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Handball: Bezirks- und Landesliga

Fast alle bei bester Laune

Tecklenburger Land

Pause kann schön sein, klar. Aber in diesem Fall ist sie zu lang, leider. So mancher Handball-Bezirksligist hat seit Mitte November kein Pflichtspiel mehr bestritten. Wie geht es Teams und Trainern damit? Eine Umfrage.

Von Niklas Groß

Höchste Zeit, dass sich solche Szenen wieder zutragen: Landesligist HSG Tecklenburger Land ist noch etwas länger in Zwangspause und feiert mutmaßlich erst am 12. März gegen Burgsteinfurt seine Rückkehr auf die Platte. Foto: Jörg Wahlbrink

Während der TSV Ladbergen am vergangenen Wochenende spielte und der TV Kattenvenne am kommenden ran darf, pausieren die hiesigen Bezirksligisten gefühlt seit dem Mittelalter. Die HSG Tecklenburger Land hat sich zwar am 25. Januar mit Wettringen gemessen, doch steht ihr Spiel gegen Nottuln am 6. März schon wieder auf der Kippe. Auch hier kann von Spielpraxis keine Rede sein. Die WN hat sich bei den Trainern der Clubs umgehört, was sie in der spielfreien Zeit beschäftigt.

Dabei fällt gleich auf: Die Stimmung ist nicht etwa corona-eingetrübt, sondern auffallend gut. Weit gefehlt, dass die Übungsleiter als Psychologen einspringen oder eigenhändig Motivationsspritzen setzen müssten. „Die Mädels kommen immer noch mit Spaß zum Training“, sagt Daniela Oana, Trainerin von Landesligist HSG Tecklenburger Land. „Das freut mich. Sie haben auch nicht gemeckert, als wir eineinhalb Stunden nur gelaufen sind.“ Während auch Gerrit Haverkamp (TV Kattenvenne II) und Janik Dorroch als Co-Trainer der HSG Hohne/Lengerich keine negativen Schwingungen zu verzeichnen hatten, tritt einzig Philip Kruska von der Zweiten des TSV Ladbergen ein bisschen auf die Bremse: Die Zeit bis hierher sei teils zäh gewesen, es Team wie auch Trainer nicht immer leicht gefallen, sich zu motivieren. „Das Ziel vor Augen fehlt“, sagt Kruska über Wochen ohne Wettkampf.

Teams gehen teils in zweite Vorbereitung

Er ließ mitunter nur einmal die Woche trainieren, Corona-Fälle in den eigenen Reihen und Fälle, in denen Spieler Kontaktpersonen waren, erschwerten einen normalen Betrieb. Kruskas Ziel: die Spielfähigkeit erhalten. Dafür arbeitete er im Ausdauerbereich wie mit dem Ball. Auch die HSG Hohne/Lengerich und die HSG Tecklenburger Land nutzten die freie Zeit für eine kleine zweite Vorbereitung. Im Januar bolzten sie beim Bezirksliga-Spitzenreiter Kondition, ließen den Ball auch mal ganz weg, dann ging es an die Athletik und in den letzten Wochen eben wieder vermehrt in das Training von Spielzügen. Die HSG Tecklenburger Land machte ebenfalls was im Grundlagenbereich, feilte an Ausdauer und Kraft, wobei hier die Besonderheit bestand, dass Trainerin Daniela Oana selbst drei Wochen ausfiel. „Ich habe dann pro Einheit drei Mädels bestimmt, die das Training gestaltet haben“, erzählt Oana. Etwas anders hielt man es in Kattenvenne. Der TV trainierte „ganz normal durch, als wenn wir am Wochenende spielen würden“, wie Gerrit Haverkamp sagt. „Wir sind nicht noch mal großartig auf Fitness gegangen.“

... und dann direkt ein Derby

Was alle eint, ist – Überraschung – die Vorfreude auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im März. „Wir starten direkt mit einem Derby gegen Kattenvenne II“, sagt Philip Kruska vom TSV Ladbergen. „Da haben wir richtig Bock drauf.“ Etwas länger gedulden müssen sich die HSG Hohne/Lengerich, deren Spiel gegen Nordwalde verlegt wurde, weshalb sie erst am 13. März wieder ins Geschehen eingreift, sowie wohl auch die HSG Tecklenburger Land, deren Aufeinandertreffen mit Nottuln verschoben werden könnte. Im Idealfall ist damit dann auch die Welle an Absagen über die hiesigen Vertreter hinweggeschwappt. Oder wie Gerrit Haverkamp sagt: „So langsam merkt man, dass es wieder losgehen muss. Liefe das jetzt noch drei Monate oder ein halbes Jahr so weiter, könnte es schwierig werden. Dann würde der eine oder andere vielleicht doch etwas Anderes als wichtiger betrachten.“

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