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Fußball: Meisterschaft für den TuS Laer nach 2:3-Pleite nicht mehr möglich

Aufstiegstraum geplatzt

Laer

Fehlenden Einsatz konnte man den Jungs vom TuS Laer 08 keinesfalls vorwerfen. Lediglich ein wenig Kaltschnäuzigkeit hat gefehlt, um sich den Traum von der Bezirksliga aufrecht zu erhalten.

Von Tom Veltrupund

Leon Konermann (l.) traf kurz nach der Pause zum zwischenzeitlichen 1:1. Auch weil Eugen Schäfer (r.) gleich zwei Mal netzte, ging der TuS gegen die FCE-Reserve schlussendlich leer aus. Foto: Thomas Strack

Lange Zeit war der TuS Laer 08 mittendrin in der Verlosung um den Bezirksliga-Aufstieg. Nach dem bitteren 2:3 (0:1) gegen den Spitzenreiter FC Eintracht Rheine II steht nun fest: Die Nullachter können – bei zwei ausstehenden Spielen und sieben Zählern Rückstand – nicht mehr Meister der Kreisliga A werden.

„Das ist extrem bitter, zumal wir über 90 Minuten besser waren und die dickeren Chancen hatten“, haderte Coach Ron Konermann mit dem, was seine Jungs aus den Hochkarätern machten. Alleine Toptorjäger Marcel Exner versagten zwei Mal frei die Nerven. „Schlussendlich ist es vielleicht ein Sinnbild dafür, warum Rheine höchstwahrscheinlich aufsteigt. Sie machen die Dinger halt weg, auch wenn sie zu den Zeitpunkten teilweise gar nicht richtig im Spiel drin waren.“

Die Anfangsphase gehörte den Gästen. Eugen Schäfer wandelte dies nach einem langen Ball gleich in Zählbares um (22.). Die Laerer ließen sich davon jedoch nicht unterkriegen und übernahmen nun die Spielkontrolle. Paul Wesener-Roth servierte von rechts für Exner, der aus gut vier Metern jedoch vorbei zielte (31.).

Ricken hat das letzte Wort

Auch aus der Kabine kamen die Nullachter mit reichlich Feuer unterm Hintern. Ihnen war durchaus anzumerken, dass sie den Aufstieg noch nicht aufgegeben hatten. Nico Stippel zielte noch knapp vorbei (49.), wenig später spitzelte Leon Konermann eine Hereingabe von Felix Eißing über die Linie – 1:1 (51.). Doch quasi aus dem Nichts war der gut aufgelegte Schäfer erneut zur Stelle: Bei seinem Flachschuss aus rund 18 Metern ins rechte untere Eck war TuS-Keeper Alexander Thüning machtlos (63.).

Selbst nach dem erneuten Rückstand ließen die Gastgeber die Köpfe nicht hängen: Stippel legte von rechts in die Mitte, Exner grätschte zum Ausgleich (71.). Fünf Zeigerumdrehungen später hatten die Schwarz-Gelben eine Riesen-Doppelchance, die Partie zu drehen: Zunächst scheiterte Konermann an Rheines Schlussmann Stefan Bohne. Die Situation blieb jedoch heiß, Robin Drees legte die Kugel von rechts noch einmal Richtung Fünferraum. Und Exner, der so einen Ball sonst mit verbundenen Augen über die Linie drückt, zielte über den Querbalken.

„Wir haben eine gute Einstellung an den Tag gelegt, haben unsere Chancen heute aber einfach nicht gut genug genutzt“, so Konermann. Und das sollte sich noch rächen: Schäfer flankte von der linken Eckfahne in den Strafraum, wo Oskar Ricken per Kopf zur Stelle war und die FCE-Bank in Ekstase versetzte (86.).

Trotz des verpassten Aufstiegs ist Konermann stolz auf seine Truppe: „Wir haben – abgesehen von ein paar Ausrutschern – eine Bombensaison gespielt. Hintenraus ist es dennoch bitter.“

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