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Handball: Landesliga

TSV Ladbergen meldet sich mit Sieg beim 1. HC Ibbenbüren eindrucksvoll zurück

Ladbergen

Das war eine Demonstration. Mit 26:14 siegten die Handballer des TSV Ladbergen am Donnerstagabend im Topspiel bei Tabellenführer 1. HC Ibbenbüren. „Wir waren sehr diszipliniert und haben dem HCI ziemlich schnell den Zahn gezogen“, war der Sportliche Leiter Stefan Ferlemann begeistert.

Von André Fischer

Die Halle Ost in Ibbenbüren war ein gutes Pflaster für den TSV Ladbergen, Trainer Dirk Elschner musste sich zu keinem Zeitpunkt ernsthaft Sorgen machen. Foto: Tobias Mönninghoff

Es blieb bei einem obligatorischen „Feierabend“-Bierchen – und das, obwohl der Auftritt ein denkwürdiger war. Nach der überraschenden Niederlage in Neuenkirchen waren die Landesliga-Handballer des TSV Ladbergen mit der Bürde zum Topspiel nach Ibbenbüren gereist, unbedingt liefern zu müssen. Andernfalls hätten sich die Jungs von Trainer Dirk Elschner aus der Spitzengruppe verabschieden können. Dass der TSV nun sogar ein ganz heißer Anwärter auf Platz eins sein kann, ist dem deutlichen Sieg beim Tabellenführer geschuldet. 26:14 gewonnen, Wahnsinn! 70 mitgereiste Fans trauten ihren Augen kaum. „Die haben uns lautstark unterstützt, Sahne war das. Wir waren sehr diszipliniert und haben dem HCI ziemlich schnell den Zahn gezogen“, war Stefan Ferlemann, der Sportliche Leiter, hellauf begeistert.

14 Treffer in 60 Minuten, die wirft Ibbenbüren eigentlich in einer Halbzeit. „Wir haben sehr konsequent verteidigt. Und in Dustin Mechelhoff einen überragenden Tormann gehabt“, lobte derweil Trainer Elschner. Er sieht im Titelkampf möglicherweise einen kleinen Vorteil für seine Jungs – sofern der TSV seine Hausaufgaben macht. Die Zahlen aus dem direkten Vergleich mit Ibbenbüren und dem TV Vreden sprechen für Lucas Holdsch und sein Mitstreiter aus der Rottsporthalle. Dort steht Ladbergen übrigens am Sonntag schon wieder auf der Platte. Anwurf zur Partie gegen Vorwärts Gronau ist um 18 Uhr.

Es war bezeichnend, dass der individuell stark besetzte Handball-Club am Donnerstag erst nach knapp sechs Minuten den Lederball erstmals in den Maschen des TSV-Tores versenkte. Da kam nicht viel. Tempogegenstöße, sonst eine der Ibbenbürener Stärken, verpufften. Nur auf Sebastian Elbert war in diesen Anfangsminuten Verlass, er traf gleich dreimal, hielt den Hallenherr bis zum 3:3 im Spiel. Was danach kam war beeindruckend aus Sicht der Gäste, die bis zur Pause auf 11:5 davoneilten.

Auch im zweiten Abschnitt hatte der TSV kein Mitleid mit dem Gegner, selbst als Leon Ludwigs und Henning Schrief mit der Roten Karte vom Feld mussten, kam es zu keinem Bruch im Spiel. Vielmehr wurde Ibbenbüren mit der Unterstützung einer erstklassigen Bank abgefertigt (18:8, 22:12). „Das war eine Demonstration. Wir haben nie nachgelassen“, war Ferlemann durchaus überrascht von dieser Dominanz.

In den kommenden Wochen gilt es, in mitunter kräfteraubenden englischen Wochen Spiel für Spiel die beste Leistung abzurufen. Nur dann kann sich der TSV in Position bringen. Und ist da, wenn die Konkurrenz Federn lässt. Eine vorentscheidende Bedeutung könnte das Duell zwischen Vreden und Ibbenbüren am 14. Mai haben. Vielleicht ist Ladbergen der lachende Dritte. „Wir wollen bereit sein“, sagt Trainer Elschner. Erste Voraussetzung ist ein Sieg am Samstag gegen Gronau. Im Hinspiel gab es nur eine Punkteteilung (26:26), es war im November das Debüt von Elschner auf der Trainerbank. Das dürfte Warnung genug sein.

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