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A-Liga: Die Halbzeitbilanz des TuS Germania Horstmar

Aufstieg ist für Niklas Melzer Quatsch

Horstmar

Dem schwierigen Jahr 2021/22 ließ der TuS Germania Horstmar eine Hinserie 2022/23 folgen, die sich gewaschen hat. Als ungeschlagener Tabellenzweiter kommt der Fastabsteiger der Vorsaison aus der Winterpause. Spielertrainer Niklas Melzer nennt die Gründe für den Höhenflug und verkündet gleichzeitig den ersten Sommer-Neuzugang.

Steffen Exner (r.) nahm von Beginn an einer Führungsrolle ein. Foto: Thomas Strack

Ungeschlagener Tabellenzweiter, den Spitzenreiter besiegt, die beste Abwehr der Kreisliga A – beim TuS Germania Horstmar lief es in der Hinrunde mal so richtig rund. Dementsprechend fällt das Halbjahreszeugnis aus, das Spielertrainer Niklas Melzer seiner Mannschaft ausstellt: „Ich bin sehr, sehr zufrieden. Die Erwartungen sind übertroffen worden. Was soll ich noch anderes sagen, als dass es einfach Spaß macht, beim TGH Trainer zu sein.“

Nach der Zittersaison 2021/22, die so gerade noch mit dem Klassenerhalt ihr Happy-end fand, hatten sich die Germanen vor allem zwei Sachen vorgenommen: in der Defensive zu stabiler und offensiv längere Ballbesitzphasen zu haben. „Das ist beides richtig gut umgesetzt worden“, lobt der Übungsleiter seine Schützlinge. Am besten dokumentieren das die Zahlen: 36 Punkte und 32:13 Tore in diesem Winter stehen 13 Punkte und 24:44 Tore von vor zwölf Monaten gegenüber.

Eine klassische Kehrtwende, die Melzer auch an den Sommerzugängen festmacht. Steffen Exner, der vom Landesliga-Absteiger Altenberge kam, hat sofort die Führungsrolle eingenommen. Als einer von zwei Kapitänen – der andere ist Patrick Jung – übernimmt der 25-jährige Mittelfeldmann sowohl auf als auch neben dem Platz Verantwortung.

Marcel Exner als spielender Co-Trainer ist nicht nur die Horstmarer Tormaschine (15 Treffer), sondern setzt auch beim Coaching Akzente. „Marcel hat unlängst die B-Lizenz erworben. Das zeigt, welche Ambitionen er in diesem Geschäft verfolgt. Die Zusammenarbeit mit ihm ist klasse, wir spielen uns in der Trainingsvorbereitung und in den Einheiten im wahrsten Sinne des Wortes die Bälle zu“, schwärmt Niklas Melzer von seinem Nebenmann.

Aber auch die Transfers von Offensivkraft Jan Krawinkel und Keeper Jan Stegemann stuft der Trainer als sehr gewinnbringend ein.

Da die Horstmarer ihr Minimalziel Klassenerhalt schon in trockenen Tüchern haben, könnten sie demnächst eigentlich „all in“ gehen und das ganz, ganz große Ziel angreifen – zu verlieren hätten sie im Titelrennen schließlich rein gar nichts. Dazu Melzer: „Nur weil wir jetzt eine Halbserie lang unbesiegt sind – das habe ich, glaube ich noch nie geschafft – rufen wir jetzt nicht den Aufstieg als Ziel aus. Das wäre Quatsch. Wir wollen uns unter den ersten Sechs etablieren und Schritt für Schritt weiter entwickeln. Dazu gehört auch, dass wir zum Beispiel an unserer Effektivität arbeiten.“ Die Chancenverwertung stuft der 34-Jährige als verbesserungswürdig ein, schiebt aber praktisch im gleichen Atemzug nach: „Doch das ist Meckern auf sehr hohem Niveau.“

In Sachen Personalplanung sind die Horstmarer sehr weit. 23 Zusagen aus dem aktuellen Kader liegen Melzer vor. Zudem gibt es den ersten Neuzugang für die Saison 2023/23 zu vermelden: Kevin Behn (30) wechselt vom Landesligisten Vorwärts Wettringen in die Burgmannstadt. „Kevin wollte im letzten Drittel seiner Karriere nochmal unbedingt für seinen Heimatverein auflaufen. Wir sind super glücklich, dass er sich uns anschließen wird. Kevin ist offensiv vielseitig einsetzbar und versprüht mit seinem hohen Tempo ungeheuer viel Gefahr“, weiß Melzer um Behns Qualitäten.

Weniger planen kann der Coach in der Rückrunde mit Tom Meijer und Justin Gashi. Die beiden Stürmer legen aus gesundheitlichen beziehungsweise beruflichen Gründen eine Pause ein.

Der Winterfahrplan von Germania Horstmar: Sonntag (15. Januar) bei Greven 09; 19. Januar beim Borghorster FC und 28. Januar gegen SuS Legden.

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