Fußball: In Havixbeck steht Wiederaufnahme des Trainings an

Tendenz sorgt für Optimismus

Havixbeck

Alle schauen nach der Inzidenz. Und wenn die lange genug unter der magischen Grenze liegt, soll‘s losgehen. Die Kicker in Havixbeck und Hohenholte stecken – wie viele andere – in den Startlöchern.

Von Thomas Austermann

Fußball ist auch Kontaktsport und muss dementsprechend trainiert werden – das weiß auch Felix Bußmann, Havixbecks Keeper. Foto: Johannes Oetz

Die Null muss stehen, sagen die Fußballer. Aktuell hat die Kickergilde allerdings ganz andere Zahlen im Blick, irgendwelche unter 50 nämlich. Der zu Berühmtheit gelangte Inzidenzwert würde dann Tür und Tor öffnen. Laut neuer Corona-Schutzverordnung darf die Rückkehr auf den Platz und damit ins Training angesetzt werden, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 50 bleibt. 48 Stunden nach Tag fünf kann es losgehen.

Und ja, diese Perspektive ist da. In Havixbeck zum Beispiel steht der konkrete Plan der Schwarz-Weißen, am kommenden Dienstag (25. Mai) ins Mannschaftstraining einzusteigen.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Coesfeld lag am Montag bei 44 Fällen binnen der letzten sieben Tage, bezogen auf 100 000 Einwohner, am Dienstag bei 36,7 und am Mittwoch bei 34,5. Die Tendenz stimmt. Und sorgt für Optimismus. „Wir sind soweit klar“, sagt Abteilungsleiter Florian Böse, der am Wochenende etliche Telefonate führte und Absprachen traf. „Alle wollen an den Ball – bleiben die Zahlen im gewünschten Rahmen, sind die Seniorenteams und die Alten Herren am Dienstag nach Pfingsten am Start!“

Zurzeit ist das Stadion den Mini-Kickern überlassen, aber neue Platzbuchungen lassen sich zügig umsetzen auch dank der ausreichenden Infrastruktur im Sportzentrum Flothfeld.

Infrastruktur im Flothfeld passt

Das Training ohne Körperkontakt, erlaubt bei Inzidenzwerten zwischen 50 und 100, setzte SW nicht für die Kicker an. Weil es wenig Sinn macht, neutral zu agieren. Klar abgemacht und kommuniziert war, wie mit den angesagten Lockerungen umzugehen sei. Tritt das gewünschte Szenario ein, gibt es nicht auf Anhieb alle Freiheiten zurück, aber zum Beispiel die einfachere Kontaktnachverfolgung per Namensliste. „Wir sind endlich auf einem guten Weg“, wertet Böse. „Und die Jungs wollen an den Ball. Absolut. Auch ihnen fehlen die Alternativen im Alltag und in der Freizeit.“

Trainer Mario Zohlen entwarf gedanklich den Plan, eine Wiedereinstiegsphase für die Kreisliga-A-Erste bis Ende Juni als „Rückkehr zum Spaß am Fußball“ anzusetzen. In zwei Einheiten pro Woche. „Ganz locker soll und muss das werden. Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass die Jungs sich wieder treffen wollen zum Kicken“, sagt er. Und ist gleichwohl gespannt, „wie sie sich präsentieren nach dieser langen Auszeit.“ Am 25. Oktober stand die Elf zuletzt im Wettbewerbseinsatz. Zohlen muss bei aller Vorfreude auch beachten, dass die Rückkehr-Einheiten nicht nahtlos in die Vorbereitung auf die Folgespielzeit übergehen. „Anfang Juli muss es richtig losgehen, wenn die Saison am 15. August beginnt“, gibt er zu bedenken.

Wie läuft‘s nach der langen Auszeit

Für Nachbar und Liga-Konkurrent Gelb-Schwarz Hohenholte schätzt Obmann Andre Timmermann, dass „erste und zweite Mannschaft ganz heiß darauf sind, loslegen zu können.“ Trainer Lukman Atalan halte den direkten Draht zum Kader. „Wenn Lukman jetzt Training ansetzt, dauert es keine halbe Stunde, und er hat die Zusagen!“ Allen weiterhin gültigen Einschränkungen zum Trotz begrüßt auch Timmermann die sich abzeichnende Chance. „Es wird zwar noch dauern, bis wir den gewohnten Rahmen vorfinden, aber das ist zweitrangig.“

In Hohenholte planen sie auch die Neuauflage der Turnierwoche – mit Teams aus Havixbeck, Nottuln oder Roxel – für Ende Juli. „Das macht nur Sinn, wenn auch Zuschauer kommen dürfen“, weiß Timmermann, eine Unwägbarkeit noch aushalten zu müssen. Sicherer ist, dass in rund vier Wochen am Platz besser trainiert werden darf. Die Umwandlung der Aufwärmfläche am Rasengeläuf in ein mit Kunstrasen belegtes Extrafeld sollte bis dahin abgeschlossen sein.

Kreispokal: Auslosung

Coronabedingt wird die Auslosung der Duelle des Krombacher-Kreispokals 2021/22 nicht als Präsenzveranstaltung durchgeführt, sondern findet im internen Kreis statt. Die Mitglieder des Kreisfußballausschusses treffen sich dazu am kommenden Dienstag (25. Mai, 19 Uhr) und ermitteln per Los-Ziehung unter Beteiligung einer neutralen Aufsicht die Paarungen. Pokalspielleiter Willy Westphal schafft auf diese Weise für die teilnehmenden Vereine Planungssicherheit und legt auch die Termine für die erste und zweite Pokalrunde fest. Weil der Meisterschaftsbetrieb am Wochenende 14./15. August beginnen soll, wird an den beiden Sonntagen zuvor im Pokal gespielt – Runde eins am 1. August und Runde zwei am 8. August. Die gegeneinander geforderten Clubs können einvernehmlich Verlegungen vornehmen.

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