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Kreispokal: TuS kegelt den BFC raus

Verrückter Vogel wird zum Horstmarer Matchwinner

Horstmar

Eine Überraschung gab es am Dienstag im Kreispokal. Nicht der Bezirksligist Borghorster FC erreichte das Viertelfinale, sondern der eine Klasse tiefer beheimatete TuS Germania Horstmar. Die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen, in der ein besonderer Akteure das letzte Wort behielt.

Die Horstmarer Yannick Ruhoff (Nr. 19) und Lars Berkenbrock (r.) doppeln Marvin Bingold im Zweikampf. Der Offensivspieler des BFC erzielte zwar den Ausgleich, ließ aber auch einige Hochkaräter liegen. Foto: Marc Brenzel

Der erste Viertelfinal-Teilnehmer der Pokalsaison 2022/23 steht fest. Dabei handelt es sich um den A-Ligisten TuS Germania Horstmar, der den Borghorster FC aus der Bezirksliga mit 7:6 (1:1/1:0) nach Elfmeterschießen bezwang. Matchwinner war hinten heraus Horstmars Keeper Wenzel Becks, der den sechsten BFC-Versuch von Gregorij Krumme entschärfte.

Dabei ist Becks nominell nur Torwart Nummer vier, doch da Marc Queins (beruflich verhindert) sowie Tim Mensing und Neuzugang Jan Stegemann (beide verletzt) nicht abkömmlich sind, stellte Spielertrainer Niklas Melzer eben Becks zwischen die Pfosten: „Das ist ein total verrückter Vogel, der bei uns mal die Torwarthandschuhe an hat, mal als Außenverteidiger aufgeboten wird. Einer, der immer für einen Spruch gut ist.“

Die erste Hälfte gestaltete sich weitgehend offen, wobei die Borghorster erstklassige Chancen ausließen. Marvin Bingold hätte drei Mal treffen müssen, zudem vergaben Nicolas Mocciaro und Torben Schlieckmann. Die Gastgeber tauchten auch mehrmals gefährlich im Strafraum auf, doch Borghorsts Jannik Anselmi zeigte sich bei einem Melzer-Kopfball und im Eins-gegen-Eins mit Aaron Wiepen von seiner Schokoladenseite.

Die Füße passend justiert hatte nur Germania-Angreifer Tom Meijer. In der 37. Minute erlief sich der Sohn von Co-Trainer Tom Meijer einen zu kurzen Rückpass von Mirko Pöhlker und schlenzte den Ball von der Strafraumgrenze in den Winkel – 1:0.

Im zweiten Abschnitt machte der Favorit aus Borghorst vieles besser und hatte entsprechend mehr von der Partie. Großartige Chancen erarbeiteten sich die Grün-Schwarzen jedoch nicht. Daher kündigte sich das 1:1 von Bingold nach Flanke des eingewechselten Joshua Olden zwar nicht zwingend an, war aber verdient (74.).

In das Elfmeterschießen hätte es nicht zu gehen brauchen, denn in der Nachspielzeit köpfte Horstmars Steffen Exner eine Ecke von Marcel Exner an den Pfosten.

Im anschließenden Shoot-Out trafen jeweils die ersten fünf Schützen beider Seiten. Für das Heimteam waren Marcel Exner, Steffen Exner, Patrick Jung, Yannick Ruhoff und Alexander Volmer erfolgreich, für die Gäste verwandelten Bingold, Olden, Jan Kroening, Niklas Thoms und Marius Wies. Die nächste Serie eröffnete Melzer mit dem 6:5, ehe Krumme als Einziger Nerven zeigte.

„Wir haben heute super verschoben und waren ein echt unangenehmer Gegner. Meiner Meinung nach besaßen wir auch die besseren Chancen und haben daher nicht unverdient gewonnen. Als Trainer bin ich natürlich darauf bedacht, dass die Jungs jetzt nicht abheben. Sonntag geht es in der Meisterschaft los, da müssen wir voll auf der Höhe sein“, betonte Melzer.

Borghorsts Trainer Michael Straube fand: „Im Elfmeterschießen zu verlieren, ist immer die bitterste Art einer Niederlage. Auch wenn unser Fokus auf dem Ligastart am Sonntag in Ibbenbüren lag, sind wir enttäuscht. Wenn wir das nicht wären, würde bei uns auch was falsch laufen.“

Nächster Gegner im Kreispokal des TuS ist voraussichtlich am 19. November SuS Neuenkirchen.

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