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Handball: Landesliga-Play-offs

Sekt liegt eiskalt im HSG-Fach

Münster

Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass die HSG Hohne/Lengerich eines Aufsteigers würdig ist – sie lieferte ihn am Sonntagabend im Play-off-Hinspiel bei Preußen Borussia Münster. Das Match ging mit 28:18 an die HSG.

-ng-

Ein Bild, das die Kräfteverhältnisse einfängt: Tobias Volk steigt in der zweiten Reihe hoch und überspringt seine Kontrahenten von Preußen Borussia Münster. Foto: Wilfried Hiegemann

Es gibt im Sport ja die absurdesten Situationen, in denen sich Trainer, Spieler, Verantwortliche dagegen sperren, öffentlich vom Aufstieg zu sprechen. Sie wollen das Wort mit A dann partout nicht in den Mund nehmen. Daniel Bieletzki, seines Zeichens Trainer HSG Hohne/Lengerich, hat nie einen Hehl aus den Ambitionen seiner Farben gemacht, sich klar positioniert, mit seiner Mannschaft hochzuwollen in die Landesliga.

Spätestens am Sonntagabend wäre Bieletzki aber auch nicht mehr an der klaren Zielvorgabe Aufstieg vorbeigekommen. Im Play-off-Hinspiel bei Preußen Borussia Münster feierte die HSG Hohne/Lengerich einen furiosen 28:18-Erfolg, der weit mehr ist als nur ein Fuß in der Tür zur Landesliga. Das Momentum, der Fakt, dass das Rückspiel daheim ausgetragen wird, das Demoralisierende eines zweistelligen Sieges – vieles, wenn nicht alles spricht jetzt für die HSG. Am kommenden Samstag empfängt sie Preußen Borussia zum Rückspiel.

Was Hohne/Lengerich mitunter vorgekommen sein muss wie ein Ligaspiel (die HSG hatte ihre Spielklasse nach Belieben dominiert und ihre Spiele im Schnitt mit 31:21-Toren gewonnen), gestaltete sich zumindest eine Halbzeit lang ausgeglichen: Die Hausherren gingen 2:1 in Führung – es sollte ihre letzte in diesem Spiel sein, auch wenn das Match in der Folge umkämpft blieb. Die HSG stellte auf 5:2, im Anschluss aber hielten die Gastgeber Schritt – bis zum 11:11. In den verbleibenden Minuten bis zur Pause erwarf sich das Bieletzki-Team wieder ein Polster von drei Toren, schickte seinen Kontrahenten mit 14:11 in die Kabine.

Als noch entscheidender indes sollte sich die Phase unmittelbar nach der Pause erweisen. Binnen elf Minuten gingen die Gäste auf 19:12 weg. Der erste richtig fette Vorsprung, den die HSG in der Folge noch ausbaute. Zwei Sekunden vor dem Ende setzte Frederik Grune den Schlusspunkt unter die Begegnung – 28:18. „Eine tolle Leistung mit einer tollen zweiten Halbzeit“, jubilierte Daniel Bieletzki. „Die zehn Tore waren verdient. Wir haben eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel.“

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