1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ladbergen
  6. >
  7. TV Kattenvenne und ein verpatztes Schlüsselerlebnis

  8. >

Handball: Landesliga

TV Kattenvenne und ein verpatztes Schlüsselerlebnis

Kattenvenne

Ein Schlüsselerlebnis der besonderen Sorte hatte der TV Kattenvenne am Samstagabend in Münster. Das Pendel schlug indes in die falsche Richtung aus: Minutenlanges Warten vor der Halle brachte den TV aus dem Tritt, noch bevor das Spiel begonnen hatte.

Von und

Pleiten, Pech und Pannen: Der Handball-Samstag verlief für die Spieler des TV Ladbergen in Münster alles andere als planmäßig: vom Anpfiff bis zum Endstand. Foto: Jörg Wahlbrink

Dieser Samstagabend ging schon bescheiden los. Pünktlich waren die Schützlinge des aus Krankheitsgründen fehlenden Trainers Volker Hollenberg in Münster eingetroffen, hatten zuvor auch noch die überarbeitete Zieladresse korrekt ins Navigationssystem eingetragen, weil Gastgeber Eintracht Hiltrup seine angestammte Heimspiel-Halle aktuell als Flüchtlingsunterkunft hatte abtreten müssen. Doch dann herrschte urplötzlich Stillstand in Münster, beide Teams standen tatenlos vor den verschlossenen Hallentüren der Hans-Böckler-Schule und mussten auf ein Schlüsselerlebnis harren, das mehr als 30 Minuten auf sich warten lassen sollte.

Eine außerplanmäßige Pause, die vor allem den Gästen nicht wirklich gut tat, die sich dann viel später mit reichlich Verzug und nach dem 19:23 (9:12) ohne Punkte wieder auf den Heimweg machen mussten. Co-Trainer Sascha Schlengermann war dann auch maximal unzufrieden mit den Bedingungen in Münster, hatte aber auf der Rückfahrt durchaus auch positive Nachrichten für seinen verhinderten Cheftrainer im Gepäck: „Die Moral hat gestimmt, mit der Leistung bin ich auch nicht wirklich unzufrieden. Die Niederlage ist definitiv zu hoch ausgefallen.“

Als die Partie mit 35 Minuten Verspätung endlich Fahrt aufnehmen konnte, waren die Schlengermann-Schützlinge immer noch nicht so richtig auf der Platte. „Das soll keine Entschuldigung sein, aber normal war das nicht“, so Schlengermann. Als Nils Alke nach acht (!) Minuten erstmals für den TV als Torschütze aktenkundig wurde, hatte Hiltrup bereits fünf Einschläge verbucht. Bis zum zweiten Gästetreffer vergingen noch einmal sieben Minuten – Hiltrup lag nach 15 Minuten mit 9:2 in Front. In der Folge startete Kattenvenne zwar eine aufwendige und in Ansätzen auch erfolgreich Aufholjagd, konnte sich aber zu keinem Zeitpunkt der Partie die Führung zurückerobern.

Gegner in Reichweite – mehr nicht

Zur Halbzeit (9:12) war der Gegner in Sicht-, nach 35 Minuten (12:13) sogar in Reichweite. Plötzlich war die Partie wieder offen, die beiden anvisierten und so wichtigen Zähler im Abstiegsduell beim Tabellennachbarn plötzlich doch wieder ein Thema. Doch auf der Überholspur blies Kattenvenne der Wind dann wieder ins Gesicht, vorbei schaffte es das Team nicht mehr. Stattdessen fing sich der Gegner wieder und legte die entscheidenden Treffer zwischen sich und die Gäste. Mit dieser Niederlage führte auch in der Tabelle kein Weg vorbei an Hiltrup, das zwar drei Spiele mehr absolviert hat als der TV, aber jetzt auch wieder drei Pluspunkte mehr aufweisen kann.

Bereits am Freitag muss das Team zum Derby beim Tabellenzweiten in Ladbergen antreten. Zweifellos eine noch schwerere Aufgabe – dann aber wenigstens mit pünktlichem Anpfiff. Ob sich der dann positiv auf das Ergebnis auswirkt, muss sich zeigen.

TV Kattenvenne: Peters (6), Postert (3), Krimphoff (2), Wieneke (2), Krumme (2), Alke (2), Segger (1), Gansler (1)

Startseite
ANZEIGE