Fußball: U21-Europameisterschaft

Mario Popp begeistert vom Finale

Nottuln

Nach einer überragenden Vorstellung gegen Portugal hat die deutsche U21-Fußballnationalmannschaft das Finale bei der EM gewonnen. Auch Mario Popp saß begeistert vor dem Fernsehbildschirm. Der Trainer der U23 von GW Nottuln sah dabei einiges, was sich seine Spieler abgucken können.

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Für Mario Popp, Trainer von GW Nottuln 2, war Niklas Dorsch der Matchwinner. Foto: dpa/Marco Steinbrenner

Was für ein Finale! Nach einem temporeichen Endspiel setzte sich die deutsche U21-Fußballnationalmannschaft am Sonntagabend in Ljubljana mit 1:0 gegen die favorisierten Portugiesen durch. Auch viele Fußballfans in den Baumbergen verfolgten das packende Duell am Fernsehbildschirm. Besonders interessiert war Mario Popp. Das war nicht verwunderlich, denn der Coach trainiert bei GW Nottuln die zweite Seniorenmannschaft, die U23, und damit ebenfalls viele junge Kicker. Mit Popp sprach WN-Sportredakteur Johannes Oetz.

Hallo, Herr Popp. Wo und mit wem haben Sie das Finale gesehen?

Popp: Ich habe es mir auf der heimischen Coach mit meiner Frau angeschaut. Unser Kind war zum Glück schon im Bett.

Wie hat Ihnen das Spiel gefallen

Popp: Keine Frage, das war ein super Spiel. Mich hat vor allem überrascht, auf welch hohem Niveau die jungen Spieler beider Mannschaften agiert haben.

Hat Deutschland verdient gewonnen?

Popp: Absolut! Die zentrale Achse der Deutschen um Amos Pieper, Niklas Dorsch und Lukas Nmecha hat erstklassig gespielt. Das Spiel hat Deutschland am Sonntag im Endeffekt auf der Sechs und in der Innenverteidigung gewonnen. Die Jungs haben den Laden dauerhaft dichtgemacht. Wobei Portugal auch über sehr viele individuell überragende Spieler verfügt. Die bessere Mannschaft hatte aber Deutschland.

Welcher Spieler hat Ihnen denn am besten gefallen?

Popp: Eindeutig Dorsch. Er war der Matchwinner. Er hat defensiv unfassbar viel gearbeitet, seine Mitspieler mitgerissen und auch noch den entscheidenden öffnenden Pass auf Ridle Baku vor dem 1:0 durch Lukas Nmecha gespielt.

Gab es aus Ihrer Sicht noch Verbesserungsmöglichkeiten bei der deutschen Nationalmannschaft?

Popp: Verbessern kann man natürlich immer etwas. Nach der Führung hätten die Jungs in einigen Szenen etwa ruhiger spielen müssen. Sie verloren phasenweise zu schnell den Ball, sodass es zu einigen brenzligen Situationen kam. Aber hey, das sind junge Spieler, die noch nicht so viel Erfahrung haben. Dafür ist das eine Generation von Hochgeschwindigkeitsfußballern, die durch die Bank unfassbar schnell auf den Beinen sind.

Glauben Sie, dass ein solches Spiel auch Ihren Spielern bei GW Nottuln in der Entwicklung hilft?

Popp: Da bin ich mir sogar sicher. Trainer Stefan Kuntz hatte seinen Akteuren eine klare Spielidee mit ins Finale gegeben, die sie als Mannschaft bis ins kleinste Detail mitgetragen haben. Wenn alle an einem Strang ziehen, dann kann man auch als vermeintlicher Außenseiter für eine Überraschung sorgen. Uns ist das in der vergangenen Saison zum Beispiel gegen Osterwick gelungen, als meine Mannschaft die Westfalia mit 4:1 besiegte. Da standen auf der anderen Seite beispielsweise mit Mario Worms und den Eggemännern auch richtig starke Spieler.

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