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Fußball: Germania Horstmars Halbjahresbilanz

Niklas Melzer verteilt eine glatte Drei

Horstmar

Auch in dieser Saison befindet sich der TuS Germania Horstmar im Abstiegskampf. Dabei zeigen die Blauen aber ein ganz anderes Gesicht als in den beiden Spielzeiten zuvor. Das bestätigt auch Niklas Melzer, der seit Sommer als Spielertrainer das Sagen hat. Er weiß um die Schwachstellen, an denen gearbeitet werden muss.

Marc Brenzel

Ruben Kosakowski (l.) macht sich lang: Der Mann von der linken Außenbahn hat bislang eine sehr gute Saison gespielt und kam in 15 von 16 möglichen Partien zum Einsatz. Foto: Thomas Strack

Abgerechnet wird zum Saisonschluss – also im Juni. Aber zum kalendarischen Jahresende eine Zwischenbilanz zu ziehen, das ist vollkommen in Ordnung. Das erlaubt sich auch Germania Horstmars Spielertrainer Niklas Melzer, der seinen Kickern für deren Vorstellungen in den ersten 16 Partien eine ordentliche Leistung attestiert. „Wenn ich das in einer Schulnote ausdrücken müsste, würde ich eine glatte Drei vergeben“, schlüpft der Coach in die Rolle eines Sekundarstufen-Lehrers.

13 Punkte sind nicht die Welt und bedeuten Abstiegskampf, doch Melzer begründet sein „befriedigend“ wie folgt: „Die Mannschaft zieht super mit. Der Wille, dazuzulernen, ist voll ausgeprägt. Die sportliche Entwicklung ist auf jeden Fall eine gute.“

Vor allem die Körpersprache auf dem Rasenrechteck hat sich im Vergleich zu den beiden schwachen Vorjahren verändert. Holten sich die Blauen 2019/20 und 2020/21 dann und wann noch richtige Packungen ab, gaben die Germanen unter Melzer nie auf. Das wurde schon im Sommer deutlich, als der TuS im Kreispokal dem Westfalenligisten SuS Neuenkirchen einen echten Kampf lieferte (1:4). „Das war eines unserer drei besten Spiele“, erinnert sich der Übungsleiter gerne zurück. Die anderen beiden Galauftritte: ein 3:2 gegen den FC Eintracht Rheine II und natürlich der 5:3-Erfolg über Spitzenreiter TuS Laer.

Auf der anderen Seite stehen zum Beispiel Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Altenrheine, Wettringen oder Borghorst. „Es gab Spiele, in denen wir uns einfach nicht belohnt haben. Und es gab welche, in denen wir uns entscheidende individuelle Fehler geleistet haben“, weiß Niklas Melzer um die Schwachstellen, an denen zu arbeiten ist. „Wir müssen einfach konstanter unsere PS auf die Straße bringen.“

Einem, dem das in den vergangenen Monaten sehr gut gelungen ist, ist Ruben Kosakowski. Für Melzer ist sein Spieler mit der Rückennummer zehn ein ganz wichtiger Leistungsträger. „Er hat links offensiv voll überzeugt, und links defensiv ist er auch stark“, lobt der Trainer.

Personell legen die Horstmarer jetzt nach. Vom SV Burgsteinfurt ist im Herbst Offensivkraft Aaron Wiepen gekommen. Da Wiepen beim Bezirksligisten aus der Nachbarstadt in dieser Saison keinen Einsatz hatte, war er sofort spielberechtigt und stand schon zwei Mal auf dem Feld. Für den Angriff ist Tom Meijer, der Sohn von Co-Trainer Marco, vorgesehen. Er wechselt aus der A-Jugend des 1. FC Nordwalde.

Erweitert wird zudem das Trainerteam. Timo Lindstrot kümmert sich ab Januar um die beiden Torhüter Marc Queins und Tim Mensing. „Mit den beiden verfügen wir über zwei junge Schnapper, auf die wir uns verlassen können“, freut sich Melzer.

Sein Comeback bei seinem Heimatverein beschreibt der 33-jährige Trainer als „sehr, sehr gut“. Er sei von allen prima aufgenommen worden, was das Arbeiten beim TuS Germania angenehm und einfach machen würde. So dürfe es gerne weitergehen.

Die Vorbereitungsspiele von Germania Horstmar: 16. Januar (Sonntag) gegen Rot-Weiß Nienborg, 25. Januar (Dienstag) gegen den FC Schwarz-Weiß Weiner, 28. Januar (Freitag) gegen Borussia Darup und 1. Februar (Dienstag) gegen Grün-Weiß Amelsbüren.

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