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Kreisliga A: Niklas Melzer und Horstmarer Germanen beenden megaintensive Saison

Klassenerhalt wie ein Titelgewinn

Horstmar

Der TuS Germania Horstmar hat es spannend gemacht. Erst am letzten Spieltag mit einem 4:0-Sieg über Fortuna Emsdetten sicherte sich das Team von Niklas Melzer den Klassenerhalt. Tags darauf ließ der 33-jährige Spielertrainer die Saison und die lange Partynacht Revue passieren.

Von Marc Brenzel

Die Fußballer des TuS Germania Horstmar bejubelten den Nichtabstieg. Foto: Thomas Strack

Marco Meijer hat mit seinen 58 Jahren schon eine Menge gesehen. Aber das, was der Niederländer am Pfingstmontag mitgemacht hatte, das war auch für ihn Neuland. „Sowas habe ich noch nie erlebt. Das war die pure Gänsehautatmosphäre“, beschrieb der Co-Trainer von Germania Horstmar die Szenen, die sich nach dem 4:0-Heimsieg über Fortuna Emsdetten auf dem Sportplatz am Borghorster Weg abspielten. Damit rettete sich der TuS auf den letzten Drücker vor dem Abstieg in die B-Liga.

Eine intensive Saison mit zahlreichen Aufs und Abs liegt hinter den Horstmarern. Eine Runde, die sich Spielertrainer Niklas Melzer, Meijer und das kickende Personal am Montagabend noch lange durch den Kopf gehen ließen. In Teilen bis 2.30 Uhr in der Früh. „Erst am Sportplatz. Irgendwann sind wir noch zu Familie Ruhoff in deren Garage gefahren und haben da weiter gemacht“, ließ Melzer am Dienstagvormittag die Feierlichkeiten Revue passieren. Da schloss sich der Kreis, denn Yannick Ruhoff hatte mit den ersten beiden Toren den Grundstein für den aus sportlicher Sicht überlebenswichtigen Sieg gelegt. „Krass, alle Teams von unten haben am letzten Spieltag gewonnen. Hätten wir nur ein Unentschieden erreicht, wären wir runter gegangen“, hat der 33-jährige Übungsleiter die Tabelle im Blick.

Zu Saisonbeginn aus Emsdetten geholt, sollte der ehemalige Westfalenligaakteur den Kahn wieder auf Kurs bringen, nachdem in den beiden Spielzeiten zuvor nur der Corona-bedingte Saisonabbruch den Abstieg verhinderte. „Das war schon ein megaintensives erstes Trainerjahr für mich. Aber davon werde ich für die Zukunft profitieren. Das gilt natürlich auch für die Truppe, in der viele echt junge Leute sind. Unglaublich, wie sie dem Druck standgehalten und das Ding am Ende durchgedrückt haben. Wir haben zwar am Montag keinen Titel gewonnen, aber dieser Nichtabstieg fühlt sich wie ein Aufstieg an“, war Melzer schwer angetan.

In der neuen Saison soll das Wort „Abstiegskampf“ aus dem Vokabular komplett gestrichen werden. Dafür stehen auch die Neuzugänge. Mit Marcel Exner vom TuS Laer wechselt der Toptorjäger der A-Liga, und Steffen Exner kehrt vom Landesliga-Absteiger TuS Altenberge zurück. Jan Krawinkel (A-Jugend Laer, Sechserposition), Jan Stegemann (SV Burgsteinfurt III, Torwart) und Tom Völker (eigene A-Jugend, zentrales Mittelfeld) bereichern den Kader zusätzlich.

„Wir setzen uns nochmal zusammen und besprechen dann die genaue Zielsetzung“, will Melzer die anstrengende Spielzeit erstmal sacken lassen. Am 8. Juli bittet der Coach zum Vorbereitungsauftakt.

In der Zwischenzeit fliegen die Germanen nach Mallorca. „Mit 17 Mann. So viele Zusagen – das zeigt, dass wir eine echt gute Gemeinschaft sind. Da freue ich mich drauf“, strahlt Meijer.

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