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A-Liga-Spiel der Woche: Marcel Exner erzielt bei Westfalia Leer das Goldene Tor

Germania Horstmar im Derby-Paradies

Horstmar-Leer

Germania Horstmars Fans hatten am Sonntag allen Grund, sich eine Hefekaltschale zu gönnen. Zum einen gewann ihre Elf das Derby bei Westfalia Leer mit 1:0 (1:0), zum anderen wurde damit die Tabellenführung verteidigt. Die Geschichte hätte allerdings auch ein komplett anderes Ende nehmen können, denn schon in Minute sechs ereignete sich eine Schlüsselszene.

-mab-

Auch auswärts lässt es sich prima feiern: Die Horstmarer gewannen am Sonntag in Leer. Foto: Marc Brenzel

Viel Biss, eine hohe Intensität, zahlreiche Chancen und eine erstklassige Stimmung am Rand machten das A-Liga-Derby zwischen Westfalia Leer und dem TuS Germania Horstmar aus. Kurzum: Die 90 Minuten boten nahezu alles, was von einem Duell zweier Lokalrivalen zu erwarten war. Trösten konnte das die Hausherren aber nicht, denn gegen den Tabellenführer und Erzrivalen kassierten sie eine 0:1-Heimniederlage. Marcel Exner erzielte in der 19. Minute das Tor des Tages.

Die Geschichte hätte ein anderes Ende nehmen können, wenn Leers spielender Co-Trainer Gerold Laschke nicht mit einem Elfmeter an Jan Stegemann gescheitert wäre (6.). Zuvor hatte Yannick Ruhoff Marcel Meis regelwidrig gestoppt. „Momentan wollen die Dinger einfach nicht bei uns rein. Das Glück ist aktuell nicht auf unserer Seite“, haderte Westfalia-Coach Thomas Overesch mit der Chancenverwertung, die vor allem in der zweiten Hälfte zu wünschen übrig ließ.

Der Tabellenführer aus Horstmar brauchte ein bisschen, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Die erreichte Marcel Exner als Erster. Der Torjäger leitete einen Angriff selbst ein, der über Ruben Kosakowski eine Zwischenstation nahm, ehe Exner aus acht Metern zur Führung versenkte (19.).

Beide Teams krempelten die Ärmel hoch, was zu zahlreichen Zweikämpfen und jeder Menge Arbeit für Schiedsrichter Lukas Buschkotte (Matellia Metelen) führte. Der junge Unparteiische musste bereits in Durchgang eins vier Mal die Gelbe Karte zücken, insgesamt griff er sieben Mal in die Brusttasche.

Sowohl Overesch als auch sein Pendant Niklas Melzer hatten nominell sehr offensiv aufgestellt, was sich belebend auf die Partie auswirkte. Hüben wie drüben gab es Gelegenheiten, wobei sich – aus dem Zwischenstand ergebend – die Germania mehr in eine Konterstellung zurückzog, während die Westfalia mit immer mehr Mann in der gegnerischen Hälfte auftauchte.

Jannik Arning, Laschke oder Erik Schulte, der aus kürzester Distanz verpasste, ließen das 1:1 aus. „Das wäre meiner Meinung nach verdient gewesen, denn wir hatten mehr Chancen als Horstmar“, spiegelte das Ergebnis für Overesch nicht die tatsächlichen Kräfteverhältnisse wider.

„Das war ein enorm hartes Stück Arbeit. Diese Partie besaß alles, was so ein Derby auszeichnet. Am Ende haben wir das eine Tor mehr gemacht und nehmen daher die drei Punkte mit. Ein Extrakompliment an Jan Stegemann, der heute super gehalten hat. Ein starker Schnapper gehört einfach dazu, wenn ein Team erfolgreich sein möchte“, kommentierte Melzer.

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