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Fußball: Kreisliga

VfL Ladbergen mit guten wie schlechten Phasen

Ladbergen

Quo Vadis, VfL Ladbergen? Der heimische A-Ligist hat in dieser Saison schon alles gezeigt: Spiele zum Erinnern und Spiele zum Vergessen. In der Winter-Tabelle reicht das nur für Platz 14 – die Rück- und Vorschau in der Kreisliga A, Teil 1.

Von Niklas Groß

Immer für ein Tor gut – für ein Gegentor aber auch: Mete Yilmaz und der VfL Ladbergen schenkten Tabellenführer Teuto Riesenbeck vier ein, kamen gegen den Vorletzten VelpeSüd Foto: Jörg Wahlbrink

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt – und dazwischen immer wieder unentschieden. Der VfL Ladbergen hat in dieser A-Liga-Spielzeit bereits alle Emotionsparameter durch. Er war es, der Spitzenreiter Teuto Riesenbeck am achten Spieltag dessen ersten Gegentreffer beibrachte. Sogar gleich vier davon. Zwischenstand: 4:1. Er war es aber auch, der der HSG Velpe Süd, dem Tabellenvorletzten, einen Punkt bescherte. Das Spiel gegen Riesenbeck endete übrigens 4:4. Das gegen Velpe Süd 2:2 – zwei von satten sechs Unentschieden, die der VfL in der Liga sammelte.

Nach einer tollen Vorbereitung war der Club mit einem enttäuschenden 0:0 gegen Cheruskia Laggenbeck II in die Saison gestartet; in der Partie darauf verspielte er gegen Spitzenteam Mettingen eine 2:1-Führung, verlor noch mit 2:4. So wie die Spielzeit begonnen hatte, so sollte sie auch weitergehen: Es will so recht kein Rhythmus aufkommen beim VfL.

„Eigentlich haben wir eine sehr starke Mannschaft“

Trainer Stefan Kilfitt geht weg von den Ergebnissen, rein ins Geschehen auf dem Feld: „Eigentlich haben wir eine sehr starke Mannschaft“, sagt er. „Wir sind nur oft nicht konzentriert genug, um das auf den Platz zu bringen.“

Wenn es gut läuft, dann ist der VfL eine Truppe, die ein feines Kurzpassspiel pflegt und sich auch aus prekären Situationen herauskombiniert; wenn es schlecht läuft, verdaddelt das Team das Erarbeitete in der Schlussphase eines Spiels wieder. Chancenlos war es nur gegen die Ibbenbürener Spielvereinigung II, das Potenzial für die Top Ten sei vorhanden, wie Kilfitt meint. Tatsächlich logiert der VfL auf Tabellenplatz 14. „Wir müssen wacher sein“, fordert der Coach und lässt im Training komplexe Spielformen üben, die schnelle Reaktionen und Umschaltmomente erfordern. „Auch die Zweikämpfe dürfen wir energischer führen“, fordert der Coach, spart sich selbst in der Manöverkritik aber nicht aus: „Ich werde die Spieler künftig nur noch auf einer Position einsetzen, weniger experimentieren, damit sich Abläufe einspielen“, sagt Kilfitt. „Und ich habe vielleicht das eine oder andere Mal zu früh gewechselt.“

So oder so: hoher Spaßfaktor

Eines aber möchte der Trainer nicht unerwähnt lassen: „Wir haben mega Spaß zusammen“ – an schlechten Tagen hat Kilfitt 14, 15 Spieler im Training, an guten Tagen bis zu 22. Von ausgeprägtem Teamgeist zeugt auch, dass Stefan Kilfitt seinen Vertrag unlängst verlängerte und auch die Spieler erste dahingehende Signale gesendet haben.

Perspektivisch möchte der Trainer mit seinem Team ins Mittelfeld der A-Liga, im besten Fall ins obere Drittel. „Wir wollen eine Anlaufstelle für jüngere Spieler sein, auch für die, die es woanders vielleicht nicht gepackt haben“, sagt Kilfitt.

In dieser Saison aber gilt für den VfL Abstiegskampf, in wenigen Wochen wird er aller Voraussicht nach in der Abstiegsrunde antreten. Die Aufstiegsrunde haben sie in Ladbergen im Grunde abgeschrieben, bei sieben Zählern Rückstand auf Platz zehn und vier noch ausstehenden Partien in der Hinserie. Eines jedenfalls ist sicher: Mit Unentschieden allein wird es nichts mit dem Sprung auf Platz zehn.

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