keiner war. Wir spielen klar den Ball.“ Der Schiedsrichter sah das anders, Roxel brachte den Ball aus 25 Metern vor das Tor und traf. „Patrick ruft Torwart, Lutz will per Kopf klären und irgendwie landet der Ball dann im Tor. Ein ganz komisches Ding“, konnte es der Trainer gar nicht so richtig glauben.

Von dem frühen Gegentor ließen sich seine Schützlinge jedoch nicht beirren und übernahmen mehr und mehr das Kommando. In der siebten Minute war es zunächst Ferdinand Vogelsang, der am Roxeler Torwart scheiterte. Auch die anschließende Ecke sorgte für Gefahr, doch Serwen Agirmans Schuss wurde abgefälscht und ging knapp vorbei. Und die Gelb-Schwarzen machten munter weiter. Vogelsang setzte sich auf rechts durch und brachte den Ball vor das Tor, wo gleich zwei Hohenholter warteten. Stephan Waltring leitete weiter auf Agirman, der aus acht Metern nur den Keeper traf (15.). Und so scheiterten Vogelsang, Waltring, Agirman und Co. allesamt noch weitere unzählige Male am Roxeler Torhüter oder dem eigenen Unvermögen.

Aber auch der BSV hatte zwei gute Möglichkeiten. In der ersten Halbzeit rettete Torhüter Patrick Hinkerohe nach einem zu kurz geratenen Rückpass, im zweiten Durchgang stand der Pfosten im Weg. Die Chancen zum 0:2 änderten jedoch nichts am Hohenholter Unverständnis. „Ich weiß nicht, wie da am Ende eine Null stehen konnte. In einigen Situationen müssen wir den Ball nur noch über die Linie drücken. Im Training machen die Jungs die Dinger alle weg, in der Vorbereitung schießen wir die Tore und jetzt? Jetzt scheitern wir am eigenen Unvermögen und haben Pech. Der Knoten muss platzen und ich bin überzeugt davon, dass er platzen wird“, bleibt Atalan optimistisch. Das sollte er wohl am besten schon am kommenden Sonntag im Kellerduell gegen Saxonia Münster.

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