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Fußball: Kreisliga A 3 Münster

Markus Lindner kehrt zu SW Havixbeck zurück

Havixbeck

Markus Lindner, noch Coach beim A-Ligisten Turo Darfeld, wird die Nachfolge von Mario Zohlen bei SW Havixbeck antreten. Damit kehrt er an eine alte Wirkungsstätte zurück, denn schon in der Saison 2015/16 war er für die Habichte verantwortlich.

Von Johannes Oetz

Noch trainiert Markus Lindner Turo Darfeld, ab Sommer wieder SW Havixbeck Foto: Johannes Oetz

Man sieht sich zweimal im Leben – mindestens. So ist es auch mit SW Havixbeck und dem neuen Mann an der Seitenlinie. Nach dem Abgang von Trainer Mario Zohlen benötigte A-Ligist SW Havixbeck recht kurzfristig einen neuen Übungsleiter für die nächste Saison (wir berichteten). Und die Schwarz-Weißen haben ihn nun gefunden. Markus Lindner, noch Coach beim Coesfelder A-Ligisten Turo Darfeld, wird die Zohlen-Nachfolge im Sommer antreten. Damit kehrt der in Darfeld lebende Trainer an eine alte Wirkungsstätte zurück, denn schon in der Saison 2015/16 war er für die Habichte verantwortlich.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Markus wieder für uns gewinnen konnten. Er kann junge Menschen mitziehen. Er fördert, aber er fordert auch. Wir hatten bei der damaligen Trennung kein persönliches Problem mit ihm. Ganz im Gegenteil: Der Kontakt zu Markus ist nie abgerissen“, erklärte jetzt Havixbecks Fußball-Abteilungsleiter Florian Böse.

Nach der Trennung im April 2016 bedauerte es Böse sehr, dass Lindner acht Spieltage vor dem Saisonende aus freien Stücken seinen Vertrag bei SW Havixbeck beendete. Das Team war Tabellenletzter. Der B-Lizenz-Trainer wollte mit seinem vorzeitigen Abschied ein Zeichen setzen, damit die Mannschaft noch den Klassenerhalt schafft. „Es geht hier schließlich nicht um mich, sondern um den Verein“, hatte er damals gesagt und sich damit viele Sympathien im Umfeld erworben. Der Abstieg konnte damals dennoch nicht verhindert werden. Böse wiederum akzeptierte die Entscheidung des Übungsleiters, bedauerte sie aber auch gleichzeitig: „Ich schätze Markus sehr. Für seine geleistete Arbeit bin ich ihm wirklich dankbar. Vielleicht haben wir einfach zum falschen Zeitpunkt zusammengearbeitet. Markus ist ein guter Trainer und wird seinen Weg machen. Ich wünsche ihm mit Turo Darfeld viel Erfolg.“

Den Erfolg hat Lindner mit Darfeld gehabt. Das Team stand unter ihm regelmäßig in der Spitzengruppe der Coesfelder A-Liga. Auch in dieser Saison hegt Turo als Tabellenzweiter noch Aufstiegshoffnungen. Warum macht also Lindner den Schritt zurück zu einem A-Ligisten, der sich mitten im Umbruch befindet? „In Darfeld habe ich schon vor einiger Zeit meinen Abschied bekanntgegeben. Nach sechs Jahren benötigt das Turo-Team neue Impulse. Bei SW Havixbeck wiederum reizt mich, dass ich mit einer sehr jungen Mannschaft zusammenarbeiten werde“, erklärte Lindner und fügte lachend hinzu: „Außerdem hatte ich mit SW Havixbeck noch eine Rechnung offen.“

Bevor er bei den Habichten zusagte – der Vertrag gilt im Übrigen nur für die Kreisliga A – tauschte er sich intensiv mit den Verantwortlichen aus. „Ich wollte schließlich kein Déjà-vu erleben. Deshalb habe ich unter anderem auch eine sehr offenes Gespräch mit Jens Könemann geführt, um zu erfahren, wie er die Stärken und Schwächen des Teams einschätzt“, erklärt der 50-Jährige.

Reizvoll findet der IT-Fachmann, dass nach dieser Saison „ein ganzer Schwung Jugendlicher“ aus der A-Jugend herauskomme. „14 Spieler wechseln in den Seniorenbereich. Fünf oder sechs von ihnen sollen den Kader der ersten Mannschaft verstärken.“ Die Jungs hat sich der Neue bereits in einem Spiel angeschaut und jede Menge Talente entdeckt. „Mit ihnen habe ich jetzt schon 21 Spieler auf meinem Zettel“, sagt Lindner, der gebürtig aus Castrop-Rauxel stammt, sieben Jahre im Bergbau gearbeitet hat und daher die Liebe zum FC Schalke 04 in die Wiege gelegt bekam.

Und wie die Königsblauen, möchte er auch die Havixbecker wieder in höhere Gefilde führen. „Unser Ziel kann zunächst einmal nur sein, möglichst früh nichts mit dem Abstieg aus der A-Liga zu tun zu haben. Danach wollen wir uns in dieser Liga etablieren. Außerdem sollen die Zuschauer auch wieder Spaß an ihrer Mannschaft haben“, so Lindner, der mit Florian Brocks auch schon einen Co-Trainer gefunden hat.

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