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Handball: So geht es von den Verbandsligen abwärts weiter

HVW uneins, Kreis lässt fortsetzen

Tecklenburger Land

Der Verband hat sein Votum abgefragt, der Kreis hat entschieden: In den Verbands- und Landesligen geht es mal sofort weiter, mal nicht; von der Bezirksliga an abwärts wird der Spielbetrieb in jedem Fall fortgesetzt. Möglichkeiten der Ausnahme räumen beide Gremien ein.

Von Wilfried Sprenger und Niklas Groß

Sofort gefordert: Henning Schrief und der TSV Ladbergen gehen in Landesliga-Staffel 3 an den Start, die dafür votiert hat, die Saison spielplangemäß weiterzuführen. Foto: Jörg Wahlbrink

Weitermachen oder pausieren – diese Frage beschäftigte die Vereine des Handball-Verbandes Westfalen (HVW) in den vergangenen Tagen. Per Online-Umfrage wurden die Voten abgefragt. Am Mittwochabend stellte der HVW die Ergebnisse vor. Resultat: Einige Ligen pausieren bis Ende Januar, andere setzten die Saison am Wochenende fort. Etwa 95 Prozent der betroffenen Teams nahmen an der Umfrage teil.

Vizepräsident Andreas Tiemann sagte: „Niemand von uns kann in die Zukunft schauen. Deshalb werden wir in ein paar Wochen wieder mit den Vereinen zusammenkommen.“ Bis zu diesem Zeitpunkt gilt: Es gibt auch Ausnahmen von der Regel. So ist es möglich, Spiele mit Zustimmung beider Vereine aufgrund der Pandemie zu verlegen. Gleichzeitig können in den Staffeln, die nunmehr pausieren wollen, in Abstimmung beider Vereine die Spiele wie geplant ausgetragen werden.

Folgende Staffeln pausieren bei den Frauen: Verbandsliga 2 und Landesliga 4. Bei den Männern: Verbandsliga 1 und 3, Landesliga 1, 5 und 6. Stefan Hülsmeier, Sportleiter des TV Kattenvenne, dessen Landesliga-Team demzufolge sofort weiterspielt, nahm das WHV-Votum zähneknirschend zu Kenntnis. Verständnis habe er „ehrlich gesagt nicht“, wie Hülsmeier sagt, die Zahlen sprächen für sich, er hätte sich eine Pause – sogar bis Ende Februar – gewünscht.

Kreis setzt Saison nach Spielplan fort

Unterdessen positionierte sich am Donnerstag auch der Handballkreis Münsterland, verantwortlich für den Spielbetrieb von der Bezirksliga abwärts. Der Kreis hatte – anders als der Handball-Verband Westfalen – nicht abstimmen lassen. Die Entscheidung: Die Saison 2021/22 wird weder unterbrochen, geschweige denn abgebrochen. Sie geht weiter, wie der Spielplan es vorsieht, „um die Auf- und Absteiger am Ende der Spielzeit sportlich ermittelt zu haben“, wie Daniel Hooge, Vorsitzender des Handballkreises, anmerkt.

Gleichwohl räumen die Verantwortlichen den Vereinen die Möglichkeit ein, Begegnungen einseitig abzusagen, wenn diese Partien aufgrund des Infektionsgeschehens nicht bestreiten möchten. Diese Spiele werden im Saisonverlauf oder nach dem letzten Spieltag nachgeholt. In diesem Sinne wird das Saisonende gemäß Rahmenspielplan – Mitte Mai – aufgehoben, Meisterschaftsspiele können nunmehr bis zum 12. Juni nachgeholt werden. Dies ist der Termin, an dem der Kreis dem Verband die Aufsteiger in die Landesligen melden muss. Die Option, Spiele wie beschrieben abzusagen, erstreckt sich zunächst auf den Januar und Februar. „Dann werden wir die Situation neu bewerten“, so Hoge. Für den Jugend-Spielbetrieb gelten dieselben Bestimmungen.

Friedrich-Wilhelm Blömker, Vorsitzender der HSG Hohne/Lengerich, begrüßt die Entscheidung des Kreises. „Wir können alle nur auf Sicht fahren. Und da ist ein Weg, der Raum für alle Eventualitäten lässt, doch genau der richtige.“

Überdies streicht der Kreis in der Bezirksliga die Meister- sowie die Platzierungsrunde. Hier hat er ein anderes Modell erarbeitet, das noch kommuniziert wird. Außerdem laufen zwei Ligen ab der kommenden Spielzeit unter anderem Namen: Die Bezirksliga wird Münsterlandliga heißen, die neu eingezogene Kreis-Oberliga dann Münsterlandklasse.

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