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Fußball: Regionalliga West

Sportfreunde wollen gegen Alemannia Aachen eine (Heim-)Serie starten

Lotte

Optimismus macht sich breit bei Andy Steinmann und den Seinen: Unter der Woche konnten die Sportfreunde Lotte seit Langem mal wieder annähernd vollzählig trainieren. In Alemannia Aachen kommt nun ein angeschlagener Boxer ans Autobahnkreuz.

Von Alfred Stegemann

In Köln bezogen die Sportfreunde vergangene Woche eine empfindliche 0:4-Klatsche. Heute gegen Aachen wollen Dominic Minz (von links), Luis Allmeroth, Exaucè Andzouana und Nils Stettin (halb verdeckt) unbedingt wieder punkten. Foto: Manfred Mrugalla

Der September ist durch. Und darüber dürften die Sportfreunde Lotte mal so richtig froh sein. Denn für sie war es ein schwarzer Monat mit neun Spielern in Quarantäne nach einer Covid-19-Erkrankung, drei ausgefallenen Punktspielen und zwei Niederlagen. Wenn auch noch nicht alle bei 100 Prozent sind, stehen alle Coronapatienten wieder zur Verfügung, so dass Trainer Andy Steinmann am Freitagabend gegen Alemannia Aachen auf einen 20er-Kader bauen kann.

Freitagabend, Flutlicht, gutes Wetter, was will man mehr als Fußballer und Fan. Das letzte Lotter Heimspiel liegt zudem schon fünf Wochen zurück. Damals siegte Lotte 2:0 gegen die U 23 von Schalke 04. Nach der jüngsten Durststrecke wollen die Sportfreunde nun gegen Alemannia Aachen die Heimserie ausbauen und so in einen möglichst goldenen Oktober starten.

Für den einstigen Bundesligisten aus Aachen um Trainer Patrick Helmes läuft es bisher alles andere als rund. Erst ein Sieg und Platz 16 stehen zu Buche. Lotte nimmt punktgleich Rang 15 ein. Der Verlierer dieser Partie wird sich wohl auf einen längeren Verbleib im Tabellenkeller einstellen müssen. Das hat SFL-Coach Andy Steinmann seinen Jungs eingetrichtert. „Personell sieht es ganz gut aus“, sagt er, obwohl er weiter auf sechs verletzte Spieler verzichten muss. „Wir hatten seit langem mal wieder 22 Spieler beim Training und können nach Leistung aufstellen.“

Die wird auch stimmen müssen, denn für Steinmann ist die Alemannia deutlich stärker als es der Tabellenstand aussagt. „Wir müssen Aachen so früh wie möglich unter Druck setzen“, kündigt Steinmann ein hohes Pressing an. Die Gelb-Schwarzen bevorzugen ein schnelles Umschaltspiel und überbrücken das Mittelfeld oft mit langen Bällen auf die schnellen Spitzen Hamdi Dahmani und vor allem Jannik Mause. „Genau die müssen wir unterbinden“, fordert Steinmann. Die beiden erfahrenen und groß gewachsenen Innenverteidiger Tjorben Uphoff und Peter Hackenberg halten die Defensive zwar zumeist dicht, offenbaren aber auch hier und da Probleme in der Spieleröffnung, wenn sie unter Druck stehen. Genau da gilt es anzusetzen.

Ein Wiedersehen gibt es heute mit zwei Ex-Lottern. Im Sommer wechselte Dino Bajric an den Aachener Tivoli und kehrt am Freitag erstmals wieder zurück. Auch Andre Dej hat in Aachen eine neue Heimat gefunden. Der defensive Mittelfeldspieler hatte von 2015 bis 2018 eine sehr erfolgreiche Zeit am Autobahnkreuz.

Anders als zuletzt beim 1. FC Köln, als es Andy Steinmann mit einer Dreierkette versuchte, kehrt er nun zum angestammten 4-3-3-System zurück. „Wir wollen uns wieder auf uns konzentrieren und unser Spiel durchbringen“, begründet er. Und er hat einen Wunsch. „Auch wenn es täglich besser wird, einige Spieler sind noch nicht bei voller Stärke. Deshalb hoffe ich, dass die Zuschauer uns dabei helfen, wieder in die Spur zu finden und uns entsprechend unterstützen.“

Da die beiden etatmäßigen Torhüter Jhonny Peitzmeier und Michael Luyambula verletzt sind, wird der am Dienstag verpflichtete Keeper David Buchholz seinen Einstand geben. Auf der Bank nimmt Benny Paesler aus der U 23 Platz. Andy Steinmann ist überzeugt, dass er sich auf Buchholz verlassen kann: „Er strahlt die nötige Ruhe aus. Das hat man im Training schon gesehen.“

Während Peitzmeiers Comeback nach seiner Kapselverletzung in drei bis vier Wochen ansteht, wird es bei Luyambula noch länger dauern. Er hat sich vergangene Woche in Köln nicht nur einen Muskelfaser- sondern auch einen Muskelbündelriss zugezogen.

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