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Fußball: Sebastian Klaas und das Kreuzband

Warten auf die Rückkehr

Brochterbeck/Paderborn

Sebastian Klaas‘ Weg führte nach oben. Zu Saisonbeginn wechselte der Mittelfeldmann aus Brochterbeck vom VfL Osnabrück zu Zweitligist SC Paderborn. Doch sein Aufstieg wurde jäh gestoppt – Klaas riss das Kreuzband. Aktuell arbeitet er an seinem Comeback.

Von Bernd Kolkmann

Da war die Welt noch in Ordnung: Sebastian Klaas auf der USA-Tour für den SC Paderborn 07. Foto: SC Paderborn 07

Sebastian Klaas wechselte im Sommer vom Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück zum Zweitligisten SC Paderborn 07, verletzte sich aber im Testspiel gegen Verl. „Ich wurde gefoult, bin dann falsch aufgekommen, das Knie ist im Rasen hängen geblieben“, gibt der 24-Jährige Brochterbecker den verhängnisvollen Moment wieder. „Das Knie hat sich komisch angefühlt, ich konnte es nicht richtig beugen, aber ich hatte da keine Schmerzen, habe mich aber auswechseln lassen. Unsere Physios haben dann ein paar Tests gemacht. Am nächsten Tag hatte ich Schmerzen und das Knie war dick, da wusste ich, das ist was Schlimmeres. Am Montag waren wir dann beim MRT und es gab die Diagnose, das hintere Kreuzband ist gerissen.“

Als die Ärzte ihm die Diagnose stellten, war er geschockt: „Ich war ziemlich niedergeschlagen. So eine schwere Verletzung bedarf viel Zeit und viel Energie.“ Zurzeit befindet sich Klaas noch am Anfang der Reha. „Ich bin jetzt in einer Phase, in der wenig geht, trage eine Schiene und laufe mit Gehstützen. Das Knie muss komplett entlastet werden. Jeden Tag habe ich Physiotherapie, dabei darf ich immer mehr das Knie beugen. Aber ich arbeite auch am Oberkörper oder am anderen Bein. Bis zum Kontroll-MRT wird das erst mal so bleiben“, erläutert der Brochterbecker den Stand seiner Genesung.

Klaas wollte mal was anderes sehen

Natürlich stellt sich die Frage, wann der Mittelfeldspieler wieder ins Training einsteigen kann. „Wir haben gute Physios und einen guten Reha-Trainer. Schritt für Schritt gehen wir vor. Wie lange ich die Krücken brauche, werden wir sehen. Mitte September steht das Kontroll-MRT an und dann wissen wir mehr“, blickt Klaas in die nächsten Wochen.

Solche schweren Verletzungen können Spieler belasten, auch Sebastian Klaas lernt, mit der Situation umzugehen: „Mir geht es ganz okay, aber ich bin in einer Phase, in der man jeden Tag Muskulatur abbaut. Man hofft, dass es schnell vorangeht. Jetzt muss ich drum herum arbeiten und viel Geduld mitbringen.“

Der 24-Jährige wechselte zum 1. Juli ablösefrei zum SC Paderborn 07. Wie es zum Wechsel kam? „Mein Vertrag ist ausgelaufen, ich habe eine gute Saison gespielt und wollte Osnabrück verlassen. Ich wollte mal einen anderen Verein sehen. Paderborn hat sich dann bei mir gemeldet. Wir haben Gespräche geführt und ein Gefühl für einander entwickelt“, erklärt Klaas die Umstände seines Wechsels. Von 2013 an spielte der Mittelfeldakteur beim VfL Osnabrück. Nach neun Jahre Vereinszugehörigkeit suchte und fand er einen neuen Verein und eine neue Herausforderung.

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