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Fußball: Kreisliga A

Preußen Lengerich ohne Sieben nach Büren

Lengerich

Preußen Lengerich zwischen Lust und Last: Das Nachholspiel gegen Büren am Donnerstagabend kommt für den SCP denkbar ungelegen: Bis zu sieben Stammspieler drohen dem Kreisliga-Vierten coronabedingt auszufallen.

Von Tobias Mönninghoff und Niklas Groß

Lässt er sich selbst auf den SV Büren los? Sascha Höwing (rechts im Zweikampf), hier eine Szene aus dem Jahr 2010, würde am Abend einspringen, sollte es die Personallage erfordern. Foto: Uwe Wolter

Marcel Czichowski platzt beinahe vor Vorfreude, wenn er an die nahende Meisterrunde denkt: „Das wird eine richtig geile Nummer“, sagt der Trainer des SV Büren. „Du hast einfach jede Woche ein Top-Spiel, das bockt.“

Ein wenig anders steht es um die Gemütslage bei Sascha Höwing, Trainer von Preußen Lengerich: Zumindest vor dem nächsten Top-Spiel, dem Nachholspiel am Donnerstagabend (19.30 Uhr) in Büren, hat sich Lust in Frust gewandelt. Corona dezimiert den Kader des SCP. Vermutlich wird keiner der am Wochenende verhinderten Spieler zurückkehren, schlimmer noch, es sind zwei weitere Fälle und ein Verdachtsfall hinzugekommen. Betroffen ist das Stammpersonal der Preußen, die im Dienstagstraining gerade acht Spieler aus der ersten Mannschaft hatten und in Büren auf deren neun kommen werden. Aufgefüllt wird mit Spielern voraussichtlich aus der zweiten Mannschaft, der A-Jugend sowie gegebenenfalls auch mit Trainer Sascha Höwing, der in der Not die Stiefel schnüren würde. „Es ist ex­trem bitter, dass das in dieser Phase in dieser Masse auftritt“, sagt der Coach – Büren ist Dritter, gegen den Zweiten aus Mettingen geht es auch noch. „Es ist wirklich nervig, auch wenn das natürlich niemand extra macht.“

Preußen ergeben sich nicht kampflos

Die Verbliebenen für das Büren-Spiel verfolgten aber eine ehrgeizige Zielsetzung, wie Höwing versichert: „Wir werden 90 Minuten plus x alles dafür geben, mit drei Punkten nach Hause zu fahren und den Vorsprung von Riesenbeck zu minimieren.“ Zudem liege in der aktuellen Situation auch eine Chance: Im Idealfall kommen die Preußen am Ende dieses Abends zu der Erkenntnis, unabhängig vom tagesaktuellen Personal konkurrenzfähig zu sein.

Mit einem Sieg könnte der SCP am SV Büren vorbeiziehen. Den selbsternannten Aufstiegskandidaten sieht Höwing personell der Kreisliga tatsächlich eine Klasse voraus. „Sie sind individuell sehr gut, haben schnelle Leute, sind spielstark. Im Grunde macht sie all das aus, was eine gute Mannschaft ausmacht.“

Gleichwohl hätte sein Team in Bestbesetzung eine gute Chance auf drei Zähler, wie Höwing glaubt. „So werden die Karten natürlich nochmal neu gemischt.“

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