1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ladbergen
  6. >
  7. Der VfL Ladbergen bittet Preußen Lengerich zum Derbytanz

  8. >

Fußball: Kreisliga A

Der VfL Ladbergen bittet Preußen Lengerich zum Derbytanz

Ladbergen/Lengerich

In der Kreisliga A kommt es am Sonntag zum Derby. Der VfL Ladbergen, seit fünf Spielen sieglos, trifft auf den Spitzenreiter Preußen Lengerich. Eine klare Rollenverteilung? „Wir sind Außenseiter, haben nichts zu verlieren“, sagt Ladbergens Coach Stefan Kilfitt. Sein Gegenüber Sascha Höwing hält entgegen: „Die werden uns keinen roten Teppich ausrollen.“

Von André Fischer

VfL-Kapitän Marcel Witzke (vorne) und Co. Foto: Jörg Wahlbrink

Derby-Zeit. Für die beteiligten Vereine selbst, das Umfeld und die Anhänger haben diese Spiele eine starke symbolische Bedeutung. Eben weil die Clubs nicht selten unmittelbar örtlich benachbart sind, treffen sich die Fans beider Lager schon mal auf der Arbeit, beim Bäcker oder im Supermarkt. Vorher wie nachher wird reichlich diskutiert, die eine oder andere Entscheidung angezweifelt. Das ist Fußball – der mobil macht. So hat der Vorstand der Lengericher Preußen vor dem Gastspiel am Sonntag um 14.30 Uhr beim VfL Ladbergen einen Aufruf im Jugendbereich gestartet, in Vereinsfarben zum finalen Akt vor der Winterpause zu kommen. Flagge zeigen für den Spitzenreiter lautet das Motto. „Ich finde das super“, sagt Ladbergens Trainer Stefan Kilfitt, selbst viele Jahre als Trainer beim SC Preußen in Amt und Würden. „Das gibt dem Spiel einen würdigen Rahmen. Und jeder Zuschauer mehr ist eine zusätzliche Motivation für die Kicker.“

Es ist alles angerichtet für temperamentvolle 90 Minuten auf der Sportanlage zur Königsbrücke. Auch wenn für Ladbergens Coach Kilfitt die „Rollen klar verteilt sind“, ist sich Lengerichs Übungsleiter Sascha Höwing sicher: „Die werden uns keinen roten Teppich auslegen.“ Ja, so ein Derby lebt immer von Einsatz und Wille und kann schnell eine Eigendynamik entwickeln. Aber, und das stellt Höwing klar: „Wir wollen als Tabellenführer in die Winterpause gehen.“

Dass der VfL auch den Großen der Liga wehtun kann, diesen Beweis trat er unter anderem am siebten Spieltag gegen den Aufstiegsfavoriten Teuto Riesenbeck an. Nach dem Führungstor von Timon Marcel Will und einem Doppelpack von Joel Denkel führte der Außenseiter nach gerade mal 15 Minuten mit 3:0. Als Steffen Weikert nach 69 Minuten auf 4:1 stellte, war das Ding eigentlich durch – ehe sich Ladbergen in der Schlussphase noch drei Treffer fing. Das 4:4 schmeichelte den Gästen. „Das war schon speziell“, erinnert sich Trainer Kilfitt. „Wir sind das einzige Team, das Teuto viermal eingeschenkt hat. Warum sollen wir nicht auch die Preußen ärgern? Zu verlieren haben wir doch nichts.“

Fünfmal in Serie blieb der VfL zuletzt aber ohne Sieg, die letzten drei Punkte flossen am 24. Oktober beim 2:0 gegen Arminia Ibbenbüren II aufs Konto. „Wir haben irgendwie den Faden verloren. Das haben wir in dieser Woche angesprochen. Vielleicht sind wir ja diesmal die ersten, die die Preußen verwunden können“, hofft Kilfitt. Noch ist der SCP ungeschlagen.

Wer sich Lengerichs Goalgetter Martin Fleige (22 Tore) annimmt, ist noch nicht klar. „Wir werden vorbereitet sein. Und einen Plan haben“, verspricht der VfL-Coach. Ein Derby bleibt eben ein Derby, in dem alles drin ist. Spreng- und viel Diskussionsstoff inklusive. Wetten, dass..?

Startseite
ANZEIGE