1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ladbergen
  6. >
  7. Die Blicke gehen nach vorne beim TV Kattenvenne

  8. >

Handball: Landesliga

Die Blicke gehen nach vorne beim TV Kattenvenne

Kattenvenne

Mit der Fusion mit der HSG Hohne/Lengerich endet die Zeit des unabhängigen TV Kattenvenne. Als HSG Kattenvenne/Lengerich schauen alle Beteiligten in die Zukunft. Beim letzten Spiel am Samstag gab es sogar Tränen.

Von André Fischer

Die Tribüne war stolz besucht, gut 250 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen zum letzten Spiel des TV Kattenvenne. Foto: TVK

Die Nacht war kurz. Sehr kurz. Mit über 400 Litern Freibier feierten Offizielle, (scheidende) Spieler, Fans und Gönner des TV Kattenvenne am Samstagabend eine denkwürdige Party nach dem finalen Akt gegen den TV Vreden (26:37/11:16). Die Handballabteilung ist Geschichte – jetzt werden die Bücher neu geschrieben. Künftig startet die HSG Kattenvenne/Lengerich in der Landesliga durch. Das Trainerduo Volker Hollenberg und Daniel Bieletzki wird Mitte Juni nach rund zwei Wochen Pause zusammenkommen, um die Weichen zu stellen. „Wir werden versuchen, einen spielstarken Kader auf die Platte zu bringen, der den Klassenerhalt schaffen kann“, so Hollenberg voller Zuversicht.

Das letzte Kräftemessen in der Sporthalle „Am Ölberg“ wollten sich gut 250 Zuschauerinnen und Zuschauer nicht entgehen lassen. Das Spiel selbst war nebensächlich und damit auch die klare Niederlage. Aber: „Wir hätten uns gerne mit einem besseren Ergebnis verabschiedet“, redete Hollenberg nicht um den heißen Brei herum. „Vreden hat das hier sehr ernst genommen, war motiviert. Am Ende sind wir froh, dass diese aufreibende Saison mit diversen Spielverlegungen nun ein Ende gefunden hat. Wir schauen nach vorne.“

Hollenberg war am Mittag danach schon wieder in und an der Halle. Nach der TVK ist vor der neuen HSG. Eine erste Lagebesprechung stand auf dem Plan. Auch Stefan Hülsmeier, der Sportliche Leiter, hatte nach nur wenigen Stunden Schlaf den Weg gefunden. „Es war ein äußerst emotionaler Abend. Es sind hier und da Tränen geflossen“, blickte er nochmals kurz zurück. Im Zuge der Fusion musste ein Stück Tradition weichen.

Kraft seines Amtes nahm Hülsmeier die obligatorischen Verabschiedungen vor. Mit Marek Peters verlässt eine Stütze des Vereins den Club in Richtung Ligakonkurrent TSV Ladbergen. Aus dem aktuellen Kader ist er der einzige, der geht. Mit einem Präsent geehrt wurden mit Hinrich Hukriede und Kevin Reiser zwei „Altlasten“, die nach der vergangenen Spielzeit kürzer getreten sind und in dieser Serie keine Rolle gespielt haben. Zu guter Letzt durfte sich Daniel Hooge über ein paar warme Worte seitens des Vorstandes freuen. Der bisherige Spielwart des TVK ist auch im Handballkreis in gewichtiger Position unterwegs und setzt nach 16 Jahren Prioritäten.

Mitte Juli wird das Trainerteam Hollenberg und Bieletzki zum ersten Training bitten. Bis dahin werden sich die Spieler in Eigenregie fit halten. „Die Pause ist dringend notwendig. Danach packen wir alle neu motiviert an“, so Hülsmeier.

Startseite
ANZEIGE