Fußball: Arminias Frauen und TuS Recke 2021/22 im Westfalencup dabei / Reform in A-, B- und C-Ligen möglich

Auch Kreispokal wird annulliert

Tecklenburger Land

Die Punktspielsaison 2020/21 wurde bereits in der vergangenen Woche offiziell annulliert. Am Dienstag wurde offiziell bekannt, dass auch der Pokalwettbewerb im Fußballkreis Tecklenburg in dieser Saison nicht mehr weitergeführt wird.

Alfred Stegemann

Der TuS Recke (blau-weiß gestreifte Trikots) vertritt den TE-Kreis 2021/22 im Westfalenpokal. Foto: ast

Die Fußballsaison in den Amateurspielklassen wird annulliert. Das steht seit gut einer Woche fest. Zumindest was die Meisterschaft betrifft. Offen war dagegen, wie es im Kreispokal weitergeht. Nun ist auch diese Frage beantwortet. In einer Videoschalte aller Vereine des Fußballkreises Tecklenburg einigten sich die Delegierten am Montagabend darauf, auch diesen Wettbewerb zu canceln, so wie es die meisten anderen Kreise im Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) bereitsgetan haben. Die Kreispokalsieger der vergangenen Saison, Arminia Ibbenbüren bei den Frauen und TuS Recke bei den Männern, werden entsprechend für den Westfalenpokal der Saison 2021/22 als TE-Vertreter genannt.

„Das ist die beste und vernünftigste Lösung“, meinte Kreisvorsitzender Helmut Hettwer, der sich über die Einigkeit der Vereinsvertreter freut. Entsprechend verteilte er ein dickes Lob: „Wir machen schwierige Zeiten durch. Die Zusammenarbeit ist dennoch hervorragend.“

Wenn auch bis Ende Juni der Ball nun nicht mehr rollen wird, sollen sich die Clubs dennoch nicht zurücklehnen. Am Montagabend ging es auch um die Planung der neuen Saison 2021/22, die möglichst Mitte August beginnen soll. Der Kreisvorstand nimmt die TE-Vereine nämlich mit ins Boot. Sie sollen entscheiden, in welcher Form die einzelnen Ligen ihre Saison absolvieren. Und da könnte es durchaus zu einigen Veränderungen kommen.

Die Kreisliga A wird wieder mit 20 Mannschaften an den Start gehen. Das ist fix. Ob Meister und Absteiger in einer „normalen“ Hin- und Rückrunde (38 Spiele) ermittelt werden, ob es – wie für 2020/21 angedacht – nach einer Hinserie eine Auf- und Abstiegsrunde mit je zehn Teams gibt oder ob von Beginn an zwei Staffeln gebildet werden, liegt nun an den A-Liga-Clubs selbst.

Sie sollen sich in den nächsten vier Wochen Gedanken machen, können dabei ihre Trainer und Mannschaften befragen, um dann in einer erneuten Videokonferenz Ende Mai/Anfang Juni mitzuteilen, für welches Modell sie sich entschieden haben. Letztlich soll das Mehrheitsprinzip für die satzungsgemäße Umsetzung gelten.

Eine Reform steht wohl auch in den B- und C-Ligen an. Am Montag zogen einige Vereinsvertreter in Erwägung, ab der Saison 2022/23 nur noch mit einer Kreisliga B ins Rennen zu gehen, um so den Unterbau der Kreisliga A zu stärken. Dann könnte es statt aktuell zwei 14er-Staffeln eine 16er-Liga geben. Der Vorschlag stieß durchaus auf offene Ohren.

Schon im Vorjahr wurde auf der Jahrestagung in Tecklenburg festgelegt, unterhalb der C-Ligen ab 2021/22 eine D-Liga zu installieren. Durch die Annullierung der aktuellen Spielzeit ist das aber nicht mehr möglich. Sollten sich allerdings mehrere Mannschaften freiwillig aus der Kreisliga C zurückziehen, aber durchaus in einer niedrigeren Klasse weiterspielen wollen, wäre die Einrichtung einer Kreisliga D schon zur neuen Saison möglich. Über die Frauen-Kreisliga wurde nicht gesprochen, da sich die Vereinsvertreter in einem eigenen Video-Staffeltag am Montag austauschen wollen.

Durch die Umstrukturierung des Westfalenpokals, den nur noch die sechs Teams aus der Regionalliga und 3. Liga unter sich ausspielen, kommen die anderen 58 Vereine unterhalb der Regionalliga nicht mehr zum Zug. Als Kompensation erhalten die Clubs eine Entschädigung von 1000 Euro für entgangene Zuschauereinnahmen und das automatische Teilnahmerecht an der Runde 2021/22. Hier werden die Paarungen Ende Juni/Anfang Juli neu gelost, heißt: Arminia Ibbenbürens Frauen (Spiel beim Delbrücker SC hat noch nicht stattgefunden) und TuS Reckes Männer (Spiel gegen Hammer SV wurde noch nicht ausgetragen) erhalten neue Gegner. Geplant ist die erste Westfalenpokalrunde am 8. oder 11. August. Die Sportfreunde Lotte als Regionalligist sind ohnehin für den Westfalenpokal gesetzt.

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