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Fußball: Kreisvorsitzender muss nach 33 Jahren seinen Stuhl räumen

Schnippe bereitet Amtsübergabe vor

kreis steinfurt

Im April ist Schluss, ob er will oder nicht: Hans-Dieter Schnippe muss aus Altersgründen sein Amt als Kreisvorsitzender abgeben. Ein Nachfolger steht bereits fest.

Von Dirk Möllersund

In sein Foto: Thomas Strack

Die Uhr tickt: Noch genau zehn Wochen dauert die Amtszeit von Hans-Dieter Schnippe als Fußball-Kreisvorsitzender, dann enden seine 33 Dienstjahre als Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes in der Region. Für die meisten Aktiven in Rheine und Umgebung gab es nie einen anderen Cheffunktionär, wenn es um Themen wie Spielabsagen, Vereinsjubiläen, Ordnungsgelder oder die Verleihung des DFB-Ehrenamtspreises ging. Doch irgendwann ist Schluss, der 80-Jährige hat die Altersgrenze erreicht, die nach den Statuten des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen eine Wiederwahl verhindert.

Ein bisschen Wehmut sei schon dabei, räumt der Rheinenser ein: „Ja, denn die Verbandsarbeit hat mir immer Spaß gemacht. Vor allem als Staffelleiter der Westfalenliga, weil es einfach war und es von den Vereinen so gut wie nie eine Beschwerde gab. Insofern ist es schon etwas bitter, dass man aufgrund des Alters ausscheiden muss.“

Am 4. April (Montag) wird es soweit sein, dann kandidiert der jetzige Kreisjugendobmann Heinz-Gerhard Hüweler an seiner statt für den Vorsitz (wir berichteten). Tagungsort wird vermutlich nicht wie üblich die Kreissparkasse in Steinfurt sein, deren Verantwortliche wegen eines Umbaus und der Coronazahlen Bedenken äußerten. Alternativ soll der FLVW-Kreistag im modernen Sportzentrum des SC Reckenfeld stattfinden.

Als eine seiner letzten Amtshandlungen wird Schnippe aber noch die Auszeichnung der DFB-Ehrenamtspreisträger vornehmen. Der genaue Termin wird bei der Vorstandssitzung am 7. Februar bestimmt. Einer der Preisträger ist Carsten Löchte vom FC Eintracht Rheine.

Ganz weg vom Fenster wird Schnippe aber auch ab April nicht sein. Gerhard Rühlow, Fußball-Obmann des FLVW-Kreises 30, habe angedeutet, dass sein Wissen weiterhin gefragt sei. „Es bleibt noch genug zu tun, beispielsweise bei sehr zeitintensiven Aufgaben“, deutet der (Noch)-Kreisvorsitzende eine helfende Tätigkeit im Hintergrund an.

Nicht ganz so lange wie den Kreisvorsitz (33 Jahre) steht der frühere Oberliga-Schiedsrichter der Westfalenliga 1 als Staffelleiter vor, die er im Jahr 2001 von Rainer Waltert (Paderborn) übernahm. Da er beim Verbandstag am 25. Juni (Sportcentrum Kamen-Kaiserau) ebenfalls aus Altersgründen aus dem Verbandsfußballausschuss ausscheidet, geht auch die Staffelleitung in andere Hände über.

„Obwohl mich keiner loswerden will, ist das so. Aber es gibt keine andere Chance“, schreibt die Satzung vor, dass Jüngere nachrücken. Einen Nachfolger hat Hans-Dieter Schnippe bereits vorgeschlagen: „Ein sehr guter Nachfolger, aber leider nicht aus der Gegend. Ich gehe davon aus, dass er gewählt wird.“

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