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Verband bereitet Umfrage unter den Vereinen vor

Handball frühestens wieder ab Ende Januar

Tecklenburger Land

Corona und Handball: Wie kann es mit der Saison weitergehen? Dazu hat der Verband die Vereine zu verschiedenen Konferenzen eingeladen, um eine Diskussion über mögliche Szenarien anzustoßen.

Erhard Kurlemann

Jan Hackmann und der TSV Ladbergen werden sich in nächster Zeit mit Ideen zur Fortsetzung der unterbrochenen Handball-Saison auseinandersetzen müssen.. Foto: Marco Westphal

Im Jahr 2020 wird auch kein Handball mehr gespielt. „Das ist unter den aktuellen Gegebenheiten nicht zu verantworten“, fasst Andreas Tiemann die Situation zusammen. Er ist Vizepräsident für Spieltechnik im Präsidium des Handball-Verbandes Westfalen. Diese Einschätzung der Lage war erwartet worden. „Das Präsidium hat beschlossen, den Spielbetrieb bei den Seniorenteams auch im Dezember auszusetzen und den Jugendspielbetrieb gar nicht erst aufzunehmen.“

Unter der Woche habe der Verband in insgesamt sechs Konferenzen mit den Vereinen aus allen Verbandsstaffeln diskutiert. „Wir haben uns darauf verständigt, dass der Spielbetrieb frühestens am letzten Januar-Wochenende wieder aufgenommen werden kann“, nennt Tiemann das Wochenende 30./31. Januar als erste Orientierung. „Wir haben keine Glaskugel“, ergänzt er, dass „Stand heute: Die Lage dann noch nicht beurteilt werden kann.“

Die Vereine hätte aber signalisiert, dass gut dreieinhalb Wochen Handball-spezifisches Training ausreichend seien, um den Wettbewerb wieder aufnehmen zu können. Also: „Voraussetzung für den Wiederbeginn ist, dass ab Anfang Januar das Training in den Hallen wieder aufgenommen werden kann.“ Anderenfalls müsse der „Neustart“ nach hinten geschoben werden.

„Wir haben in den Konferenzen verschiedene Szenarien vorgestellt, aber darauf hingewiesen, dass es noch keine einzige Entscheidung gibt“, betont der Vizepräsident. „Vielmehr haben wir die Vereine aufgefordert, die notwendigen Diskussion zunächst intern zu führen“.

Der Verband ist für die Ligen ab Landesliga aufwärts zuständig. Die Verantwortung für die Bezirksligen und darunter obliege den Handballkreisen, unterstreicht Tiemann die Struktur.

Wie im Frühjahr sei geplant, die Vereine zu befragen, wie sie sich zur Zukunft der unterbrochenen Saison verhalten wollen. „In unserer Umfrage werden wir einige denkbare Modelle erläutern und die Stellungnahme der Vereine dazu einholen.“ Nach den Worten Tiemann sollen die Ergebnisse in weiteren Konferenzen „kurz vor Weihnachten oder Anfang Januar“ vorgestellt und diskutiert werden.

„Wir wollen Entscheidungen mit den Vereinen treffen, nach Möglichkeit mit einer belastbaren Mehrheit“, kündigt Tiemann an. Das sei in den Konferenzen unter der Woche auch so kommuniziert worden und auf großen Zuspruch gestoßen. Ein Ziel sei etwa, die Hinserie nach Möglichkeit zu beenden und danach mögliche Varianten zu diskutieren. „Ein Faktor wird sein, an welchem Zeitpunkt wir uns dann befinden“.

Er gehe davon aus, dass es unterschiedliche Regelungen für die einzelnen Staffeln geben werde. Bereits in den Konferenzen hätten insbesondere Landesliga-Teams durchblicken lassen, die Saison beenden zu wollen. „Da müssen wir dann sehen, was das konkret bedeutet.“

So könne es sein, dass für die „dann hoffentlich normale Saison 2021/22 die Landesligen erneut aufgestockt werden müssten“, wenn etwa in den Verbandsligen die Meistschaft ausgespielt werde und auch die Kreise dieses für einige Bezirksligen realisieren. „Stand heute können wir nur sagen, dass es aktuell überhaupt keine Grundlage für Entscheidungen jedweder Art gibt“, hebt Andreas Tiemann hervor. Das gleiche gelte für den Jugendspielbetrieb, wo aktuell auf „nur einem weißen Blatt Papier“ geplant werden könne.

Daniel Hooge, Vorsitzender des Handball-Kreises Münsterland, beschreibt die Situation so: „Aktuell ist alles in der Schwebe“. Die Kreise seien zwar selbstständig, was die Organisation des Spielbetriebes angehe. „Wir orientieren uns aber in der Regel an den Entscheidungen des Verbandes“ Deshalb sei es „viel zu früh“, etwas Konkretes zu sagen.

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