1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Havixbeck
  6. >
  7. SW Havixbeck 2: Blick in die Glaskugel

  8. >

Handball: Münsterlandklasse

SW Havixbeck 2: Blick in die Glaskugel

Havixbeck

Wohin der Weg der Mannschaft von SW Havixbeck 2 führt, ist zurzeit höchst unklar. Der Grund: Große Personalsorgen bei den Schwarz-Weißen. Noch nicht einmal der Verbleib in der Münsterlandklasse, in die man vor wenigen Wochen erst aufstieg, ist sicher.

Von Klaus Schulte

Trainer Martin Drewer kann alles andere als aus dem Vollen schöpfen. Dennoch ist der Coach der SWH-Zweiten letztlich doch optimistisch. Foto: Klaus Schulte

Wohin der Weg der Havixbecker Handball-Reserve geht, gleicht zur Zeit einem Blick in die Glaskugel. „Ich habe zur Zeit noch nicht einmal einen Kader, mit dem ich planen kann“, verrät Martin Drewer, Coach der zweiten Mannschaft.

Dabei ist es gerade acht Wochen her, dass die Mannschaft in einem Herzschlagfinale den Aufstieg in die Münsterlandklasse feierte. Doch nach Feiern ist in diesen Tagen bei den Havixbecker Handball-Verantwortlichen niemandem zumute. Zu groß sind die Sorgen, nachdem sich nach dem Landesliga-Abstieg der Ersten (wir berichteten) gleich sechs Spieler abmeldeten. Zuletzt Joshua Schmidt, der beim Landesligisten TSV Ladbergen anheuerte.

„Ich kann noch nicht sagen, wer in der Zweiten spielt und in welcher Liga“, bleibt Martin Drewer Realist. „Die erste Mannschaft genießt Priorität. Hier müssen zahlreiche Löcher gestopft werden.“ Gemeinsam mit Florian Schulte, dem Trainer der ersten Herren, sucht er nach Lösungen. Dazu trainieren beide Mannschaften seit Wochen zusammen nach einem gemeinsamen Grundkonzept, sodass Spieler beider Teams problemlos wechseln könnten.

Das Vorbereitungsspiel um 17 Uhr am kommenden Samstag gegen den SC Westfalia Kinderhaus soll endgültige Klarheit bringen. Danach werden die Kader benannt.

„Wir werden auf jeden Fall noch Spieler aus der dritten Mannschaft für die Zweite rekrutieren müssen“, hat Martin Drewer klare Vorstellungen. „Entsprechende Vorgespräche hat es auch schon gegeben.“ Der Übungsleiter der Reserve ist sich sicher, dass 14 Spieler pro Mannschaft zusammenkommen. Was aber aus der Dritten wird, steht noch in den Sternen. „Ich denke, dass wir die dritte Mannschaft abmelden müssen“, glaubt Martin Drewer.

Nachwuchs-Lücke von sechs Jahren

Eine A-Jugend, die helfen könnte, gibt es leider nicht. „Jetzt rächt es sich, dass wir in den letzten Jahren – auch bedingt durch die Corona-Pandemie – die Jugendlichen im Ort nicht für den Handballsport begeistern konnten.“

Allerdings liegen die Probleme tiefer, denn es fehlt auch eine männliche B- und C-Jugend. Damit klafft eine Nachwuchs-Lücke von sechs Jahren.

Ob die zweite Mannschaft der Havixbecker den hart erkämpften Platz in der Münsterlandklasse einnehmen wird, entscheidet der Vorstand. In der Münsterlandklasse warten neben den Absteigern aus der Bezirksliga auch zahlreiche Erstvertretungen auf die Schwarz-Weißen. „Natürlich würden wir viel Lehrgeld zahlen müssen“, weiß Martin Drewer, der keinen Hehl daraus macht, dass ihm ein Verbleib in der Münsterlandklasse lieber wäre. „Nähmen wir den Platz der Dritten ein, hätten wir lediglich eine Sechsergruppe in der Kreisklasse. Da sind mir 26 Spiele schon lieber. Das sehen auch die Spieler so.“

Trotz der Tatsache, dass am Ende der Saison vier Mannschaften absteigen müssen, hat sich der Havixbecker Handballlehrer seinen Optimismus bewahrt: „Mit Euphorie läuft alles ein bisschen flüssiger“, hofft er auf Überraschungen mit Verweis auf die Relegation. „Außerdem haben viele Mannschaften ein ähnliches Nachwuchsproblem. Im schlimmsten Fall ginge es zurück in die Kreisliga. Das wäre auch kein Beinbruch.“

Für den Fall, dass der Vorstand die zweite Mannschaft für die Münsterlandklasse meldet, blieben Martin Drewer 14 Tage mehr Vorbereitungszeit, weil die Teams von GW Nottuln und der TV Vreden 2 um Spielverlegung nachgesucht haben.

Startseite
ANZEIGE