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Fußball: Bezirksliga 11

VfL Billerbeck verlängert mit Nottulner Thorsten Heinrich

Billerbeck

Der VfL Billerbeck hat mit Thorsten Heinrich verlängert. Für den Nottulner ein wichtiges Signal, denn der ehemalige GWN-Spieler und Coach von Fortuna Schapdetten steckt mit dem VfL mitten im Abstiegskampf.

Von Leon Eggemann

Der Nottulner Heinrich will das schwankende Billerbecker Schiff ans rettende Ufer steuern. Foto: Kruse

Die jüngste Niederlage im Nachholspiel vor zwei Wochen hat er noch im Kopf. „Wieder sieben Tore selbst gemacht“, schüttelt Thorsten Heinrich, Trainer des Bezirksligisten VfL Billerbeck (Staffel 11), angesichts der bitteren 3:4-Heimpleite gegen den SV Heek den Kopf. Doch Zeit verschwenden, um den verlorenen Punkten hinterher zu trauern, will der Nottulner nicht. „Der Blick ist nach vorne gerichtet“, schaut er bereits auf das kommende Jahr. In diesem wartet nicht nur die Rückrunde auf den Coach, auch in der Saison 2022/23 wird Thorsten Heinrich am Helker Berg am Seitenrand stehen.

Die VfL-Verantwortlichen um Carsten Teltz und Uwe Mertens haben ihm ihr Vertrauen zugesichert – Vertrauen, für das Heinrich sehr dankbar ist. „Das Wissen, dass der Verein weiterhin hinter einem steht, ist nicht selbstverständlich und gibt einen zusätzlichen Schub für 2022“, betont der Trainer, der selbst für GW Nottuln auf Torejagd ging und später bei Fortuna Schapdetten an der Seitenlinie stand.

Immerhin liest sich die Statistik nach der ersten Hinrunde unter Leitung von Heinrich alles andere als rosig. Mit zwölf Punkten aus 15 Spielen reicht es für die Domstädter derzeit nur für den 14. Tabellenrang – was, sollten sie sich in der Rückrunde nicht verbessern, den Abstieg in die Kreisliga A bedeuten würde.

Dass die Billerbecker im Keller feststecken, hat für Heinrich einen Grund, der klar auf der Hand liegt. „Eine Verletzungsmisere, wie wir sie in der Hinrunde hatten, habe ich noch nie erlebt“, staunt dieser. Max und Lukas Zumbülte oder auch Felix Leimkühler sind da nur einige prominente Beispiele aus dem blau-weißen Lazarett. „Wir liefen über Wochen und Monate auf dem Zahnfleisch. In den 15 Spielen habe ich nur zweimal mit der gleichen Aufstellung spielen können“, berichtet der Nottulner von einer regelmäßigen Zwangs-Rotation.

VfL-Coach Thorsten Heinrich

Dass diese den Ausgang so mancher Ligaspiele maßgeblich beeinflusst hat, davon ist er überzeugt. „Wenn man ab der 70. Minute zum Beispiel noch den einen oder anderen frischen Spieler nachlegen kann, kann das noch mal ordentlich für Wirbel sorgen.“ Wer weiß, ob eines der sechs Unentschieden mit einer frisch eingewechselten Schluss-Offensive noch in einem Sieg umgemünzt worden wäre?

Doch auch sonst war das Glück nicht immer mit dem VfL. So gesehen war das 3:4 gegen Heek fast schon sinnbildlich für die bisherige Billerbecker Saison. „Ein guter Auftritt, wir haben mit dem Tabellenvierten mitgehalten, am Ende aber wieder nichts Zählbares mitgenommen“, fasst es der VfL-Coach zusammen, der sich dann noch einer alten Weisheit bedient. „Bei keiner Sportart liegen Leistung und Ergebnis so weit voneinander entfernt wie beim Fußball.“ Dass es allerdings auch blutleere Auftritte wie beim 1:5 gegen den direkten Konkurrenten RC Borken-Hoxfeld gegeben hat, daraus macht er kein Geheimnis.

Nun wollen sie im neuen Jahr in Billerbeck den Wagen gemeinsam aus dem Dreck ziehen. Dabei hofft Heinrich auf zahlreiche Comebacker, so haben bereits Felix Leimkühler und Max Zumbülte gegen Heek wieder mitgemischt. „Sollte schon die Hälfte der Verletzten zur Rückrunde wieder zurückkehren, dann bin ich schon zufrieden“, verrät der Cheftrainer. Wie er prognostiziert, stehe und falle die zweite Saisonhälfte mit der Kader-Situation. „Verbessert sie sich, dann werden wir auch mehr Punkte holen als in der Hinrunde.“

Trotzdem wartet auf seine Mannschaft im neuen Jahr eine gigantische Aufgabe. „Wir gucken von Spiel zu Spiel, werden unsere Hausaufgaben machen und am Ende der Saison Bilanz ziehen“, gibt Heinrich die Marschrichtung vor. Mit dem Wissen: „Wir haben die Qualität für die Bezirksliga.“

Das müssen die Domstädter nun beweisen. „Wir wissen, wo wir stehen. Wir wissen, wo unsere Probleme lagen. Wir wissen, was wir können und wir wissen, wo wir hinwollen“, bringt es der Nottulner auf den Punkt und ergänzt: „Billerbeck ist kein sinkendes Schiff!“

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