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Fußball: Ü50 von Preußen Lengerich holt Westfalen-Cup

...und dann legten sie Wosz lahm

Lengerich

Die Ü50 von Preußen Lengerich sitzt seit dem vergangenen Wochenende auf dem Thron: Sie triumphierte beim Westfalen-Cup und reist Ende August zur Westdeutschen Meisterschaft.

Von Niklas Groß

Siegreiche Preußen: (h.v.l.): Betreuer Dietmar Schmidt, Elmar Langetepe, Robert Frankenberg, Oliver Köther, Heiko Hermann, Ulli Börger, Andreas Schüttpelz, Co-Trainer Thomas Conrad, Betreuer Ahmad Al Mahmoud sowie (v.v.l.) Spielertrainer Henrik Hasselmann, Andreas Hövelteepe, Dirk Vietmeier, Süleyman Yilmaz, Waldi Schürbrock und Klaus Hülsmann

Das war ein früher Stimmungsdämpfer. Beim Ü50 Westfalen-Cup quälte sich das Team von Preußen Lengerich durch das Auftaktspiel gegen die DJK Herten: 90 Prozent Ballbesitz, aber kaum Torraumszenen, der erlösende Treffer zum 1:0 erst drei Minuten vor Schluss, als Andreas Hövelteepe die Brechstange auspackte. Und nebenan: Wurde Titelverteidiger Arminia Bielefeld planiert von der Spielvereinigung Herten, 1:4, im Tor: Thomas Ernst, während im Mittelfeld ein gewisser Darius Wosz die Fäden zog. „Da haben wir ganz schön geschluckt“, sagt Lengerichs Ulrich Börger, „das war eine andere Liga“.

Vorab: Die Ü60-Konkurrenz am Samstag war abgebrochen worden, weil ein Spieler aus Höxter kollabiert war und mehrfach reanimiert werden musste. Die Kreisauswahl des Tecklenburger Landes war durchaus ambitioniert in das Turnier gestartet, stellte so aber, wo sie sich vorwiegend aus Lengericher und Recker Akteuren zusammensetzte, einige Spieler an die Ü50 ab, die ihr Turnier am Sonntag austrug.

Und die Delegation der Preußen steigerte sich. „Uns kam unsere Erfahrung zugute“, sagt Ulrich Börger, „wir haben uns vom ersten Spiel nicht aus der Ruhe bringen lassen“. In den übrigen Vorrunden-Spielen überrollten die Preußen ihre Gegner. Der spätere Gruppenzweite RSV Listertal war ebenso chancenlos (3:0) wie der SSV Hamm (4:0) und die SG Kredenbach (3:1). Vor dem letzten Vorrunden-Spiel stand der SCP bereits als Gruppensieger fest, schonte hier seine Leistungsträger. Andernorts spielte Darius Wosz weiter seine Gegner schwindelig – aber er spielte eben auch, ließ Körner.

Köther nimmt alle Drei weg

Dann der nächste klangvolle Name, in diesem Fall ein Vereinsname: Arminia Bielefeld wartete im Viertelfinale auf Lengerich. „Wir hatten beide einen Höllenrespekt voreinander aus diversen Duellen“, sagt Börger. Wieder hatten die Preußen mehr Ballbesitz als ihr Gegner, wieder kam die Erlösung kurz vor Schluss: Der allesüberragende Dirk Vietmeier nagelte das Leder in den Knick – der Siegtreffer. Nächster Stop Halbfinale: Hier stellte sich den Preußen die SG Epe/Gronau in den Weg, sie hatte zuvor Mitfavorit Westfalia Herne ausgeschaltet. Einmal mehr sollte ein Treffer der goldene sein: Süleyman Yilmaz markierte nach acht Minuten (eine Partie ging über 15 Umdrehungen) das 1:0 und schoss Lengerich, das in der Folge clever Ball und Gegner laufen ließ, ins Endspiel. Und wer stand da? Klar, die SpVgg Herten, Darius Wosz & Co. Und die Preußen? Suchten ihr Heil in der Offensive, setzten auf Ballbesitz. Bis auf Einen: Elmar Langetepe nahm sich Wosz an, stand ihm eine Viertelstunde lang auf den Füßen. „Der hat gekotzt“, sagt Börger. „Und Elmar hatte Krämpfe.“ Wosz setzte das Leder einmal an den Pfosten, das war es dann auch. Auf der anderen Seite kam Preußen zu zwei, drei Chancen. Es langte alles nicht, um das Neun-Meter-Schießen zu vermeiden. Wobei: Vermeiden? Der SCP hatte Riesenspaß! Denn die Entscheidung vom Punkt geriet zur Demonstration des Könnens von Torwart Oliver Köther. Von den drei angesetzten Duellen entschied er alle drei für sich. Ein Vietmeier-Treffer für die Preußen langte. Der heimische Vertreter ist Westfalenmeister – und spielt am 20. August die Westdeutsche Meisterschaft in Duisburg. Auch dabei: Arminia Bielefeld als Sieger des vorherigen Westfalen-Cups.

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