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Reiten: Westfälische Meisterschaften

Tobias Kuhlage ist U21-Westfalenmeister

Baumberge

Bei den Westfälischen Meisterschaften in Freudenberg starteten auch einige Reiter aus den Baumbergen, die hervorragende Ergebnisse erzielten. Den größten Erfolg feierte der Havixbecker Springreiter Tobias Kuhlage, der U21-Westfalenmeister wurde.

Von Johannes Oetz

Es sieht so leicht aus, doch das ist es wahrlich nicht. Tobias Kuhlage nimmt mit Chacco´s Girlstar in der letzten Wertungsprüfung das nächste Hindernis und präsentiert später bei der Siegerehrung die Goldmedaille (kleines Bild). Foto: RV Havixbeck-Hohenholte

Das war stark: Springreiter Tobias Kuhlage vom RV Havixbeck-Hohenholte überraschte am letzten Tag der Westfälischen Meisterschaften in Freudenberg die Konkurrenz und sicherte sich bei den Jungen Reitern den Titel. Zudem kamen vier weitere Teilnehmer aus den Baumbergen in verschiedenen Altersklassen und Disziplinen aufs Treppchen.

Das Highlight aus Sicht der heimischen Reitszene war der Sieg von Tobias Kuhlage mit Chacco´s Girlstar. „Der Titelgewinn kam auch für mich ziemlich unerwartet“, gab der Havixbecker zu. Nach den ersten beiden Wertungsprüfungen hatte der 20-Jährige nämlich noch auf dem vierten Rang gelegen. Dann stand die finale dritte Wertung an, eine Springprüfung der Klasse S** mit Siegerrunde. „Ich wusste, dass mein Pferd strafpunktfrei bleiben würde, wenn ich nur gut reite. Und das hatte ich mir fest vorgenommen“, erzählte Kuhlage, der aber nicht damit gerechnet hatte, dass alle drei vor ihm platzierten Konkurrenten noch patzen würden. „Allerdings war es schon ein schwerer Parcours. Die zwölf Sprünge bis 1,45 Meter hatten es in sich. Und dann hatten alle vor mir Liegenden einen doofen Fehler. Pech für sie, Glück für mich.“

Es war aber nicht nur Glück: Kuhlages im Stangenwald vorgestellte neunjährige Stute aus dem Gestüt Lewitz zeigte am Sonntag nämlich noch einmal ihre Qualitäten. „Sie bringt viel Energie mit und hat ein großes Kämpferherz. Wenn sie springt, sieht es immer leicht und selbstverständlich aus“, erzählt Kuhlage, der seit dem 1. Januar Bereiter bei Vivien Schockemöhle in Riesenbeck ist. Und als klar war, dass Kuhlage den Titel geholt hatte, landete der Springreiter schnell im Wassergraben.

Los war es am Freitag mit einer Zeitspringprüfung der Klasse M** gegangen. „Die Fehler werden auf die Zeit addiert. Da Chacco´s Girlstar nicht das grundschnellste Pferd ist, wollte ich einen guten Rhythmus finden und einen Nuller hinlegen“, berichtete Kuhlage. Das Vorhaben gelang: Mit 1,60 Fehlerpunkten aufgrund des langsameren Ritts wurde Kuhlage in dieser Prüfung Sechster.

Am Samstag gelang ihm in der zweiten Wertungsprüfung, einer Springprüfung der Klasse S*, erneut eine fehlerlose Runde, die ihm Rang fünf einbrachte. Damit ging der Havixbecker in der Gesamtwertung auf Position vier liegend in die abschließende Prüfung. Das Ende ist bekannt. Der Vorsprung auf die Zweitplatzierte Saskia Völkel vom RFV St. Georg Werne, die Girl Power gesattelt hatte, betrug 0,93 Fehlerpunkte – ein großer Vorsprung.

Neben Kuhlage starteten noch weitere Reiterinnen und Reiter aus den Baumbergen bei den „Giebelwald Classics“ und sicherten sich Edelmetall. Silber holte Dressurreiterin Lana-Pinou Baumgürtel vom ZRFV Appelhülsen mit ZINQ Founder FH bei den Junioren.

Im Nachwuchschampionat Junioren Springen kamen gleich zwei Mitglieder des RV Nottuln aufs Treppchen. Carlotta Merschformann wurde mit Conny Zweite, Malte Merschformann kam mit Crescendo auf den dritten Rang.

Im Nachwuchschampionat Pony Dressur freute sich Coralie Zumbansen vom ZRFV Appelhülsen mit Amicelli über Bronze.

Pech hatte hingegen Carlotta Merschformann mit Black Pearl: Die Amazone des RV Nottuln wurde bei der Westfälischen Meisterschaft der Pony-Springreiter Vierte.

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