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Fußball: 3. Liga

Scherning warnt vor „dickem Kaliber“

Osnabrück

Die Ergebnisse sprechen eine andere Sprache, doch das juckt Osnabrücks Trainer Daniel Scherning nicht. Er zählt die Spielvereinigung Bayreuth, am Samstag Gastgeber des VfL, aus guten Gründen zu den schwereren Gegenübern.

-sta-

Daniel Scherning erwartet in Bayern alles andere als eine leichte Aufgabe. Foto: Imago

Der letzte Sieg des VfL Osnabrück bei der Spielvereinigung Bayreuth liegt verdammt lang zurück. Fast 35 Jahre. Diesen Aspekt haben die Lila-Weißen überhaupt nicht im Fokus, wenn sie an diesem Samstag (14 Uhr) in der Wagnerstadt antreten, um den enttäuschenden Auftritt gegen Ingolstadt vergessen zu machen.

Ein VfL-Pflichtsieg? Wer Trainer Daniel Scherning diese Frage stellt, erntet nur ein verständnisloses Kopfschütteln. Klar, die bisherige Bilanz der Bayreuther ist deutlich: drei Spiele, drei Niederlagen, 1:6 Tore. „Und trotzdem behaupte ich, dass Bayreuth zu den dicken Kalibern dieser Liga gehört“, sagt Scherning, „die Truppe ist spielstark – und sie hatte in allen bisherigen Partien Möglichkeiten, etwas mitzunehmen.“ Die 1:4-Niederlage in Wiesbaden sei letztlich deutlich gewesen, „aber dort war auch lange Zeit ein anderer Spielausgang möglich“. Eine veränderte VfL-Startelf? „Wir werden nicht mit der Aufstellung wie gegen Ingolstadt beginnen, das kann ich schon mal sagen“, stellt Scherning fest. Wie üblich, verrät der Coach vorab aber nicht mehr.

Oduah und Engelhardt haben sich empfohlen

Handlungsbedarf ist genügend vorhanden. Man darf gespannt sein, ob der gegen Ingolstadt enttäuschende Maurice Trapp wieder in der Innenverteidigung steht, Paterson Chato ist fit (wie am Mittwoch). Weiterhin nicht fit ist allerdings Timo Beermann, der mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hat und in den vergangenen Tagen kaum trainiert hat. Eine schöpferische Pause könnte vielleicht auch Linksverteidiger Florian Kleinhansl einlegen. Und vorne im Angriff gaben Emeka Oduah und Erik Engelhardt bei ihren Kurzeinsätzen gegen Ingolstadt durchaus Visitenkarten für mehr Einsatzminuten ab.

Zeit für drei Punkte? Klar – und das gilt nicht nur nach der 0:1-Niederlage gegen Ingolstadt. Das Spiel bietet auch die Möglichkeit, die Statistik gegen Bayreuth aufzupolieren. Trainer Scherning hält von solchen Zahlen, Daten und Fakten eher nichts. Aber sei‘s drum: Blättern wir kurz 35 Jahre zurück. Samstag, 5. September 1987. Der VfL gewann in Bayreuth 2:0 durch Tore von Paul Linz und Heikko Glöde. Damals eine lila-weiße Saison mit einigen Turbulenzen und drei VfL-Trainern: Erst Rolf Grünther, dann Friedel Hoppe und schließlich Anton Rudinski. Am Ende der Spielzeit belegte der VfL den neunten Platz. Das erwähnte 2:0 war übrigens der einzige Sieg, den die Osnabrücker in Bayreuth einfahren konnten. Ansonsten kassierten die Niedersachsen in Zweitliga-Zeiten im Süden nur Pleiten,

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