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Handball: Landesliga

TSV Teil eines Finals unter besonderen Vorzeichen

Ladbergen/Kattenvenne

Einmal ist der TSV Ladbergen noch im Landesliga-Aufstiegskampf gefordert, am Samstag gegen Neuenkirchen. Dann ist es nur noch Kontrahent 1. HC Ibbenbüren. Dem könnte ebenfalls am Samstag der TV Kattenvenne in die Suppe spucken.

Von Niklas Groß

Leon Ludwigs, hier im Spiel gegen Ochtrup, und der TSV Ladbergen müssen am Samstag Neuenkirchen bezwingen und dann hoffen, dass Ibbenbüren patzt – jetzt oder bald. Foto: Thomas Strack

Seinen Saisonabschluss wird der TSV Ladbergen am Samstagabend so oder so begehen. Es kann eine verhältnismäßig normale Feier werden, wie schon des Öfteren verlebt. Der Abend hat aber auch das Potenzial, in Richtung einer Riesenparty auszuarten – wenn am Samstag gegen 20 Uhr die Nachricht einliefe, dass der TV Kattenvenne gegen den 1. HC Ibbenbüren gepunktet und den TSV damit zum Meister gemacht hätte. Dessen Trainer Dirk Elschner dämpft die Hoffnungen auf das ganz große Ding. „Ich glaube eher nicht, dass Kattenvenne Ibbenbüren schlägt“, so der Coach. Ob der HCI überhaupt nochmal stolpere in drei Spielen? „Schwierig zu sagen“, so Elschner. „Sie spielen noch dreimal auswärts. Aber Handball ist ja kein Wunschkonzert.“

Und überhaupt: Da ist ja erstmal noch Gegner SuS Neuenkirchen, den der TSV am Samstag ab 17 Uhr in der Sporthalle II in Ladbergen erwartet. Der verleiht dem Spieltag eine weitere besondere Note. Schließlich war er es, der Dirk Elschner Ende März die einzige Niederlage in seiner Amtszeit bescherte und damit die möglicherweise entscheidende im Kampf um den Verbandsliga-Aufstieg. Ohne acht Akteure, ohne Außen, war der TSV mit 31:34 unterlegen. „Wir wollen es besser machen, um den Druck auf Ibbenbüren aufrechtzuerhalten, um einen vernünftigen Abschluss vor unseren Fans zu feiern, und wir wollen nicht zweimal gegen eine Mannschaft verlieren“, zählt Elschner auf.

Die personelle Situation ist in diesem Fall ungleich besser, es fehlen nur der privat verhinderte Pascal Rode sowie Max König mit einem Muskelfaserriss.

Kattenvenne wohl dezimiert gegen Ibbenbüren

Der mögliche Meistermacher aus Kattenvenne muss sich derweil noch sortieren, was die Besetzung für Samstag (ab 18 Uhr, Sporthalle am Ölberg) anbelangt: Marek Peters ist privat verhindert, Daniel Segger, Lars Bovenschulte und Hinrich Huckriede drohen allesamt auszufallen. „Wir werden einen Kader stellen können, aber die Frage ist: von welcher Qualität“, sagt Trainer Volker Hollenberg. „Mit voller Kapelle wäre Ibbenbüren eine schicke Aufgabe“, sagt er weiter und hofft, dass das Ergebnis im Rahmen bleibt. Schließlich bekam der TVK im Hinspiel zu spüren, was der 1. HC Ibbenbüren mit Teams macht, die nicht in Bestbesetzung auflaufen können. Damals setzte es ein 21:44 aus Kattenvenner Sicht. Der Gegner habe mit das beste Tempospiel der Liga und komme so des Öfteren auf seine 30 bis 40 Tore.

Den Abstieg hat Hollenberg unterdessen schon ganz gut verdaut. „Es gibt Schlimmeres auf der Welt. Da reicht ein Blick in die Tagesschau.“ Und unter den Rahmenbedingungen der letzten Monate könne man niemandem einen Vorwurf machen, so der Coach.

Die Gefahr, seine Schützlinge könnten den eigenen Akku zu früh runterfahren, wo der Abstieg feststeht, sieht Volker Hollenberg nicht: „Wir versuchen, den Favoriten zu ärgern.“

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