Tischtennis: Blick in die Pokalhistorie des Tecklenburger Landes

Erst im Verbandsfinale wird Ladbergen gestoppt

Tecklenburger Land

Die Tischtennissaison 2020/21 wurde abgebrochen - nichts läuft mehr; weder im Kreis noch überregional. In normalen Zeiten wären jetzt viele Pokalrunden über die Bühne gegangen. Angesichts der besonderen Umstände bleibt den Tischtennisfreunden deshalb nur ein Blick zurück in die bewegte Vergangenheit.

2017 drang der TTC Ladbergen mit (von links) Thomas Kuhn, Hendrik Kuck und Gerrit Haar bis ins Finale des WTTV-Pokals für Kreisligateams vor. Foto: Ludger Keller

In der mittlerweile abgebrochenen Tischtennis-Saison konnten keine Pokalspiele ausgetragen werden. 2020 holte sich der TV Ibbenbüren den Kreispokal der Herren-Kreisliga. Er scheiterte aber bei der Pokalrunde auf Bezirksebene im Halbfinale am Werner SC mit 1:4. In den vergangenen 20 Jahren wurden Teams aus dem Tecklenburger Land sowohl Bezirks- als auch Verbandspokalsieger und nahmen sogar an Deutschen Pokalmeisterschaften teil.

Dreimal sicherten sich Mannschaften aus TE-Vereinen den WTTV-Verbandspokal. In der Saison 2003/04 triumphierte der TTC Lengerich im Wettbewerb der Herren-Bezirksliga/-Bezirksklasse. Max Kruse, Alexander Dubs und Andre Kritzmann bezwangen nach dem souveränen Sieg bei den Bezirkspokalspielen und zwei erfolgreichen Vorrundenpartien in der Endrunde auf Verbandsebene in Jülich zunächst DJK Eintracht Borbeck aus Essen mit 4:3 und im Finale den Kölner Vertreter TV Sürth mit 4:2.

Westdeutscher Pokalsieger der Damen-Verbands- und Landesliga wurde der TTV Mettingen im Mai 2004. In Sundern im Sauerland behielten Vanesja Sriskandarajah (Lampe), Ilka Wöste (Ruwe) und Christine Schliek ohne ihre Spitzenspielerin Qing Yang zunächst gegen TuS Sundern mit 4:3 und im Endspiel gegen TTC Waldniel mit 4:2 die Oberhand. Bei den deutschen Pokalmeisterschaften in Baiersbronn im Schwarzwald verpassten sie nach drei hauchdünnen 4:3-Siegen ganz knapp den Einzug ins Viertelfinale.

Fünf Jahre später (2009) errang erneut eine Formation des TTV Mettingen einen Verbandspokal, diesmal in der Konkurrenz für Spielerinnen aus der Damen-Kreisliga (C-Klasse). An eigenen Tischen in der Tüöttenhalle gaben Sabine Hemmer, Doris Stockmann und Susanne Tegeder im Finale dem SV Spexard mit 4:1 das Nachsehen. Zur selben Zeit scheiterte das Bezirksliga-Trio des TTV mit Ilka Wöste (Ruwe), Verena Sriskandarajah und Sandra Rott als Bezirkspokalsieger bei seinem ersten Auftritt an Sundern.

2012 drang Westfalia Westerkappeln in Nienberge bis ins Endspiel um den westdeutschen Pokal für Kreisliga-Vertretungen vor. Hier unterlagen Dirk Siepmann, Michael Franck und Dominik Woyciechowski zwar TV Westig aus dem Sauerland mit 2:4, schafften aber die Qualifikation für die deutschen Pokalmeisterschaften. In Chemnitz scheiterte das Westfalia-Trio, das mit Sascha Mochner für Spitzenspieler Siepmann antrat, jedoch in der Vorrunde nach zwei Siegen und zwei Niederlagen als Drittplatzierter.

Zwei Jahre später erreichten die Westerkappelner als Bezirkspokalsieger der Bezirksliga/Bezirksklasse erneut ein Finale um den Verbandspokal. Den Sieg mussten Dirk Siepmann, Michael Franck und Andreas Schubert jedoch dem TV Refrath nach einer 2:4-Niederlage überlassen. Aber ihnen gelang als Zweiter die Qualifikation für die „Deutschen“ in Fröndenberg. Bei diesem mehrtägigen Turnier kam für die Westfalia ohne Franck, für den Sergej Schwebel und Sascha Mochner einsprangen, nach vier Niederlagen vorzeitig das Aus.

Vor vier Jahren wurde der TTC Ladbergen nach dem Gewinn des Kreis- und Bezirkspokals für Kreisligateams in Warburg erst im Finale des Verbandspokals gestoppt. Gerrit Haar, Thomas Kuhn und Hendrik Kuck unterlagen dem TTC Oelde mit dem Ex-Westerkappelner Michael Franck hauchdünn mit 3:4. Auf Bundesebene schafften sie dann den Einzug ins Viertelfinale. Den dritten Platz im WTTV-Verbandspokal erreichte der TTC ein Jahr vorher nach einem 4:2-Sieg gegen TTC Altena.

Startseite